: Inka Loreen Minden
: Verfluchtes Drachenherz Wächterschwingen 3
: Inka Loreen Minden
: 9783963701702
: 1
: CHF 3.60
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: Fantasy
: German
: 510
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine Hexe auf den Spuren einer uralten Verschwörung sucht Hilfe bei einem schlecht gelaunten, sexy Drachenwandler, der ihr unter die Haut geht. Fay: Die Hexe Fay Ravenwood ist seit Jahren auf der Suche nach einem verschollenen Buch, das unbedingt wieder in ihren Besitz gelangen muss. Ihre Visionen führen sie an einen fast vergessenen Ort mitten in England, in dem sie auf den mysteriösen Loan Balour trifft. Er allein könnte ihr helfen, das Buch wiederzufinden! Bloß ist der attraktive Mann definitiv nicht ganz der, für den er sich ausgibt. Zudem versteckt er in seinem Schlosskeller ein mächtiges Wesen, dessen Existenz von vielen für einen Mythos gehalten wird. Ehe Fay versteht, was Loan ihr verheimlicht, stürzt sie kopfüber in ein Abenteuer, das sie ganz und gar nicht vorhergesehen hat. Loan: Seine verfluchte innere Bestie will Fay besitzen, aber Loan kann Hexen nicht ausstehen! Hin- und hergerissen zwischen Sehnsucht und Verachtung beschließt er, die Zusammenarbeit mit Fay einzugehen, um seine eigenen Vorteile daraus zu ziehen. Soll sich sein dunkles Ich doch solange mit ihr vergnügen - denkt er und vergisst: Auch Drachen haben Herzen. Trefft einen verfluchten (und verflucht attraktiven) Drachenwandler, ein putziges Eichhörnchen und altbekannte Gargoyles. Amüsant, spannend und voll heißer Leidenschaft. ca. 510 Seiten   Info: Die Nebenstory von Jamie und Goyle Nick wird hier zu Ende erzählt. Jeder Teil kann jedoch auch für sich gelesen werden. Die Wächterschwingen-Trilogie umfasst die Teile: Herzen aus Stein Dunkle Träume Verfluchtes Drachenherz   Ableger der Serie sind der heiße Fantasyroman 'Engelslust' und die zarte Fantasy Romance 'Beim ersten Sonnenstrahl'

Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Ariana Adaire, Bailey Minx, Lucy Palmer, Mo Davis (Mystery) und Monica Davis (Jugendbuch) schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin. Von ihr sind bereits über 90 Bücher, 17 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie schreibt u.a. für Bastei Lübbe, Blanvalet und Rowohlt. Ihre Titel wurden in mehrere Sprachen übersetzt, zB polnisch, tschechisch, holländisch, spanisch. Auf Englisch sind erhältlich: Hearts of Stone, Nate - Beast Lovers (demnächst), Daniel Taylor - Demon Heart und Caprice. Neben einer spannenden Rahmenhandlung legt sie Wert auf eine niveauvolle Sprache und lebendige Figuren. Romantische Erotik, gepaart mit Liebe und Leidenschaft, ist in fast all ihren Storys zu finden, die an den unterschiedlichsten Schauplätzen spielen. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. Schokolade und Schreiben sind ihre Lebenselixiere, außerdem spielt sie Geige und schaut gerne mit ihrer Familie Filme an.

Kapitel 3 – Über Drachen und Gargoyles


 

Loan schmunzelte. Es machte Spaß, sich mit Fay zu unterhalten, und bot eine willkommene Abwechslung zu seinen Geschäften sowie seiner trostlosen Einsamkeit. Heutzutage glaubte kaum noch ein normaler Mensch an Magie oder dass unter ihnen mystische Geschöpfe wandelten. Die Zeiten hatten sich geändert, die Leute hielten schon den Gedanken daran für ein Märchen, kannten nur noch Hektik, forderten immer mehr technischen Fortschritt, vergaßen alte Sitten, Gebräuche und urheimische Medizin. Die Überbleibsel der überlieferten Legenden dienten bestenfalls als Stoff für Fantasy-Filme oder Bücher, mehr nicht. Doch vielleicht war es besser so …

Weil er Fay sympathisch fand und er nicht wollte, dass ihr Chef sie feuerte, dachte sich Loan einfach eine leicht abgewandelte Story aus. Er erzählte ihr aber nur das, was ohnehin jeder dachte, über Drachen zu wissen.

Natürlich gab es auch Wesen, die unerkannt unter den Menschen lebten und noch immer fundierte Kenntnisse über Drachen besaßen, genau wie Hexen und Magier, die beide Welten kannten.

