: Friedhelm Schneidewind, Bernhard Hennen (Epilog)
: Das magische Tor im Kaukasus Karl Mays Magischer Orient, Band 8
: Karl-May-Verlag
: 9783780214089
: 1
: CHF 12.40
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: Erzählende Literatur
: German
: 480
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Bevor Kara Ben Nemsi von den Haddedihn aus wieder nach Hause reisen kann, wird er von Marah Durimeh in den Kaukasus gerufen, wo böse Mächte durch einen geöffneten Dimensionsriss in die magische Anderswelt eindringen und damit auch unsere Welt gefährden. In der Einsamkeit der georgischen Berge hat sich auch Karas alter Freund Old Firehand angesiedelt, der sich vom Tierjäger zum Tierschützer gewandelt und sogar gelernt hat, mit Tieren zu sprechen. Als er gewahr wird, dass die Unberührtheit der Natur im Kaukasus in Gefahr gerät, wird er zu einem unerbittlichen und gnadenlosen Kämpfer.

Erstes Kapitel


Eine Bahnfahrt mit Folgen


„Sihdi, glaubst du, diese neue Bahn wird irgendwann auch nach Batumi fahren? Wir wären damit bestimmt um einen Tag schneller gewesen. Und Batumi ist doch der größere der beiden Häfen, die Georgien am Schwarzen Meer hat.“ Mein treuer Freund und Begleiter Hadschi Halef Omar wurde unterbrochen, als die Pfeife der Lokomotive schrillte – das Signal für die letzten Reisenden hier in Poti, einzusteigen. Kurz danach fuhr der Zug los, nach Tiflis, georgisch Tbilissi.

Wir beide saßen schon recht gemütlich in einem ansonsten leeren Abteil. Die Wagons waren noch ziemlich neu, war doch die Bahnstrecke von Poti nach Sestaponi erst vor fünf Jahren eröffnet worden und hatte damit den Anschluss an die ein Jahr zuvor fertiggestellte Bahnstrecke Sestaponi–Tiflis geschaffen. Wir genossen es, uns in den gepolsterten Sitzen zurücklehnen und die Beine ausstrecken zu können, nach dem Gewaltritt, den wir hinter uns hatten. Von den Weidegründen der Haddedihn in der nördlichen Dschesireh waren wir rund 1.000 Kilometer geritten, und das in nur acht Tagen; unser Auftrag duldete keinen Aufschub. Wir hatten einen Termin in Kutaissi!

Die letzten beiden Tage waren dagegen regelrecht erholsam gewesen.

Diese Zeit hatte uns die Bahn geschenkt.

Ich riss mich aus meinen Gedanken und lächelte Halef an.

„Die Eisenbahngesellschaft Poti-Tbilissi