: Arno Strobel
: SPY (Band 3) - Operation Himalaya Agenten-Buch für Jungen und Mädchen ab 12 Jahre
: Loewe Verlag
: 9783732014316
: SPY
: 2
: CHF 8.00
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 320
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Hochspannung 4000 Meter über dem Meer Endlich ein offizieller Auftrag: In Kathmandu stößt Nick zu einer international besetzten Truppe von Junior-Agenten. Sie sollen die 15. Reinkarnation des Dalai Lama während seiner ersten Reise begleiten. Keine leichte Aufgabe, denn das neue Oberhaupt der Tibeter ist erst dreizehn Jahre alt, und es gibt genug Regierungen, die den Jungen gerne auf ihre Seite ziehen wollen. Bei seinem dritten Abenteuer macht SPY nicht nur die dünne Luft in 4000 Metern Höhe zu schaffen. Denn da ist noch diese hübsche Kollegin vom Mossad, mit der Carol gar nicht klarkommt ... Im neuen Teil der Abenteuer-Reihe schickt Bestsellerautor Arno Strobel zusammen mit Nina Scheweling Nick zu seinem ersten offiziellen Auftrag in das Himalaya-Gebirge. Ein turboschnelles, actionreiches Abenteuer und ideales Lesefutter für Jungen und Mädchen.

Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, wagte sich mit 40 Jahren an seinen ersten Roman. Seit 2010 schreibt er Psychothriller für Erwachsene, die regelmäßig in den Bestsellerlisten vertreten sind, und gehört zu den gefragtesten deutschen Thrillerautoren.

KAPITEL 1

»Ich bin echt mal gespannt, warum Faber uns nach Muscat geschickt hat.« Nick ließ den Kopf gegen die Rückenlehne sinken und blickte aus dem Fenster, wo nichts zu sehen war außer dem zuckenden Blinklicht des Flugzeugs, das in kurzen Abständen für den Bruchteil einer Sekunde die Dunkelheit durchbrach. Am Horizont dahinter zeichnete sich der herannahende Morgen als gelblicher Streifen ab.

Er wandte sich wieder Carol zu. »Warst du schon mal dort?«

Seine zwei Jahre ältere Mitschülerin und beste Freundin schüttelte den Kopf. »Nein, im Oman war ich auch noch nicht. Aber wir werden uns wohl an Einsätze auf der ganzen Welt gewöhnen müssen.«

»Dem kann ich nur zustimmen«, kommentierte Bruno aus dem winzigen Lautsprecher, den man Nick gleich am Anfang seiner Spezialausbildung unter die Haut hinter dem rechten Ohr implantiert hatte.

Bruno war einComputer Based Personal Interface, kurzCBPI, ausgestattet mit einer geradezu unglaublich ausgereiften künstlichen Intelligenz, das in einem hauchdünnen Band um Nicks Handgelenk untergebracht und direkt mit seinem Nervensystem verbunden war.

»Hätte mich auch gewundert, wenn du etwas unkommentiert gelassen hättest«, murmelte Nick.

Carol wusste, wem das galt, und grinste.

»Selbstverständlich«, entgegnete Bruno und sprudelte sofort los. »Es gehört schließlich zu meinen Aufgaben, dich als angehenden Sonderermittler des BND mit meiner Meinung und Einschätzung der Lage dahingehend zu unterstützen, dass ich stets …«

»Bruno?«

»Ja, bitte?«

»Klappe!«

Eine Stewardess erschien neben Carols Sitzplatz und lächelte ihnen entgegen. »Wir werden in Kürze mit dem Landeanflug auf Muscat beginnen und dort in etwa einer halben Stunde landen. Kann ich noch etwas für Sie tun?«

»Nein, danke«, entgegnete Carol, und auch Nick winkte ab. In den vergangenen sechs Stunden waren sie so ausgiebig mit leckerem Essen und Getränken versorgt worden, dass er nichts mehr herunterbekam. Natürlich waren für sie Plätze in der Economyclass gebucht worden, doch Carol hatte sich über ihr CBPI kurz vor dem Start in den Computer der Fluggesellschaft eingeloggt und mit wenigen Klicks dafür gesorgt, dass zwei der noch freien Plätze in der First Class auf ihren Namen reserviert wurden. Ob die Plätze nun frei blieben oder ob sie beide darauf säßen, mache ja schließlich keinen großen Unterschied, hatte sie gemeint. Nick sah das ebenso und genoss seinen ersten First-Class-Flug. Auch wenn sie nicht wussten, was sie an dem exotischen Ort erwarten würde, zu dem sie unterwegs waren.

Als die Maschine sich eine knappe halbe Stunde später in eine letzte Kurve legte, tasteten die ersten Strahlen der bald aufgehenden Sonne über die nur noch wenige Hundert Meter unter ihnen liegende Wüstenlandschaft aus gelb-braunen Hügeln.

Kurz darauf wurden die Gebäude und Hallen des Flughafens sichtbar und Nick stieß ein verwundertes »Wow!« aus.

»Was ist?« Carol beugte sich zu ihm hinüber.

»Sieht ja ziemlich modern aus da unten. Das hätte ich nicht erwartet.«

Carol zuckte mit den Schultern. »Warum denn nicht?«

Nick stellte fest, dass er das selbst nicht wusste. Vielleicht hatte er wegen der ausgedehnten, öden Wüstenlandschaft nur einen kleinen Provinzflughafen mit Holzbaracken erwartet.

Die freundliche Stewardess tau