: Honore de Balzac
: Glanz und Elend der Kurtisanen Splendeurs et misères des Courtisanes
: Books on Demand
: 9783752692877
: Taschenbuch-Literatur-Klassiker
: 1
: CHF 3.50
:
: Erzählende Literatur
: German
: 456
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Esther, eine junge Kurtisane und der junge Dichter Lucien de Rubempré lieben einander. Doch auch der reicher Pariser Bankier Nucingen ist von Esther fasziniert und möchte sie um jeden Preis besitzen. In'Glanz und Elend der Kurtisanen' präsentiert Balzac eine umfassende Studie einer Welt der großen und kleinen Gauner, der Prostitution und der Methoden von Justiz und Polizei. Das Leitthema der Comédie humaine, die vernichtende Gewalt der Leidenschaft, wurde in keinem anderen der Balzacschen Werke an Angehörigen so vieler Gesellschaftsschichten gleichzeitig entwickelt.

Honoré de Balzac war ein französischer Schriftsteller, 1799 inTours geboren und gestorben 1850 in Paris. Er brach mit zwanzig Jahren nach der Zulassungsprüfung zum eigentlichen Abschluss sein Jurastudium ab und begann mit der finanziellen Unterstützung seines Vaters eine Schriftstellerkarriere, die zunächst sehr wechselhaft verlief. Seine Versuche als Verleger und Druckereibesitzer waren weniger erfolgreich, auch der schriftstellerische Erfolg stellte sich erst später ein. Später schuf Balzac den unvollendet gebliebenen Romanzyklus La Comédie humaine, die menschliche Komödie und zahlreiche andere Werke. Er wird, obwohl zur Generation der Romantiker zählend, als einer der französischen Realisten gesehen.

Von der Liebe der Dirnen.

Beim letzten Opernball des Jahres 1824 fiel mehreren Masken die Schönheit eines jungen Mannes auf, der in den Gängen und im Foyer auf und ab ging; und zwar in der Haltung eines Menschen, der eine durch unvorhergesehene Umstände in ihrem Hause zurückgehaltene Frau sucht. Das Geheimnis dieses bald eiligen, bald lässigen Schritts ist nur alten Frauen und einigen ausgedienten Pflastertretern bekannt. Bei jenem ungeheuren Stelldichein beobachtet die Masse die Masse nur wenig; die Interessen sind leidenschaftlich, der Müßiggang selbst ist mit sich beschäftigt. Der junge Dandy wurde von seiner unruhigen Suche so sehr in Anspruch genommen, daß er seinen Erfolg gar nicht bemerkte: die spöttisch bewundernden Rufe gewisser Masken, das ernsthafte Erstaunen, die beißenden ›lazzi‹, die süßesten Worte hörte und sah er nicht. Obgleich seine Schönheit ihn unter die Ausnahmepersonen einreihte, die den Op