1. Kapitel
Zwei Wochen später. Mit brennenden Augen starrte Jack Sentence durch die Windschutzscheibe seines Wagens, dessen Scheibenwischer vergeblich gegen den sintflutartigen Regen ankämpften. Die immer wieder unvermittelt auftretenden seitlichen Angriffe der Windböen zwangen ihn zu Lenkkorrekturen, die auf der nassen Fahrbahn nicht ganz ungefährlich waren, zumal der Sturm auch belaubte Zweige und kleinere Äste auf die Landstrasse schleuderte.
Seit mehr als einer Stunde folgte er nun schon in gebührendem Abstand dem gepanzerten Fahrzeug eines privaten Sicherheitsunternehmens, und zwar genau so, wie es sein Auftraggeber verlangte: Nur gerade so dicht dahinter, wie unbedingt erforderlich, um es nicht aus den Augen zu verlieren und den Zielort in Erfahrung zu bringen. Bei den augenblicklich herrschenden miserablen Sichtverhältnissen war das allerdings schon ziemlich nahe.
Da er permanent knapp bei Kasse war und sich auch die Handvoll Silbermünzen, die bei einem gewagten Unternehmen mit Quint für ihn abgefallen war, nicht allzu lange in seinem Besitz befunden hatte, kam ihm dieser Auftrag gerade recht. Viel brachte die Sache zwar nicht ein, aber es war wenigstens leicht verdientes Geld.
Dass er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Funktion eines Kundschafters für einen Raubüberfall auf einen Geldtransport übernommen hatte, störte ihn nicht gross, da er ja keinesfalls dabei mitmachen würde. Das war viel zu riskant und verstiess ausserdem gegen seine Prinzipien. Wie leicht konnte es dabei Tote geben, und er wollte weder sterben noch etwas mit Mord zu tun haben. Aber vielleicht ergab sich ja später irgendwie die Möglichkei