1. In den Fängen der Kiowas
Aiiiii! – Markerschütternd drang der gellende Kriegsschrei durch die Tiefen des Waldes. Ohne uns abzusprechen, waren Winnetou und ich sofort von unseren Rappen gesprungen, nahmen Silberbüchse und Henrystutzen aus den Gewehrholstern, befahlen Iltschi und Hatatitla, sich nicht mehr zu regen, und brachten uns rasch in Deckung. Neben dem Pfad wuchs ein umfangreiches Adlerfarngebüsch1, sodass wir uns leicht an der Stelle verbergen konnten.
Kaum hatten wir uns niedergelegt, krachte irgendwo vor uns ein Schuss, dann erklangen kurz Kampfgeräusche, und schon wenige Augenblicke später erscholl ein indianischer Siegesschrei aus mehreren Kehlen.
„Es müssen Kiowas dort vor uns sein!“, flüsterte mir Winnetou zu.
„Höchstwahrscheinlich, mein Bruder, zumindest befinden wir uns hier mitten in ihren Jagdgründen. Lass uns nachschauen, warum da gerade wer auf wen losgegangen ist.“
Winnetou nickte.
Wir schoben uns aus dem