1. Zukunftskompetenz – SELBSTkompetenz
Aus dem persönlichen Logbuch
8. August 2015. Leinen los! Unglaublich, dass es tatsächlich wahr wird. Unsere große Reise hat begonnen. Trotz Widerständen. Trotz Ängsten. Trotz Vernunft. Wozu machen Menschen so etwas? Was wollen sie sich beweisen? Ist es eine Sehnsucht? Oder eine Flucht? Sehnsucht nach sich selbst oder auch die Flucht vor sich selbst?
Nachdem ich Jahre in der Wirtschaft zugebracht hatte, wusste ich, dass es dort für solche Fragen kein offenes Ohr gibt. Selbstkompetent ist jemand, der „sich“ durchsetzt und Erfolg hat. Warum sind dann so viele mit diesen Parametern dennoch nicht glücklich? Ist Erfolg falsch definiert? Oder ist man nur unglücklich, weil man sich das fragt?
Fragen über Fragen.
Die Welt – sie liegt nun vor unserem Bug. Und man ist schlicht überfordert ob der vielen Möglichkeiten, wohin es gehen könnte. Wo beginnen?
Da ist die Erkenntnis, dass der Wind die Möglichkeiten einschränkt, fast eine Erleichterung. Segeln ist ein „sich dem Winde fügen“. Wind oder Schicksal – aber man darf kämpfen. Gegen den Wind ankämpfen, um doch noch dort zu landen, wo man hinmöchte. Ist er jedoch zu stark, hat das keinen Sinn. Man muss warten, die Richtung ändern, sonst riskiert man Schiff und Leben.
Geht man auf eine große Segelreise, ist das eine einmalige Gelegenheit, das Leben zu spüren, so wie es ist. Und jeder Kompromiss zeigt sich unmittelbar und ungeschminkt. Ziele werden immer unwichtiger. Der Weg selbst gewinnt an Bedeutung.
Selbsterkundungen in einem wundersamen Garten
von Harald J. Schellander
Höchste Zeit für eine kurze Auszeit. Wieder einmal weg von allem, hin zu mir selbst. Dazu brauche ich eine inspirierende Umgebung, in der ich mit mir selbst klarkommen kann. Mein Ziel ist der wundersame Lebensphasengarten MiraVita in Neumarkt in der Steiermark, den mein Freund Günther Karner gemeinsam mit dem Künstler und Architekten Johannes Matthiessen konzipiert und eigenhändig gestaltet hat.
Der Garten – endlich! Ich betrete ihn durch den Geburtsbogen, von dessen Stufen ein Blick auf die gesamte Anlage möglich ist. Das ganze Leben breitet sich in zwölf Stationen vor mir aus. „Alles Lebendige entwickelt sich und durchläuft dabei typische Phasen. So ist es auch beim Menschen“, beschreibt es Günther Karner. „Schon in der Bibel ist von einem Sieben-Jahre-Zyklus d