: Michelle Summers
: Bastard Millionaire - sanft berührt Roman. Sexy Boss Romance in New York und der Karibik
: Piper Verlag
: 9783492987011
: Sexy Millionairs
: 1
: CHF 4.50
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: German
: 300
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Sexy Boss Romance in New York und der Karibik für Fans von Piper Rayne und April Dawson! »Bastard Millionaire - sanft berührt« ist Band 3 der »Sexy Millionairs«-Reihe von Boss-Romance Autorin Michelle Summers. Frisch vom College soll Physiotherapeutin Zoey eine Kollegin vertreten und deren Patienten übernehmen. Dazu gehört auch der schwerreiche CEO und Hotelmagnat Gabriel Wilsaw, der sich von den Folgen eines Unfalls erholt. Es bleibt nicht allein bei therapeutischen Massagen, denn schneller als es Zoey lieb ist, fühlt sie sich zu dem charismatischen Millionär hingezogen. Doch wie steht Gabriel zu ihr - und welche Rolle spielt seine Ex-Freundin Amanda noch in seinem Leben? Die Titel der Reihe sind heiß, sinnlich und unabhängig voneinander lesbar. »Die Seiten sind im Nu verflogen und am Ende hat es mich doch ziemlich berührt und ich habe mitgelitten mit Zoey.« ((Leserstimme auf Netgalley))

Michelle Summers ist großer Fan von Boss Romances, weshalb sie nicht widerstehen konnte, selbst zum Stift zu greifen. Für die Autorin gehört eine Prise Erotik in und zwischen den Zeilen genauso zu ihren Romanen dazu, wie eine aufregende Handlung voll sinnlich-prickelnder Momente.

1. Kapitel


Zoey
Drei Jahre später

 

»Miss Gilligan ist hier«, kündigte mich Miss Anderson, eine rundliche Frau mit einem altmodischen Häubchen auf dem Kopf, an. Mit dem Staubwedel in der Hand und der schneeweißen Spitzenschürze über ihrem Kleid, schien sie ein wenig aus der Zeit gefallen. Nicht nur sie, um genau zu sein.

Es war ein wenig eigenartig gewesen, sich durch dieses riesige Haus führen zu lassen, in dem alles, von den Dielen bis zum Treppengeländer, wie aus dem Frankreich des achtzehnten Jahrhunderts wirkte, obwohl wir uns im New York der Moderne befanden. Der Teppichläufer, die Wandverzierungen, die Schnörkel an den Türen. Als wäre ich mit dem Verlassen meines Wagens in einer früheren Epoche gelandet. Oder in einem Museum, aber nicht in einem Privatwohnsitz. Nur ein schwerreicher Exzentriker konnte hier leben, so viel war klar. Ich hingegen passte mit meinen bunten Haarsträhnen und meiner beachtlichen Sammlung von Ohrringen, die sich aneinanderreihten und zwar nur an einem Ohr, nicht hierher. Okay, das mit den Ohrringen war ein wenig zu sehr Neunziger, und somit war auch ich etwas aus der Zeit gefallen, aber eben nur etwas. Und die Neunziger feierten doch gerade ihr Comeback …

Im Grunde wäre es mir egal gewesen, wie irgendwelche Millionäre lebten. Es ging mich schließlich nichts an. Noch dazu war ich dank des Hangs meiner WG-Mitbewohnerin und guten Freundin Tanya zu Esoterik einiges gewöhnt, was schräge Einrichtungen anging. Sie liebte jede Art von Dekosteinen, magischen Kristallen und anderen Symbolen. Direkt über unserer Wohnungstür hing zum Beispiel ein Schutzstern, der alles Böse am Betreten unserer WG hindern sollte. Bis jetzt, das musste man fairerweise sagen, funktionierte der Stern prächtig. Wir waren bisher weder ausgeraubt noch entführt worden. Ich war mir sicher, auch ohne Schutzzauber wäre nichts dergleichen passiert, aber Tanya war eben Tanya.

Das hier war allerdings eine andere Nummer. Schutzsterne und Dekosteine mochten ihren Preis haben, hier allerdings handelte es sich ganz gewiss um unbezahlbare Unikate. Über dem Kamin fiel mir ein goldumrahmtes Gemälde einer, ich vermutete, Kirche auf. Die Farben wirkten alt und verblasst, und das Bild extrem teuer. Direkt darunter präsentierte sich ein tönernes Gefäß mit abgeblätterten Deko-Elementen. Auch sicher nicht billig.

Da ich die Woche über jeden Tag würde herkommen müssen, um mit dem Hausherrn zu trainieren, sah ich mich früher oder später eine der unbezahlbaren Vasen zu Boden schicken, die offen herumstanden und als eine Art Kunstschatz präsentiert wurden. Auf Sockeln, wie in einer Ausstellung.

Und wennCallahan& Marcus für solche Fälle nicht versichert waren, würde Tanya mir die Karten legen müssen, denn ich schwamm nicht gerade im Geld. Eine Mingvase könnte ich jedenfalls in diesem und im nächsten Leben nicht ersetzen – und im übernächsten mutmaßlich auch nicht. Galt es als Arbeitsunfall, wenn man eine unersetzliche Antiquität zerstörte? Warum hatte mich Sam nicht vorgewarnt? Dann hätte ich das bei den Chefs erfragen können …

Es blieb mir wohl nur, penibel darauf zu achten, wo ich hintrat und um Himmels willen bloß keinen Sockel versehentlich anzustoßen. Am besten gar nichts erst anzufassen, außer dem Hausherrn. Aus beruflichen Gründen natürlich.

»Sir?«, fragte Miss Anderson und räusperte sich.

Erst da bemerkte ich die hochgewachsene Gestalt am Panoramafenster. Die zurückgezogenen Seidenvorhänge erlaubten einen Ausblick auf den Latourette Park. Der Mann hatte der Haushälterin und mir den Rücken zugewandt. Keine Ahnung wieso, doch es umgab ihn etwas Unnahbares, das ich sofort spürte und was mir einen kleinen Schauer den Rücken runterjagte. W