: Rositta Beck
: Home-Office Erfolgreich von zu Hause arbeiten
: Junfermann Verlag
: 9783955719142
: 1
: CHF 21.70
:
: Lebensführung, Persönliche Entwicklung
: German
: 160
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
So wird das Arbeiten im Home-Office zum Erfolgsmodell Die Arbeitswelt wird immer flexibler und damit kommt dem Thema Home-Office wachsende Bedeutung zu. Dieses Buch hilft bei der Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen auf beiden Seiten: Führungskräfte erfahren alles Wesentliche zu gesetzlichen Regelungen, zur Vermeidung von Fehlern bei den nötigen Betriebsvereinbarungen und zu neuen Modellen der Führung, die nicht mehr auf Präsenz beruhen. Für Mitarbeitende bietet das Buch wertvolle Praxistipps zur Selbstorganisation. Es legt dar, wie man auch dezentral Teilhabe an Teamprozessen haben kann und was das Home-Office für das soziale Umfeld zu Hause bedeutet. Rositta Beck hat zahlreiche Betriebe und Angestellte in der Umsetzung von Home-Office-Modellen begleitet. Ihr Buch vermittelt anhand vieler Beispiele, wie Unternehmen und Mitarbeitende herausfinden, ob Formen mobilen Arbeitens für sie geeignet sind und was geregelt werden muss, damit die Arbeit für beide Seiten effizient und erfolgreich gelingt. Themen u.a.: - Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen sind einzuhalten? - Welche Änderungen kommen auf Führungskräfte zu und was bedeutet Home-Office für Mitarbeitende und ihre Familienangehörigen? - Beispiele erfolgreicher Einführungen für Home-Office. - Finden Sie heraus, ob Sie der Typ für die neue Arbeitsform sind. - So lösen Sie Probleme an der Schnittstelle zwischen Arbeit und Privatleben. »Das Buch Home-Office macht Mut und Lust auf neue Beschäftigungsmöglichkeiten in der digitalen Arbeitswelt von morgen.« - Prof. Dr. Horst Opaschowski, Wiss. Leiter des Opaschowski-Instituts für Zukunftsforschung (O.I.Z)

Rositta Beck spezialisiert sich mit ihrem Beratungs- und Weiterbildungsunternehmen auf Effizienz in der Büro- und Arbeitsorganisation. Seit 1999 zählen neben der Vor-Ort-Beratung auch Seminare, Arbeitsplatz-Coachings, Webinare, Onlineprogramme und Vorträge zum Angebot, gewürzt mit einer Prise Humor. www.denkvorgang.com

2. Chancen und Risiken aus verschiedenen Perspektiven


Abbildung 1: Umgebungsfaktoren der Arbeit

Mein Vater startete sein Elektrohandwerksunternehmen vom Home-Office aus. Schon als Kind und später auch in meinen Beratungen, Workshops und Inhouse-Seminaren habe ich die Herausforderungen von allen Seiten kennengelernt: die der Arbeitgeber, die der Beschäftigten und auch deren Lieblingsmenschen. Das Arbeiten im Home-Office vorzubereiten und durchzuführen ist ein Prozess. Es wird immer wieder überanspruchsvolle Beschäftigte mit Begehrlichkeiten geben, ebenso wie Führungskräfte mit Statusdenken und fehlendem Vertrauen in die Mitarbeitenden oder auch Lieblingsmenschen, die den Schreibtisch alsbald wieder aus ihrem Wohnbereich verwünschen.

2.1 Aufwand und Nutzen für den Arbeitgeber – rechnet sich das?


Die größten Anstrengungen beim Einführen von Home-Office unternimmt der Arbeitgeber. Mit dieser unternehmerischen Entscheidung entspricht er Mitarbeitenden, die täglich lange, stauanfällige An- und Abreisezeiten auf sich nehmen. Mit Home-Office entfallen Verschleiß- sowie Benzinkosten und Fahrtzeiten für Mitarbeitende. Das ist auch für entfernt wohnende, noch zu rekrutierende Mitarbeitende interessant. Die Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort ist mit Home-Office kein Ausschlusskriterium mehr. Arbeitgeber strahlen dabei eine attraktive Firmenkultur aus, die neben der Flexibilität zum Arbeitsort auch die Arbeitszeit gestaltbar hält. Das spricht nicht zuletzt für ein hohes Vertrauen in die Beschäftigten. Sie erhalten geeignete Arbeitsmittel und die entsprechende technologische Ausstattung. Damit bietet der Arbeitgeber Anreize für neue Mitarbeitende, wobei gleichzeitig auch die Zufriedenheit für bestehende Mitarbeitende wächst. Mit Home-Office eröffnet sich also ein größerer Einzugsbereich neuer Mitarbeitender für Unternehmen.

Mit dem Arbeiten von zu Hause bleiben Know-how im Unternehmen und Mitarbeitende beschäftigungsfähig. Ja, Mitarbeitende bleiben dem Unternehmen selbst während Erziehungszeiten als Teilzeitkräfte erhalten. Sie wären sonst zeitweise ausgeschieden, da eine Teilzeittätigkeit aufgrund der Fahrtzeit oft nicht infrage kommt. Arbeitsausfälle wegen Arztterminen, Handwerkern oder kranken Kindern werden reduziert. Das Image eines familienfreundlichen Unternehmens steigt.

Je nachdem, ob die Arbeitszeit im Home-Office von allgemeinen Öffnungszeiten abgekoppelt werden kann, verbessert dies auch das Kundenerlebnis im Hinblick auf längere Erreichbarkeit und kürzere Durchlaufzeiten der Aufträge.

Sind als Folge von Home-Office nicht jeden Tag alle Beschäftigten am Unternehmensstandort, lassen sich dadurch auch Raumflächen und damit Kosten (Miete, Möbel, Reinigung …) einsparen. Büroarbeitsplätze in der Zentrale könnten nonterritorial, also nach dem Desksharing-Prinzip mehrfach genutzt werden. Demgegenüber stehen die zusätzlichen Kosten für das Einrichten eines Telearbeitsplatzes mit entsprechenden Investitionen in die IT-Infrastruktur, die bereitgestellt werden muss.

Mit Home-Office als Arbeitsform und der damit verbundenen Digitalisierung können Arbeitsqualität und Produktivität verbessert werden, denn die Mitarbeitenden erleben sich in einer höheren Selbstverantwortung beim Gestalten ihrer Arbeitsabläufe. Sie sind weniger Unterbrechungen ausgesetzt, erreichen eine höhere Arbeits- und Ergebniszufriedenheit, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und individueller Lebensführung. Das beeinflusst die Mitarbeitermotivation positiv. Nach einer Stanford-Studie3 melden sich die zu Hause Arbeitenden weniger oft krank. Diese Faktoren erhalten und steigern die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Doch es gibt auch Schattenseiten für die Arbeitgeber. Sie müssen eine Vielfalt rechtlicher Auflagen erfüllen. Neben den Risiken und Auflagen rund um den Datenschutz zählen Betriebs- oder Dienst- und Einzelvereinbarungen dazu. Viele Anfängerfehler lauern in der zu erstellenden Betriebsvereinbarung. Können Sie sich vorstellen, welche Begehrlichkeiten hier entstehen können? Einer meiner Kunden ermöglichte Home-Office ausschließlich Mitarbeitenden mit pfl