: Karin Stockert
: Allergieprävention Moderne Strategien der Allergieforschung im Dialog mit der TCM
: Springer-Verlag
: 9783662581407
: 1
: CHF 79.90
:
: Ganzheitsmedizin
: German
: 406
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

In naher Zukunft wird die Hälfte der Menschheit an Allergien leiden. Dieses Buch präsentiert  präventive Strategien unter Berücksichtigung aktueller Mikrobiom-Forschung und der bisher noch wenig diskutierten Rolle der Lipidmediatoren. Diese beiden Wunderwerke der Evolution werden durch die weltweit reduzierte Biodiversität und veränderte Lebensbedingungen sowie durch frühe und häufige Gabe von Antibiotika und nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) dauerhaft gestört.

Rezidivier nde 'banale' Infekte können bei Prädisponierten die Sensibilisierung erleichtern und bei Allergikern zu akuten Exazerbationen mit Etagenwechsel und Fortschreiten des 'allergischen Marsches' führen. Daher spannt die Autorin einen Bogen über 2000 Jahre - zwischen aktuellster Grundlagenforschung des 21. Jahrhunderts und der Weisheit des Klassikers der TCM 'Sh?nghán zábìng lùn'. Sie bringt dabei zum Vorschein, dass die heutige Allergieforschung die Stärkung der Selbstheilungsmechanismen ebenso fokussiert, wie es die klassische chinesische Medizin seit jeher tut. Dieses Buch will zu vernetztem Denken motivieren und zu gemeinsamer Forschung anregen, um genau jene Lücke bei der Behandlung des akuten Infekts zu schließen, für die die heutige Allergieforschung so dringend eine wirksame Therapiemöglichkeit sucht.




Dr. Karin Stockert, Ärztin für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt TCM, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur, Wien
Geleitwort6
Vorwort8
Danksagung10
Inhaltsverzeichnis11
Abkürzungen15
Über die Autorin19
1: Einleitung20
2: Die allergische „Epidemie“25
2.1 Die erste Welle: Heuschnupfen: ab 187027
2.2 Die zweite Welle: Asthma ab 196028
2.3 Die dritte Welle: Nahrungsmittelallergien: ab 199533
Literatur34
3: Allgemeine Grundlagen und Neuigkeiten der Allergologie36
3.1 Mechanismus der allergischen Sensibilisierung37
3.2 Manifestation39
3.2.1 Am Beispiel Asthma39
3.2.2 Am Beispiel allergische Rhinitis40
3.3 Neu entdeckte Interleukine: IL-33, TSLP, IL-2541
3.4 Neues über T-Zellen42
3.4.1 Th1-Zelle42
3.4.2 Th2-Zelle42
3.4.3 Th17-Zelle43
3.4.4 Treg (T-regulatorische) Zelle44
3.4.4.1 Thymus-abstammende T-regulatorische Zelle (tTreg) oder nTreg(natürlicheTreg)44
3.4.4.2 Periphere T-regulatorische Zelle (pTreg) oder iTreg (induzierte Treg)44
3.5 Innate lymphoid cells (ILC)46
3.5.1 ILC1-Zellen46
3.5.2 ILC2-Zellen46
3.5.3 ILC3-Zellen47
3.6 Haben Th2-Antworten auch einen positiven Sinn?47
3.7 Endotypen/Phänotypen bei allergischen Erkrankungen50
3.7.1 Th2-hohes Asthma52
3.7.1.1 Eosinophiles allergisches Asthma52
3.7.1.2 Late-onset-Asthma: besonders Männer:53
3.7.1.3 Aspirin-exazerbiertes Asthma (AERD)54
3.7.2 Th2-niedriges Asthma55
3.7.2.1 Neutrophiles Asthma56
3.7.2.2 Adipositas-assoziiertes Asthma58
3.7.2.3 Paucigranulozytäres Asthma59
Literatur59
4: Allergie, Mikrobiom und weitere epigenetische Faktoren63
4.1 Das Mikrobiom des Darms65
4.1.1 Außen–Innen: Wie die Darmflora das Immunsystem kontrolliert72
4.1.1.1 Der Th2-lastige Start ins Leben74
4.1.1.2 Persistierende Th2-Ausrichtung als Ergebnis von mangelnder Gegensteuerung durch die Darmflora?75
4.1.2 Innen–Außen: Wie das Immunsystem das Mikrobiom kontrolliert76
4.2 Das Mikrobiom der Atemwege76
4.3 Pränatale Einflüsse79
4.4 Geburtsvorgang81
4.5 Hospitalisierung und Gestationsalter81
4.6 Lebensumgebung82
4.7 Hygiene84
4.8 Haustiere85
4.9 Das Mikrobiom der Haut, Waschverhalten, Hauttrockenheit und Hautschutzmaßnahmen zur Verbesserung der Hautbarriere86
4.10 Vitamin D89
4.11 Effekte der Ernährung auf die Entwicklung oraler Toleranz89
4.11.1 Säuglingsalter89
4.11.1.1 Stillen90
4.11.1.2 Präbiotika und Synbiotika92
4.11.1.3 Interaktion zwischen Nahrungsaufbau und Mikrobiom92
4.11.1.4 Probiotika94
4.11.2 Wie sollen Kinder im ersten Lebensjahr ernährt werden?95
4.11.3 Kindheit97
4.11.3.1 Wirkung der SCFAs auf die Mukosabarriere97
4.11.3.2 Wirkung der SCFAs auf die Hämatopoese und Th2-Antworten98
4.11.3.3 Wirkung der SCFAs auf die Mastzellen98
4.11.3.4 Wirkung der SCFAs auf die ILC2-Zellen98
4.11.3.5 Wirkung der SCFAs auf die Nahrungsmittelallergie98
4.11.3.6 Wirkung der SCFAs auf IgA100
4.12 Ballaststoffe101
4.13 Omega-3-Fettsäuren102
4.14 AGEs (advanced glycation endproducts)103
4.14.1 Exogene Glykierung (auch Glykation)103
4.14.2 Endogene Glykierung103
4.15 Mütterliches Rauchen107
4.16 Magensäure-Blocker107
4.17 Effekt von Antibiotika in den ersten Lebensjahren108
4.17.1 Guidelines: Advices for High Value Care zum Antibiotikaeinsatz bei Infekten (Harris et al. 2016)114
4.17.1.1 Die banale Erkältung115
4.17.1.2 Banale Halsschmerzen – Pharyngotonsillitis115
4.17.1.3 Akute Rhinosinusitis117
4.17.1.4 Akute unkomplizierte Bronchitis118
4.17.1.5 Otitis media118
4.17.2 Nachteile der antibiotischen Therapie und mögliche Schäden120
4.18 Einfluss von Antipyretika auf die Entwicklung von Allergien122
4.18.1 Paracetamol122
4.18.2 Ibuprofen123
Literatur125
5: Allergie und der respiratorische Infekt135
5.1 Virale respiratorische Infekte136
5.1.1 Frühe respiratorische Infekte im Kindesalter und die Entstehung von Asthma136
5.1.2 RSV (Respiratory Syncytial-Viren)141
5.1.3 HRV (Humane Rhinoviren)142
5.1.4 Angeborene Immunantworten auf Rhinoviren144
5.1.4.1 Neutrophile Granulozyten144
5.1.4.2 Makrophagen146
5.1.4.3 Eosinophile Granulozyten148
5.1.5 Adaptive Immunantworten auf Rhinoviren150