2. Innere Vorbereitung
2.1 Freundschaft mit unseren inneren Kritiker*innen schließen
„Nach innen Verbindung, nach außen Verbindung.
Verbindung ist das Wichtigste!“
(Lee Glickstein)6
Eine intensive Vorbereitung kann für einen Vortrag sehr hilfreich sein. Dabei ist die innere Vorbereitung ebenso wichtig wie die Aufbereitung der Inhalte und des Materials. Eine innere Verbindung hilft uns bei der Verbindung mit anderen – sogar unter schwierigen Umständen.
Legen wir den größten Teil unserer Aufmerksamkeit darauf, mit den Teilnehmer*innen eine Verbindung herzustellen, unterstützt uns das nicht nur in der Informationsvermittlung, sondern hilft auch, die Menschen zum Lernen zu inspirieren. Wenn ich das anderen vorschlage, reagieren jedoch einige Menschen ängstlich. Sie könnten sich niemals so sehr auf die Verbindung konzentrieren, weil sie dann vergessen würden, was sie sagen wollten. Ich glaube jedoch, dass wir auf unser Wissen vertrauen können, wenn wir einen Weg finden, uns zu entspannen. In einem entspannten Zustand stehen mir die Informationen, die ich brauche, leichter zur Verfügung als unter Stress. Und ich kann mich darauf verlassen, dass mein Input zum Thema Kommunikation sogar noch klarer wird, wenn ich mich mit anderen verbinde.
Wenn ich mich vorbereite, achte ich auch auf die innere Verbindung. Es ist wichtig,mit den Zuhörer*innen zu sprechen und nichtzu ihnen, denn Lernen geschieht im Rahmen dieser gegenseitigen Verbindung. Um diese Verbindung mit anderen zu erreichen, ist wiederum die innere Verbindung eine große Unterstützung.
Je mehr ich mit den Menschen verbunden bin, mit denen ich rede, desto besser kann ich reale Beispiele nutzen, kann das aufgreifen, was gerade im Moment zwischen uns passiert. Und das wieder erleichtert es den Menschen, zu lernen. Das klappt auch, wenn es gerade mal nicht so geordnet zugeht oder bei Themen, die nicht für alle interessant sind. Diese Momente der Verbindung können zu echten Lernmomenten werden. Verbundenheit hilft Ihnen, das zu vermitteln, was Sie wirklich mitteilen möchten.
Die Vermittlung der GFK ist ein besonderes Unterrichtsthema. Im Unterschied zu vielen anderen Dingen, die Sie lehren können, haben Sie bei der Weitergabe Ihres eigenen GFK-Wissens die Gelegenheit zu lernen, mit sich selbst verbunden zu bleiben, sogar in schwierigen Situationen. Als ich anfing, die GFK weiterzugeben, hatte ich bereits seit vielen Jahren als Trainerin und Beraterin gearbeitet. Bei meiner ersten Einführung in die Grundlagen der GFK fühlte ich mich nervös, aber es war eine riesige Unterstützung, dass ich eine Sprache zur Verfügung hatte, mit der ich meine Gefühle und Bedürfnisse ausdrücken konnte.
Wenn wir selbst präsent sind, kann das auch anderen helfen, präsenter zu sein. Menschen brauchen die Erfahrung von Präsenz, um empathisches Zuhören kennenzulernen – einen wirklich wichtigen Teil der GFK. Wenn es ihnen nur um Informationen geht, können sie genauso gut ein Buch lesen. Wenn wir die GFK vermitteln, haben wir jedoch die Chance, ihnen das, was wir vermitteln wollen, selbst vorzuleben. Etwas so zu lehren ist mehr als reines Erzählen von einer Art und Weise, wie man sich ausdrücken oder zuhören kann.
Mir fällt es leichter, entspannt zu sein, wenn ich davon ausgehe, dass die Menschen an Trainings oder Seminaren teilnehmen, weil sie ihre Zeit freudvoll und sinnvoll verbringen wollen. Es ist deshalb so wichtig, dass die Person, die das Training oder Seminar leitet, sich wohlfühlt. Wenn ich mit dieser Art zu denken in ein Training gehe, fühle ich die Unterstützung des Publikums und bin desha