: Penelope Ward
: Hate You, Love You
: Lyx
: 9783736314887
: 1
: CHF 6.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 387
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Li be und Hass - zwei Seiten einer Medaille

Als ihre Großmutter stirbt, erbt Amelia ihr Häuschen direkt am Meer - allerdings nur die Hälfte. Sie muss es sich mit Justin teilen, dem Jungen, dem sie mit fünfzehn das Herz gebrochen hat. Und der sie seitdem hasst! Als sie sich nach zehn Jahren das erste Mal wieder gegenüberstehen, ist unter der Abneigung die alte Verbundenheit zu spüren. Doch Justin hat für seinen Urlaub am Atlantik seine Freundin mitgebracht ...

'Wow! Was für eine Geschichte! Süchtig machend und absolut unmöglich, aus der Hand zu legen!'AESTAS BOOK BLOG

Eine prickelnde und gleichzeitig gefühlvolle Liebesgeschichte von Bestseller-Autorin Penelope Ward



<p><strong>Pene ope Ward</strong> ist eine NEW-YORK-TIMES-, USA-TODAY- und WALL-STREET-JOURNAL-Bestselle -Autorin. Sie arbeitete als Nachrichtensprecherin beim Fernsehen, bevor sie zu schreiben begann. Penelope liebt New-Adult-Romane, Kaffee und ihre Freunde und Familie. Sie ist stolze Mutter zweier Kinder und lebt in Rhode Island. Weitere Informationen unter: penelopewardauthor.com</p& t;

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Beinahe hätte mich ein Auto erfasst, als ich nach dem Besuch beim Rechtsanwalt wie benommen über die Straße ging. All die Jahre hatte ich mir wahnsinnig viel Mühe gegeben, nicht an ihn zu denken. Jetzt konnte ich an nichts anderes mehr denken.

Justin.

Oh, mein Gott.

Justin.

Kurze Erinnerungsfetzen an ihn überfluteten mein Gehirn: sein dunkelblondes Haar, sein Lachen, sein Gitarrenspiel, die tiefe Trauer und Enttäuschung in seinen hinreißenden Augen, als ich ihn das letzte Mal sah – vor neun Jahren.

Ich hätte nie damit gerechnet, ihn jemals wiederzusehen – geschweige denn, mit ihm zusammen ein Haus zu besitzen.

Mit Justin Banks zusammenzuleben, kam nicht infrage, nicht einmal einen Sommer lang. Na ja, vermutlich würde sich Justin ohnehin kategorisch weigern, mitmir unter einem Dach zu wohnen. Wie auch immer … Ob es uns nun passte oder nicht, das Strandhaus in Newport gehörte jetzt uns. Nicht mir. Nicht ihm. Uns. Halbe-halbe.

Was zum Teufel hat sich Nana nur dabei gedacht?

Ich wusste natürlich, dass sie ihn sehr gern gehabt hatte, aber dass sie sich ihm gegenüber so großzügig zeigen würde, hätte ich beim besten Willen nicht vorhersagen können. Er war nicht einmal verwandt mit uns, obwohl sie ihn stets als ihren Enkel betrachtet hatte.

Ich holte mein Handy heraus und wählte Tracys Nummer. Als sie dranging, seufzte ich erleichtert auf.

»Wo bist du?«, fragte ich sie.

»East Side. Wieso?«

»Können wir uns treffen? Ich muss dringend mit jemandem reden.«

»Alles in Ordnung mit dir?«

Mein Kopf war wie leer gefegt, doch dann kamen mir auf einmal lauter Erinnerungen an Justin in den Sinn. Meine Brust zog sich zusammen. Er hasste mich. So lange Zeit war ich ihm aus dem Weg gegangen, aber nun musste ich mich ihm stellen.

Tracys Stimme riss mich aus meinen Grübeleien. »Amelia, bist du noch dran?«

»Ja, alles gut. Äh … wo bist du noch mal?«

»Lass uns in dem Falafel-Laden an der Thayer Street treffen. Wir essen etwas, und dabei kannst du mir erzählen, was los ist.«

»Okay. In zehn Minuten bin ich da.«

Tracy war eine recht neue Freundin, deshalb wusste sie nur wenig über meine Kindheit und Jugend. Wir unterrichteten an der gleichen Schule in Providence. Ich hatte mir heute wegen des Termins beim Anwalt meiner Großmutter freigenommen.