Wie er sie hasste.

Loan musste aufpassen, nicht selbst den Blick auf die magische Welt zu verlieren. Denn auch wenn er den Fortschritt mit seinen modernen Errungenschaften schätzte und sogar mit ihnen sein Geld vermehrte, musste er seine Feinde im Auge behalten. Das waren im zwanzigsten Jahrhundert keine normalen Menschen mehr, aber immer noch Dämonen und andere finstere Wesen … wie Hexen. Die meisten von ihnen behaupteten, nur weiße, also »gute« Magie zu wirken, wie Heil-, Schutz- und Abwehrzauber. Aber Loan glaubte ihnen kein Wort, auch wenn er im Grunde nur eine einzige Hexe wirklich gekannt hatte oder angenommen hatte, sie zu kennen. Die Enttäuschung und die Wut über ihren Verrat brannten immer noch wie Säure in seinem Herzen, wenn er nur an sie dachte!

Fays brünettes Haar schimmerte in der Sonne leicht rötlich und lenkte seine ganze Aufmerksamkeit wieder auf sie. Sie war viel kleiner als er, besaß eine ansehnliche Figur und ein hübsches Gesicht mit einer süßen Stupsnase, um die sich ein paar feine Sommersprossen verteilten. Er mochte es, wenn sich eine Frau nicht zu stark schminkte, sodass noch etwas von ihrer Natürlichkeit durchschimmerte. Im Grunde wirkte Fay auf den ersten Blick wie viele andere Frauen, dennoch strahlte sie etwas Besonderes aus. Er kam nur nicht darauf, was genau es war. Vielleicht hielten ihn einfach ihre außergewöhnlich schönen Augen in ihrem Bann. Fays Iriden waren zwar nicht zweifarbig wie seine, aber der Grünton kam seinem eigenen ziemlich nah. Noch nie hatte er dieses intensive, dunkle Grün bei einem anderen gesehen.

Ob Fay die Eine sein könnte?

Seine Sehnsucht nach einer Partnerin, die seine einsamen Stunden mit Glück und Frohsinn füllte, wurde von Tag zu Tag stärker. Aber durfte er sich überhaupt eine Gefährtin erwählen, solange dieser bestialische Fluch auf ihm lastete? Er könnte sie in Gefahr bringen!

Nein, nicht direkt er, sondern die verwunschene Bestie in ihm.

Bisher hatte er ohnehin noch keine Partnerin gefunden, die perfekt zu ihm passte und von der er glaubte, dass sie für immer mit einem verfluchten Wesen zusammenleben könnte. Um die optimale Gefährtin zu finden, vergnügte er sich hin und wieder mit einer Frau, die ihm gefiel. Bis jetzt hatte er jedoch jede wieder vergessen lassen, dass sie sich begegnet waren. Auf diese Weise konnten ihm die Ladys nicht zu sehr auf den Pelz rücken, ihn mit Nachrichten bombardieren, Nachforschungen über ihn anstellen oder plötzlich vor seiner Tür aufkreuzen. Er wollte auf die Richtige warten, schließlich stand viel auf dem Spiel. Er war der Letzte seiner Art – glaubte er zumindest, weil er zeit seines Lebens nichts von anderen gehört hatte – und er brauchte die richtige Frau an seiner Seite, um seine Rasse vor dem Aussterben zu bewahren.

Fay gefiel ihm. Vielleicht sollte er sich ein wenig Spaß mit ihr gönnen, um herauszufinden, ob sie zusammenpassten. Das letzte Mal war auch schon viel zu lange her, und so viele Chancen boten sich ihm in dieser Einöde nicht. Fay schien einem bisschen Vergnügen auch nicht abgeneigt zu sein. Er besaß zwar nicht den exorbitanten Geruchssinn manch anderer Geschöpfe, aber seine Nase war dennoch empfindlicher als die eines Menschen, weshalb ihn ihr weiblicher Duft betörte. Aber er musste nichts riechen, um mitzubekommen, dass er die Kleine heißmachte. Loan kannte seine Wirkung auf Frauen.

»Interessiert Sie dieser alte Kram wirklich? Haben Sie nicht Lust, über etwas anderes zu reden?«, wollte er wissen, um das Thema abzuschließen und ihr gleichzeitig die Chance zu geben, etwas Persönliches zu fragen.

Sie zögerte kurz, als würde sie überlegen, bevor sie sagte: »Eine Frage habe ich noch: Sind Drachen wi