1. Kapitel: HILFREICHE KONTAKTE
Kurze Erlebnisberichte
„Jeder stirbt aber keiner ist tot“ heißt es in Tibet – der Dalai Lama stellt diese Erkenntnis seinem ‚Weg zum sinnvollen Leben’ voran14.
Nachtodkontakte sind eigentlich natürliche, bekannte Ereignisse. Bei uns wird darüber vor allem deshalb wenig gewußt, weil wir in den Familien das Thema ‚Tod’ als Tabubereich mit Schweigen belegen. In den Schulen wird über das Sterben ebenfalls kaum etwas gesagt.
Somit erfährt man im Allgemeinen wenig über diese besonderen Situationen und hört eher selten etwas über Einzelerlebnisse – wenn überhaupt, dann hinter der vorgehaltenen Hand.
Menschen berichten von ihren Kontakten mit Verstorbenen zurückhaltend und vorsichtig, weil sie zumeist verunsichert sind und nicht wissen, ob ihre Wahrnehmung sie vielleicht getäuscht hat.
Gerlinde F. (76 J.) aus Wien berichtete:
Vor zwei Jahren starb mein Mann und ich lebe nun allein in unserem Haus, da unsere Tochter verheiratet ist und eine eigene Wohnung besitzt. Wegen der leicht zufallenden Türe zwischen einem Korridor und einem Vorraum muß ich sehr achtgeben, daß ich mich nicht selbst aus- und einsperre. So versuche ich stets vorsichtig zu sein und den eigentlichen Wohnraum nur mit dem Schlüssel in der Hand zu verlassen.
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