: Uwe H. Bittlingmayer, Zeynep Islertas, Elias Sahrai, Stefanie Harsch, Isabella Bertschi, Diana Sahra
: Health Literacy aus gesundheitsethnologischer Perspektive Eine Analyse alltäglicher Gesundheitspraktiken von migrantischen Jugendlichen und Familien
: Springer VS
: 9783658306373
: 1
: CHF 38.20
:
: Sonstiges
: German
: 330
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Im vorliegenden Buch wird eine Gesundheitsethnologie der Gesundheitskompetenz von vulnerablen Gruppen vorgelegt. Dabei werden neben einem umfassenden Forschungsstand und die Entwicklung einer theorie-orientierten Health-Literacy-Forschung drei Fallstudien über vulnerable Minderheiten aus Deutschland und der Schweiz präsentiert. Besonders deutlich herausgestellt wird die soziale Dimension von Gesundheit und Gesundheitskompetenz, die in den individualistischen kompetenztheoretischen Zugängen kaum konzeptionalisiert werden kann. 

Dr. Uwe H. Bittlingmayer ist Professor fu?r Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Zeynep Islertas,Elias Sahrai undStefanie Harsch sind Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen im BMBF-Forschungsverbund Health Literacy in Childhood and Adolescence am Institut fu?r Soziologie an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Isabella Bertschi ist Lehrstuhlassistentin am Lehrstuhl für Klinische Psychologie mit Schwerpunkt Kinder/Jugendliche und Paare/Familien am Psychologischen Institut der Universität Zu?rich.

Dr. Diana Sahrai leitet die Professur für Soziales Lernen unter erschwerten Bedingungen am Institut fu?r Spezielle Pädagogik und Psychologie an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz, Muttenz.


Vorwort7
Inhaltsverzeichnis9
Abbildungsverzeichnis13
Tabellenverzeichnis15
1 Einleitung Zur Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer gesundheitsethnologischen Perspektive in der Health-Literacy-Forschung16
Teil I Stand der Forschung und die Notwendigkeit einer gesundheitsethnologischen Perspektive29
2 Health Literacy im Kontext gesundheitlicher Ungleichheit – eine Rahmung und ein Forschungsüberblick30
2.1Definitorische Zugänge zu Health Literacy37
2.2Messung bzw. Erfassung von Health Literacy41
2.3Zusammenhang von Health Literacy mit Gesundheitsoutcomes45
2.4Verteilung von Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung47
2.5Soziale Determinanten von Health Literacy49
3 Health Literacy im Kindes- und Jugendalter und die Notwendigkeit von Family Health Literacy53
3.1Kinder- und Jugendgesundheit im Zeichen familialer sozialer Ungleichheit54
3.2Health Literacy von Jugendlichen63
3.3Health Literacy von Kindern und Family Health Literacy92
3.4Kinder- und Jugendgesundheit und digitale Gesundheitskompetenz99
4 Health Literacy von Jugendlichen und Familien aus gesundheitsethnologischer Perspektive. Eine theoretische Rahmung110
4.1Kritik der (empirischen) Health-Literacy-Forschung von Jugendlichen, Kindern und Familien111
4.2Anmerkungen zur Mehrdimensionalität von Ungleichheit aus soziologischer und philosophischer Perspektive119
4.3Die Differenzperspektive als Überwindung der Defizitperspektive?126
4.4Die Dialektik von Defizit und Differenz als theoretische Rahmung der Gesundheitskompetenzforschung134
5 Die ethnographische Erforschung von Health Literacy: Anmerkungen zur Methodik142
5.1Ethnographische Forschung in Public Health und Gesundheitskompetenzforschung143
5.2Ansätze einer gesundheitsbezogenen ethnographischen Forschung146
5.3Forschungsprojekte und die Bestimmung der Zielgruppen148
5.4Rekrutierung153
Teil II Fallstudien155
6 Gesundheitsverständnis und Gesundheitskompetenzen von zwei Mädchen mit türkischem Migrationshintergrund156
6.1Einleitung156
6.2Der „Gastarbeiter“ … und seine Gesundheit159
6.3Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland – Daten und Fakten162
6.3.1Schul- und Berufsbildung163
6.3.2Haushaltsstruktur und das Haushaltseinkommen165
6.3.3Religiosität/Glauben166
6.3.4Das Internet als Informationsplattform167
6.3.5Gesundheit von Personen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland168
6.3.6Der Forschungsstand im zusammenfassenden Überblick171
6.4Ethnographische Milieustudie zu Health Literacy – am Beispiel von weiblichen Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland172
6.4.1Der politische Diskurs über die Türkei in der Lebenswelt von Leyla und Meryem174
6.4.2Die sozioökonomischen Rahmenbedingungen innerhalb der Lebenswelt von Leyla und Meryem179
6.4.3Gesundheitsrelevante Bedeutung des sozialen Netzwerks und der religiös/kulturellen Normen und Werte im Alltag der Jugendlichen183
6.5Gesundheit, Gesundheitskompetenz und Gesundheitsverhalten von weiblichen Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund: Zusammenfassung und übergreifende Motive189
7 Health Literacy von geflüchteten, männlichen Jugendlichen aus Afghanistan und die Auslotung vorhandener Handlungsspielräume194
7.1Einleitung194
7.2Die Bedeutung Afghanistans im Kontext weltweiter Flucht196
7.3Flucht und Vertreibung und gesundheitliche Konsequenzen202
7.4Die begleiteten Jugendlichen im Profil205
7.5Ausgewählte Ergebnisse der ethnografischen Feldforschung und qualitativen Interviews210
7.5.1Übergreifende Einschätzung des Netzwerks: Differenzen, Defizite und soziales Kapital211
7.5.2Gesundheitsvorstellungen und Gesundheitsbezüge214
7.5.3Digitaler Alltag, digitale Gesundheitskompetenz und ihre Ambivalenz215
7.5.4Die Identifizierung (möglicher) gesundheitsrelevanter Kompetenzen220
7.5.5Weitere Entwicklungen nach offiziellem Abschluss der Feldphase223
7.6Diskussion224
8 Gesundheit, Gesundheitskompetenz und Gesundheitssozialisation in Schweizer Familien mit kleinen Kindern und lateinamerikanischem Migrationshintergrund228
8.1Einleitung228
8.2Die Gesundheit von Migrant*innen in der Schweiz230
8.3Menschen aus Lateinamerika in der Schweiz233
8.4Die theoretischen Zugänge und Methodik der ELiS-Studie237
8.5Betrachtungen zu gesundheitsrelevanten Rahmungen und zu Family Health Literacy in Familien mit kleinen Kindern und lateinamerikanischem Migrationshintergrund247
8.5.1Zwischen vernichtetem Kulturkapital und dem Willen zur Integration247
8.5.2Das Gesundheitsverständnis von Familien mit lateinamerikanischem Migrationshintergrund253
8.5.3Family Health Literacy und familiale migrantische Gesundheitssozialisation257
8.6Fazit264
Teil III Ausblick266
9 Was sieht man, wenn man anders schaut? Zum Erkenntnispotenzial ethnographischer Gesundheitskompetenzforschung267
9.1Das Verhältnis von analogen und digitalen Gesundheitskompetenzen bei Jugendlichen (mit Migrationshintergrund)268
9.2Family Health Literacy (eng und weit)270
9.3Abschließende Bemerkungen273
Anhang276
Projektflyer ELMi deutsch/dari278
Für Eltern (dari)279
Für Jugendliche (nur deutsch)280
Projektflyer ELiS deutsch/spanisch281
Literatur283