: Barbara Piebel
: Sebastians Generationenschiff Das Projekt - Teil 1
: myMorawa von Dataform Media GmbH
: 9783991103080
: 1
: CHF 2.60
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: Erzählende Literatur
: German
: 244
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Sebastians Weg schien von Anfang an vorbestimmt. Sein Vater war ein erfolgreicher Geschäftsmann und nun sollte sein Sohn in seine Fußstapfen treten. Doch Sebastian hat andere Pläne für sein Leben, denn sein Traum war es schon immer, das Weltall zu erforschen. Nun setzt er alles daran, seine Idee von einem Generationenschiff zu verwirklichen, um mit seiner Familie diese Welt für immer zu verlassen und gemeinsam mit seiner Crew im Weltall neu zu beginnen. Legt ihm das Leben auch noch so viele Steine in den Weg, er wird seinen Traum nicht aufgeben. Um keinen Preis.

Schon als Schülerin bemerkte ich, dass mir das Schreiben von Geschichten leichtfiel und gleichzeitig entdeckte ich auch das Lesen für mich. Als junge Erwachsene begann ich Liebesgeschichten zu schreiben, die aber nie jemand zu Gesicht bekam, bis mir die Idee für mein erstes veröffentlichtes Buch Two Suns kam. Meine beste Freundin schaffte es schließlich, mich zu überreden, die Geschichte zu veröffentlichen und so fand ich auch den Mut, mit meinen weiteren Geschichten an die Öffentlichkeit zu gehen. Auf die Idee zu Sebastians Generationenschiff kam ich durch eine Wissenschaftliche Sendung. Die Geschichte umfasst mehrere Generationen, weshalb sich jetzt schon einige weitere Teile in meinem Kopf befinden. Zu Schreiben ist für mich ein Weg, mich ganz meiner Fantasie hinzugeben, und trotzdem finden sich in meinen Werken immer wieder Figuren, die aus meinem wirklichen Leben stammen. Ich möchte andere Menschen ebenfalls auf meine Abenteuer mitnehmen, so wie ich in die Welt anderer Bücher reisen durfte, um die Charaktere auf ihrem Weg zu begleiten. Denn was bietet einen besseren Ausgleich, als eine Reise in eine andere Welt?

4. SEBASTIANS RINGEN MIT SEINEM GEWISSEN

Henrik von Herbst meinte auch noch, er wisse, dass er in ein paar Tagen seinen 18. Geburtstag hatte und es ihm deshalb umso schwerer fiel, ihm das zu sagen. Sein Vater und seine Mutter waren bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen. Die beiden waren gerade auf der Rückreise eines gemeinsamen Ski-Urlaubs gewesen und kamen in eine Schlechtwetterfront. Sein Vater, der den Privat-Jet flog, wusste von dem aufkommenden Unwetter, aber da er meinte, er sei ein erfahrener Pilot und da er außerdem am nächsten Tag ein wichtiges Meeting hatte, wollte er den Flug nicht verschieben. Jedoch verlor er die Kontrolle im Schlechtwetter und stürzte über den Alpen ab. Aufgrund des Wetters konnten die beiden erst zwei Tage später geborgen werden. Es wurde jedoch festgestellt, dass sie bereits beim Absturz ums Leben gekommen waren und auch sofortige Rettungsmaßnahmen zu spät gekommen wären.

Nun griff Sebastian wirklich zum Cognac, obwohl er eigentlich so gut wie nie trank. Irgendwie fühlte er sich schuldig, weil er sich von seinen Eltern hatte trennen wollen, aber doch nicht auf so eine Weise!

Henrik von Herbst ließ Sebastian nun ein paar Minuten, um das Ganze sacken zu lassen. Danach entschuldigte sich Henrik bei Sebastian dafür, dass er erst so spät von diesem tragischen Unglück erfuhr, jedoch wollte man ihn nicht beunruhigen, bevor man nicht gewusst hatte, was mit seinen Eltern geschehen war.

Sebastian hörte eingedeicht nur noch Stimmen. Das Gesprochene rauchte an seinen Ohren vorbei, ohne dass ehr wahrnahm, was gesprochen wurde. War er Schuld am Tod seiner Eltern? Hatte er sich nicht vielleicht doch ein bisschen gewünscht, seine Eltern wären nicht mehr da? Dann wäre das Leben ja so viel einfacher für ihn. Hatte er sie vielleicht unbewusst umgebracht, indem er sich wünschte, er wäre frei von ihnen? Von den Vorschriften seines Vaters, wie er sein Leben zu führen