: M. S. GLASER
: Grafen, Täuscher und Wachsfiguren
: Books on Demand
: 9783749477609
: 1
: CHF 2.50
:
: Spannung
: German
: 244
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Frühling 1969. Der für seine zwielichtigen Unternehmen berüchtigte Jack Sentence wird von einem anonymen Auftraggeber in einen Hinterhalt gelockt. Nur knapp entgeht er dem heimtückischen Mordanschlag. Bevor er sich auf die gefährliche Jagd nach Schmerzensgeld macht, sucht er den Ex-Geheimagenten Quint auf und bittet ihn um Unterstützung. Der aber schliesst zunächst eine weitere Zusammenarbeit aufgrund seiner schlechten Erfahrungen kategorisch aus. Doch als es Anzeichen dafür gibt, dass Sentence erneut in eine Falle geraten ist und möglicherweise verschleppt wurde, wird Quint aktiv. Zusammen mit Ingrid Sommer nimmt er die Spur ihres gemeinsamen Bekannten auf, die sie zum Schloss des Grafen Blauenfels führt. Schnell wird klar, dass sie es mit skrupellosen Gegnern zu tun haben - und dass so manches nicht ist, wonach es auf den ersten Blick aussieht.

M. S. GLASER lebt in der Ostschweiz. Aufgewachsen in unmittelbarer Nähe einer bis fast zur Jahrtausendwende streng geheimen unterirdischen Militäranlage aus dem Zweiten Weltkrieg, wurde schon früh sein Interesse für Spionageabwehr und Geheimdienste geweckt. Nach «Spione, Soldaten und Verräter» und «Halunken, Türme und Justitia» ist dies sein dritter Roman mit dem (Ex-)Geheimagenten Quint.

1. Kapitel


Zwei Wochen später. Mit brennenden Augen starrte Jack Sentence durch die Windschutzscheibe seines Wagens, dessen Scheibenwischer vergeblich gegen den sintflutartigen Regen ankämpften. Die immer wieder unvermittelt auftretenden seitlichen Angriffe der Windböen zwangen ihn zu Lenkkorrekturen, die auf der nassen Fahrbahn nicht ganz ungefährlich waren, zumal der Sturm auch belaubte Zweige und kleinere Äste auf die Landstrasse schleuderte.

Seit mehr als einer Stunde folgte er nun schon in gebührendem Abstand dem gepanzerten Fahrzeug eines privaten Sicherheitsunternehmens, und zwar genau so, wie es sein Auftraggeber verlangte: Nur gerade so dicht dahinter, wie unbedingt erforderlich, um es nicht aus den Augen zu verlieren und den Zielort in Erfahrung zu bringen. Bei den augenblicklich herrschenden miserablen Sichtverhältnissen war das allerdings schon ziemlich nahe.

Da er permanent knapp bei Kasse war und sich auch die Handvoll Silbermünzen, die bei einem gewagten Unternehmen mit Quint für ihn abgefallen war, nicht allzu lange in seinem Besitz befunden hatte, kam ihm dieser Auftrag gerade recht. Viel brachte die Sache zwar nicht ein, aber es war wenigstens leicht verdientes Geld.

Dass er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Funktion eines Kundschafters für einen Raubüberfall auf einen Geldtransport übernommen hatte, störte ihn nicht gross, da er ja keinesfalls dabei mitmachen würde. Das war viel zu riskant und verstiess ausserdem gegen seine Prinzipien. Wie leicht konnte es dabei Tote geben, und er wollte weder sterben noch etwas mit Mord zu tun haben. Aber vielleicht ergab sich ja später irgendwie die Möglichkei