Das erste Mal, als Essen in der Menschheitsgeschichte spannend wurde, ist etwa 4,5 Millionen Jahre her. Zu dieser Zeit kam für einen Teil der Menschenaffen der »Obstler« ins Spiel. Zuvor war die Nahrungsaufnahme sehr einfach. All das, was man auf dem Boden, an den Sträuchern und auf den Bäumen fand, wurde gegessen. Wurzeln, Beeren, Früchte. Alles, was unter strenger Begutachtung einer augenscheinlichen Prüfung standhielt, wurde gegessen. Vermutlich auch das eine oder andere Stück Aas, das Raubtiere in der Steppe zurückließen. Erste Versuche im Jagen folgten. Kleinstlebewesen, Insekten, Weichtiere, vielleicht Fische aus Gewässern. Das war’s. Friss oder stirb gleich. Die Natur war roh. Etwas anderes gab es nicht. Gemecker, Befindlichkeiten oder Sätze wie: »Das mag ich nicht!« gab es nicht. Die Menschenaffen hatten nur ein Ziel: den nächsten Tag überleben und den Nachwuchs über die Runden bringen. Die Nährstoffdichte der Lebensmittel war gering. Wurzeln aus der Erde, »Urzeitgemüse«, unreife Beeren und harte Früchte sind je nach Zustand schwer verwertbar. Besonders bei Wurzeln und Blättern verbergen sich die Nährstoffe tief im Inneren der Zellen. Bei stärkereichen Wurzeln, wie sie erst im späteren Paläolithikum verarbeitet und gegessen w