Wie du dich aus der Angst nimmst
Es ist ein Gefühl, das dir die Luft abschnürt. Es ist ein Gefühl, als hättest du ein schweres Gewicht auf deinem Brustkasten oder einen dicken Kloß im Magen. Wann immer du ein solches Gefühl verspürst, dann handelt es sich wahrscheinlich um Angst. Wir empfinden Angst, verarbeiten die jeweilige Information von außen also sehr schnell, und sichern durch die ebenso schnell erfolgende Handlung unser Überleben. Wir können die Angst in unserer Evolution zurück bis in die Urzeit verfolgen. Der Mensch geriet in Gefahr, musste schnell entscheiden und fliehen, kämpfen oder resignieren. Das sind die archaischen Programme, die uns bis heute überleben ließen. Die Information »Gefahr!« durfte nicht erst über die Vernunft laufen. Bis zur Reaktion hätte es dann viel zu lange gedauert.
Denken wir ohne Vernunft – impulsiv und sozusagen »unvernünftig« –, dann kommuniziert uns unser Körper, dass wir gerade nicht vernünftig denken. Genau dann benötigen wir eine Technik, mit der wir wieder zurück in die Vernunft finden. Wie gelingt das? Mit Fokussierung.
Ich zeige dir, wie du immer dann, wenn du Angst hast, oder bestenfalls noch bevor du noch Angst hast und du spürst, dass sich eine Angst anbahnt, in diese höhere Energie kommst. Du lernst, wie du dich aus der Angst herausnimmst und in deine Vernunft findest.
Die Übung dazu ist ganz einfach und funktioniert auch mit geöffneten Augen. Lies meine Zeilen und folge den Vorstellungen, die ich dir gebe. Du wirst mit geöffneten Augen dissoziieren, was Tagträumen bedeutet.
Übung: Wie du dich aus der Angst nimmst
Stell dir vor, du betrachtest dich von außen, während du dieses Buch liest. Stell dir vor, wie du aussiehst, wie du das Buch in den Händen hältst und wie deine Position, deine Körperhaltung nach außen wirken.
– Du bist hier auf der Erde, steckst in deinen Verstrickungen, in deinen Emotionen.
– Jetzt nimmst du dich aus diesen Verstrickungen und Emotionen heraus. Als dein eigener Beobachter steigst du immer höher.
– Während du weiterliest und du dir von außen beim Lesen zuschaust, schwebst du auf der Höhe der Hausdächer und beobachtest dich aus der