: Sharon MCErlane
: Selbstermächtigung Die Offenbarung des zutiefst Weiblichen
: Neue Erde
: 9783890603414
: Die Lehren der Großmütter
: 1
: CHF 15.30
:
: Spiritualität
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wenn die Weisheit der Großmütter vernommen wird, wird die Welt heilen Sharon McErlane hat viele Jahre als Therapeutin gearbeitet und unmittelbar erfahren, wie sehr unsere männlich dominierte Sicht- und Lebensweise viele Menschen traurig, krank und unglücklich macht. In einer inneren Schau begegnet ihr eines Tages der 'Große Rat der Großmütter', der ihr ein energetisches Gewand schenkt. Anschließend lernt sie schamanisch zu reisen und immer wieder mit den Großmüttern Verbindung aufzunehmen. Dieses Buch erzählt von diesen Reisen und vermittelt die Lehren der Großmütter. Es möchte die Frau wieder in ihre eigene Macht führen, die so ganz anders ist als männliche Macht. Auch die Männer leiden, wenn Yin und Yang nicht im Gleichgewicht sind. Wenn ein Baum nur in den Himmel wächst und die Wurzeln verdorren, weil das Tiefe, Dunkle, Weiche und Feuchte geringgeschätzt wird, dann wird er bald sterben. Was wir heute in unserer Welt erleben, ist die Raserei des Yang, das sich immer mehr erschöpft und die Lebenswelt bedroht. Es ist an den Frauen, das Yin wieder stark zu machen, damit sich der Urgrund des Seins, in dem alles Leben wurzelt, wieder regenerieren kann.

Sharon McErlane war mehr als drei Jahrzehnte Lehrerin und Ehe- und Familienberaterin. Ihre Arbeit konzentriert sich darauf, Klienten und Schülern Techniken zur spirituellen und emotionalen Integration zu vermitteln, die sie auf ihrem Weg durchs Leben begleiten. Sie unterrichtet Schamanisches Reisen und reist durch die Welt, um mit Gruppen zu sprechen und die Botschaft der Großmütter zu verbreiten. Sie ist auch eine versierte Künstlerin und Gärtnerin und hat in ihrem Haus und Garten eine anmutige Umgebung geschaffen, die viele ihrer Schüler als einen heiligen Raum und eine nährende Umgebung für ihre Workshops betrachten. Sie ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann und einem Golden Retriever in Laguna Beach, Kalifornien.

KAPITEL 1


Besuch von den Großmüttern


»Der Große Rat der Großmütter erschien,
um der Frau ihre Selbstgewissheit wiederzugeben.«

Es schien ein normaler Herbsttag zu sein. Ich wollte einen Spaziergang machen. Wieder so ein klarer Septembermorgen; es war früh, gegen sieben Uhr, und ich hatte den Hund dabei. Nun, da die Sommertouristen weg waren, war die Stadt wieder ruhig und friedlich.

Die Stille, die über der Stadt lag, war genauso nachdenklich wie ich. Seit Tagen überlegte ich, wie es mit meinem Leben weitergehen sollte, und als mir dies so durch den Kopf ging, zog der Hund wieder einmal an der Leine und zerrte mich über den Pacific Coast Highway zum Strand. Wir näherten uns dem Fußweg unterhalb der Klippen, als plötzlich eine Gruppe älterer Frauen vor uns auftauchte. Es war ganz seltsam. Sie waren einfach da.

Die Frauen scharten sich um mich und den Hund; dabei sprachen und gestikulierten sie lebhaft, und wie sie so miteinander lachten und sich zulächelten, winkten sie mir, mich zu ihnen zu gesellen. Ihre Stimmen waren um mich; sie riefen sich etwas zu, und kurz vernahm ich Fetzen eines Liedes, das sie sangen. Mit fröhlichem, mädchenhaftem Gelächter umringten sie mich.

Sie waren reizend, freundlich und so glücklich; ich bemerkte sofort ihre hübschen, offenen Gesichter. Aber aus der Nähe sah ich, dass sie Kleider trugen, die aus fernen Zeiten und von fremden Orten stammten. Ich starrte mit offenem Mund und versuchte zu verstehen, was los war, aber eine der Frauen mit langen grauen Haaren betrachtete mich mit einem so einladenden Lächeln, dass ich für einen Moment ihre Seltsamkeit vergaß.

Dann bemerkte ich, dass ich durch siehindurchschaute. Ich konnte die Bäume sehen, den Weg zum Strand und die Wellen des Ozeans, einfach durch ihre Körper hindurch. Ich schüttelte den Kopf, um wieder klar zu sehen, aber sie waren immer noch durchscheinend. Träumte ich?

Ich starrte sie weiter an und merkte, dass ich die Luft vom Meer riechen und das nasse Gras spüren konnte und die Risse des Bürgersteigs unter meinen Sandalen. In dem Moment winkte mir ein Nachbar zu, der jeden Morgen zur gleichen Zeit wie ich spazieren geht, und er sprach mich an, und ganz automatisch antwortete ich. »Oh, mein Gott«, dachte ich. Ich befand mich in zwei Wirklichkeiten. Das war einespirituelle Erfahrung, eine Vision. Ich hatte eine Vision!

Mein Mund wurde trocken, mir brach der Schweiß aus, und schnell versuchte ich, diese alten Frauen loszuwerden. Das muss ein Hirngespinst sein, nicht wahr? Was denn s