Zusammenfassung: Im Laufe eines menschlichen Lebens sieht sich die Mehrheit der Menschen mit dem vermeintlich Bösen, mit bösen Mächten oder mit bedrohlichen bzw. bösen Entwicklungen konfrontiert, die sie in die Auseinandersetzung mit der Existenz oder Nichtexistenz des vermeintlich Bösen führen. Sie befassen sich mit vorherrschenden Bildern des Bösen, die sich aus Überlieferungen, eigenen Erfahrungen oder über die mediale Berichterstattung speisen und im (Unter-)Bewusstsein abgespeichert werden. Dort lassen sich diese Bilder aktivieren und münden in Verhaltensmuster, die Menschen u. a. dazu zu verwenden, um das vermeintlich Böse zu erklären, um geeignete Mittel zur Bekämpfung des Bösen zu finden und einzusetzen oder um Erkenntnisse zu dessen Existenz bzw. Nichtexistenz zu gewinnen. Dieser wissenschaftliche Fachartikel bedient sich zur Klärung der Fragestellung ob des das Böse tatsächlich gibt, einzelner Theorien aus der Sozialethik, der Psychologie, der Medizin, des Buddhismus und der Philosophie. Die Diskussion dieser Theorien und die daraus gewonnenen Erkenntnisse führen in der Konsequenz zur Entzauberung eines Mythos und entlarven das vermeintlich Böse als bloßes Gedankenkonstrukt der Menschen. Dabei gibt dieser Fachartikel konkrete Anleitungen für die Auseinandersetzung mit den Gedankenbildern des Bösen und zeigt, durch welche Voraussetzungen das Böse tatsächlich überwunden werden kann und wodurch Menschen diesbezüglich ihre Resilienzfähigkeit steigern können.
Dr. phil. Frank Reinecke / 1989 Bäckermeister / 1991 Betriebswirt des Handwerks / 2007 Dipl.-Sozialwirt / 2013 Promotion Fakultät Bildung Leuphana Universität Lüneburg / 2014 zertifizierter Coach / 2015 zertifizierter Mediator |