: DDr. Elisabeth Manndorff, Hemma Manndorff
: Bewusstsein und Sinnsuche
: myMorawa von Dataform Media GmbH
: 9783990933282
: 1
: CHF 8.70
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: Lebenshilfe, Alltag
: German
: 156
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das menschliche Bewusstsein wird als individueller geistiger Bereich erkannt, der über irdisches Leben hinaus wirkt und über ein ungeahnt weitreichendes Wissen verfügt. Für die Natur- und Geisteswissenschaften ergeben sich dazu gegenwärtig neue Forschungsthemen und Fragen, die nicht zuletzt bei der Begriffsdefinition beginnen: Ist 'Bewusstsein' mit 'Seele' gleichzusetzen? Das irdische Leben überdauernd, überrascht das Bewusstsein bei Ausnahmesituationen wie Nahtoderfahrungen mit erstaunlicher Geistesklarheit und Erkenntniskraft. Ganz augenscheinlich verfügt es auch über Einsichten zum Sinn des Daseins. Es gibt noch einen weiteren bemerkenswerten Faktor: Die wissenschaftlich noch wenig untersuchten Nachtodkontakte sind - wenn überhaupt - nur denkbar durch das weiterexistierende Bewußtsein von Verstorbenen. Das ist ein Aspekt, der umfassende wissenschaftliche Studien einfordert. Somit wird auf interdisziplinärer Ebene das Erkunden von Nachtodkontakten nicht allein für die Medizin und Biologie, sondern auch für die Psychologie, Soziologie sowie Philosophie zu einem umfassenden Forschungsfeld.

DDr. Elisabeth Manndorff (geb. 1948) hat sich schon in frühen Jahren, angeregt durch die Lektüre von Hermann Hesses Roman 'Das Glasperlenspiel', für das I Ging interessiert und beschäftigt sich seit vier Jahrzehnten mit der Vertiefung in die Gedanken dieses alten chinesischen Weisheitsbuches. Über zwanzig Jahre hat sie dazu Vorträge und Seminare gehalten. Die Verbindung zur Sprachphilosophie mit Methoden der Wahrheitssuche im Wort, sowohl bei Ramon Llull als auch bei Gottfried Wilhelm Leibniz, und die Mustersuche zu Erfahrungen der Wirklichkeit bildeten ein Forschungsthema neben dem Studium der Geschichte (Schwerpunkt Mittelalter und christlicher Transkaukasus) sowie Volkskunde (Institut für Europäische Ethnologie) an der Universität Wien.

1. Kapitel: HILFREICHE KONTAKTE

Kurze Erlebnisberichte

„Jeder stirbt aber keiner ist tot“ heißt es in Tibet – der Dalai Lama stellt diese Erkenntnis seinem ‚Weg zum sinnvollen Leben’ voran14.

Nachtodkontakte sind eigentlich natürliche, bekannte Ereignisse. Bei uns wird darüber vor allem deshalb wenig gewußt, weil wir in den Familien das Thema ‚Tod’ als Tabubereich mit Schweigen belegen. In den Schulen wird über das Sterben ebenfalls kaum etwas gesagt.

Somit erfährt man im Allgemeinen wenig über diese besonderen Situationen und hört eher selten etwas über Einzelerlebnisse – wenn überhaupt, dann hinter der vorgehaltenen Hand.

Menschen berichten von ihren Kontakten mit Verstorbenen zurückhaltend und vorsichtig, weil sie zumeist verunsichert sind und nicht wissen, ob ihre Wahrnehmung sie vielleicht getäuscht hat.

Gerlinde F. (76 J.) aus Wien berichtete:

Vor zwei Jahren starb mein Mann und ich lebe nun allein in unserem Haus, da unsere Tochter verheiratet ist und eine eigene Wohnung besitzt. Wegen der leicht zufallenden Türe zwischen einem Korridor und einem Vorraum muß ich sehr achtgeben, daß ich mich nicht selbst aus- und einsperre. So versuche ich stets vorsichtig zu sein und den eigentlichen Wohnraum nur mit dem Schlüssel in der Hand zu verlassen.

Trotzdem g