: Erich Schröder
: Begegnungen in Peru
: Books on Demand
: 9783752675375
: 1
: CHF 3.50
:
: Reiseberichte, Reiseerzählungen
: German
: 152
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der Autor, Ingenieur, Arzt, Journalist, Lebenskünstler und Vielreisender, berichtet in vielen kleinen Episoden über seine Erlebnisse und Erfahrungen aus zahlreichen Reisen nach Südamerika. Und immer wieder von Begegnungen mit den Menschen dort und mit anderen Reisenden. Südamerika, das sind faszinierende Landschaften und magische Stätten alter Kulturen, heiße Rhythmen und getragene Panflötenklänge, Papageien, Brüllaffen, Kaimane und Alpakas, einfachste Mahlzeiten und Gourmetküchen und vor allem stolze und liebenswerte Menschen. Seine Reisen führten den Autor zu den schneebedeckten Gipfeln der Anden, durch den Dschungel der Amazonasregion, entlang den Wüsten der Pazifikküste und in malerische Orte, verträumte Kleinstädte und Megacitys. Und meist auch insbesondere nach Peru. Dieses Buch versteht sich als eine Liebeserklärung an ein Land und einen Kontinent. Und mehr als das. Die teils lustigen teils nachdenklichen Episoden zeigen auch die Vielfalt des Reisens und geben eine Ahnung vom Wert des Reisens für die eigene Bildung, Toleranz und Lebenserfahrung.

Dr. Erich Schröder, Jahrgang 1948, ist Diplomingenieur und Arzt, seit 15 Jahren ist er auch als Journalist unterwegs. Hier sind die wichtigsten Stationen seines Berufslebens: - Geschäftsführer eines Umweltschutzverbands, - Aushilfslehrer am Gymnasium, - Arzt im Krankenhaus und in eigener Praxis, - Leiter eines betriebsärztlichen Dienstes, - Referent in der ärztlichen Fortbildung, - Lehrbeauftragter an der Charité, - Leiter Unternehmenskommunikation eines Pharmaunternehmens, - Geschäftsführer einer Beratungs- und Verlags-GmbH. Daneben hat er zahlreiche Reisen, insbesondere nach Süd-, Mittel- und Nordamerika sowie in die Karibik organisiert und durchgeführt.

Die Reise nach Cusco

Teresa lebte zu dieser Zeit bei ihrer Tante Iris in Lima, wo sie für ihr Sprachstudium die Unifé, eine Universität nur für Frauen, besuchte. Eigentlich kam sie aus Chiclayo, wo auch ihre Familie lebte. Ihre Mutter hatte aber auf dieser Universität bestanden.

Von Chiclayo, der größten Stadt im Norden von Peru, pendelte Teresa in diesen Jahren jeweils zum Semesterbeginn der Universität mit dem Bus in die Hauptstadt Lima, eine 13stündige Reise auf der berühmten Panamericana-Straße 800 Kilometer nach Süden. Die Panamericana führt von Alaska im Norden der USA bis nach Feuerland im Süden Chiles mit einer Unterbrechung zwischen Panama und Kolumbien, wo es keine Straßenverbindung gibt. In Peru ist sie die einzige durchgehende Nord-Süd-Verbindung auf einer Länge von 2.500km. Auf weiten Strecken führt die Straße durch die Wüste entlang der Pazifikküste. Dabei tangiert sie die wesentlichen peruanischen Städte, die wie Oasen immer dort entstanden sind, wo ein Fluss aus dem Hochgebirge der Anden in den Pazifik strömt, Piura im Norden, dann Chiclayo, und auf dem Weg nach Lima werden noch Trujillo und Chimbote passiert. Weiter im Süden führt die Panamericana dann noch durch Arequipa und kurz vor der Grenze nach Chile auch durch die kleine Grenzstadt Tacna. Die hoch belastete Piste ist die wichtigste Verbindung im Lande für Lastwagen aller Art, Fernbusse, öffentlichen Regionalverkehr und private Fahrzeuge. Sie ist häufig defekt, was immer wieder zu Baustellen und Staus führt. Insbesondere in politisch angespannten Zeiten, und die sind in Peru nicht gerade selten, gibt es auf der Strecke auch zahlreiche Polizei- und Militärkontrollen.

Es gibt mehrere Gesellschaften in Peru die Fernbusse betreiben. Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Haltestellen und Busbahnhöfe. Im Gegensatz zu den oft uralten und klapperigen Nahverkehrsbussen sind die Fernbusse meist in einem ganz ordentlichen Zustand und hinreichend komfortabel. Manche Gesellschaften bieten auch eine erste Klasse mit Liegesitzen und Verpflegung an. Auf langen Etappen ohne Haltestelle gibt es gelegentlich Pausen an Raststätten, die mit der Busgesellschaft Verträge haben. Peruaner lieben Fensterplätze im Bus, allerdings nicht um hinauszuschauen. Sie ziehen die