: Anna Sara Lahr
: Diversität als Potential Eine Neuperspektivierung des frühesten Minnesangs
: Universitätsverlag Winter
: 9783825379094
: 1
: CHF 60.30
:
: "Deutsche Sprachwissenschaft; Deutschsprachige Literaturwissen- schaft"
: German
: 462
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Die frühesten Zeugnisse des Minnesangs stehen innerhalb der Minnesang-Philologie seit jeher weniger im Fokus als die Strophen der Hohen Minne und der späteren Phasen; vielmehr gelten jene frühen Lieder, vermutlich entstanden ab der Mitte des 12. Jahrhunderts, eher als eine Art Vorstufe, weniger ausdifferenziert und nuancenreich. Demgegenüber versucht die vorliegende Arbeit, die frühesten Strophen aus der Fluchtlinie des hohen Sangs herauszurücken und sie mittels der bereits verschiedentlich festgestellten 'Vielfältigkeit', ihrer Diversität, beschreibbar zu machen als neuartigen Ausdruck einer personalen, weltlichen Minne, die sich hier in einer neuen Literaturgattung konstituiert und allererst selbst 'erfindet'. Dieser Versuch der Neuperspektivierung erfolgt dabei über eine genaue Textanalyse, die sich anhand der Parameter Gender, Emotion, Raum/Zeit/Natur sowie Fiktionalität entfaltet und so einen Vorschlag zu einer differenzierteren Beurteilung der Anfänge des Minnesangs macht.
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Umschlag1
Titel4
Impressum5
Vorwort6
Inhaltsverzeichnis8
1. Einleitung12
1.1. Problemaufriss12
1.2. Zugriffsweisen und Methoden18
2. Forschungsu?berblick22
2.1. Herkunftstheorien??????????????????????????????????????????????????????????22
2.1.1. ›Einheimische‹ Wurzeln des Minnesangs??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????24
2.1.2. Französische Vorbilder????????????????????????????????????????????????????????????????????????30
2.1.3. Antike und mittellateinische Einflüsse????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????38
2.1.4. Sozial- und mentalitätsgeschichtliche Ansätze??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????41
2.1.5. Zwischenfazit und Ausblick48
2.2. Weiterfu?hrende Ansätze zum fru?hesten Minnesang50
2.2.1. ›Vielfalt‹ als Beschreibungskategorie??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????50
2.2.2. Drei Beispiele der Annäherung an den frühesten Minnesang??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????54
a) Kasten: Frauendienst bei Trobadors und Minnesängern54
b) Hensel: Vom fru?hen Minnesang zur Lyrik der Hohen Minne58
c) Braun: Spiel – Kunst – Autonomie61
2.2.3. Abschließende Überlegungen64
3. Autoren und Texte der Fru?hphase68
3.1. Eingrenzung des Untersuchungsfeldes68
3.2. Die Autoren78
3.2.1. Das Autor-Konzept – ein Auslaufmodell?78
3.2.2. Biographisches: Auf der Suche nach ›Realitätssplittern‹83
a) Der von Ku?renberg84
b) Der Burggraf von Regensburg87
c) Der Burggraf von Rietenburg89
d) Meinloh von Sevelingen91
e) Dietmar von Aist92
3.2.3. Zwischenfazit??????????????????????????????????????????????????????94
3.3. ›Literaturhöfe‹ und literarischer Austausch95
3.4. ›Donauländischer‹ Minnesang?102
3.5. Überlieferungslage????????????????????????????????????????????????????????????103
3.5.1. Die Handschriften??????????????????????????????????????????????????????????????103
3.5.2. Die Texte: Einzel- und Parallelu?berlieferung109
3.5.3. Zum Umgang mit Zuschreibungsdifferenzen und Textvarianz121
a) ›Echter‹ oder ›unechter‹ Text?121
b) Verschiedene ›Fassungen‹125
3.6. Fazit129
4. Formale Gestaltung134
4.1. Metrisierung und Strophengestaltung – Probleme und Möglichkeiten134
4.1.1. Taktzahl und Versfu?llung138
4.1.2. Kadenzgestaltung141
4.1.3. Reim146
4.1.4. Strophenform149
a) Paargereimte Langzeilenstrophen151
b) Paargereimte Lang- und Kurzzeilenstrophen152
c) Paargereimte Kurzzeilenstrophen154
d) Kanzonenstrophen155
4.1.5. Satzstrukturen159
4.2. Ein- und Mehrstrophigkeit160
4.2.1. Wechsel161
4.2.2. Liedhafte Einheiten166
4.3. Fazit175
5. Genderaspekte178
5.1. Gender-Theorien und mediävistische Literaturwissenschaft178
5.1.1. Theoretische Einfu?hrung178
5.1.2. Gender-Konstruktionen im fru?hesten Minnesang184
5.2. Rollenverteilung zwischen ›Mann‹ und ›Frau‹191
5.2.1. Sehnsucht, Klage, Leid191
5.2.2. Ursachen des Liebesleids192
5.2.3. Werbung und Dienst203
5.2.4. Lobpreis des Partners207
5.2.5. Adressat des Sprechens210
5.2.6. Lehrhaftes Sprechen212
5.2.7. Aktives und passives Verhalten214
5.2.8. Dominanz217
5.2.9. Erotisiertes Sprechen??????????????????????????????????????????????????????????????????????227
5.2.10. Formale Beobachtungen????????????????????????????????????????????????????????????????????????230
5.3. Zwischenfazit: Mannes- und Frauenrede233
5.4. Die unmarkierte Sprecherinstanz: ›Androgyne‹ Strophen236
5.5. Fazit257
6. Emotionen260
6.1. Grundlagen der Emotionsforschung260
6.1.1. Der Emotionsbegriff??????????????????????????????????????????????????????????????????260
6.1.2. Definition der Emotionen????????????????????????????????????????????????????????????????????????????262
6.2. Emotionsforschung in mediävistischer Literaturwissenschaft????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????265
6.3. Emotionsdarstellung im frühesten Minnesang????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????272
6.3.1. Phänomenologie der Emotionen im frühesten Minnesang????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????274
a) Leid