: Sarah Short
: Hekates Erbe Der Schlüssel des Himmels
: Books on Demand
: 9783751910002
: 1
: CHF 4.50
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 572
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Katharin , Milán und Joshua sind der Hölle entronnen, doch sie müssen mit dem begehrten Weltenschlüssel nach Heidelberg zurückkehren. Während Katharina von ihrer Großmutter heimlich zur Geisterjägerin ausgebildet wird, machen sich Joshua, Milán und Gábor mit dem Schlüssel erneut auf nach Frankreich. Sie lassen Katharina in trügerischer Sicherheit zurück, um endlich mehr über die Vorgänge innerhalb der Ghost Hunter Association herauszufinden. Doch die fremden Jäger wollen weit mehr als den Schlüssel. Sie machen weiter Jagd auf Katharina und ihre Familie. Als Gefangene im Pariser Hauptquartier hat Katharina nicht nur einige unerwartete Begegnungen, sie kommt auch der Enthüllung ihrer wahren Identität ein ganzes Stück näher. So sehr sie sich dagegen wehrt, Katharina hat längst eine Reise angetreten, die sie für immer verändert. Bald schon fegen die Reiter der Apokalypse über die Erde und die Zeit arbeitet gegen Katharina und ihre Freunde. Am Ende liegt es bei ihr und dem jüngsten Geisterjäger das Richtige zu tun. Eine falsche Entscheidung - und der Zorn des Himmels wird die Erde für immer vernichten.

Sarah Short wurde am 8. August 1985 in Heidelberg geboren, wo sie die ersten zwanzig Jahre ihres Lebens verbrachte. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie heute in Freiburg im Breisgau. Nach dem Lehramtsstudium in Freiburg und dem Referendariat in Reute machte sie sich neben der Arbeit an verschiedenen Grund-, Werkreal- und Realschulen sowie Kindergärten im Freiburger Raum an das Verfassen ihres ersten Jugendromans. Seither schreibt sie Geschichten, wann immer es die Zeit erlaubt.

1


Als es dämmerte, fuhren wir kollektiv in die Höhe, weil jemand die Schiebetür des Busses aufriss.

Man hatte uns gefunden.

„Was glaubt ihr, was ihr hier tut?“, fragte Papas zornige Stimme.

Ich blinzelte angestrengt und brauchte einen Moment, um klar zu sehen. Mein Vater steckte den Kopf zur hinteren Tür herein und musterte uns mit bösem Blick. Papa, sonst die Gutmütigkeit in Person, zeigte sich mehr als erbost. Ein riesiger, wütender Berg von einem Mann.

„Wo kommst du denn her?“, wollte Joshua verschlafen wissen. Seine kurzen Haare standen nach allen Richtungen ab.

Papa schimpfte: „Aus Heidelberg, woher denn sonst? Ich hab euch die ganze Nacht gesucht, verdammt noch mal! Spinnt ihr eigentlich? Ihr könnt doch nicht einfach abhauen!“

Ich konnte verstehen, dass er nach einer solchen Nacht seinem Zorn Luft machen wollte, aber wir hatten gute Gründe für unser heimliches Fortgehen gehabt. Wir hatten Papa, Oma, Matthias und Irmgard aus der Gefahrenzone entfernt, indem wir mit dem Weltenschlüssel weggegangen waren. Die Vehemenz, mit der man uns verfolgt hatte, zeigte mir, wie richtig diese Entscheidung gewesen war. Und wir besaßen ihn noch immer. Trotzig reckte ich das Kinn und sah meinem Vater herausfordernd in die Augen. Es tat mir weh, dass wir in letzter Zeit selten einer Meinung sein konnten, dass ich irgendwann aufgehört hatte, Papas kleines Mädchen zu sein.

Manchmal vermisste ich das beschauliche Familienleben vor all dem, als ich keinen magischen Schlüssel besesse