»Der frühe Vogel … kann mich mal!« Vielleicht geht dir dieser Gedanke ja auch öfter mal durch den Kopf, während du morgens im Bett das vierte Mal genervt auf die Snooze-Taste deines Weckers drückst. Schon klar, es heißt: »Der frühe Vogel fängt den Wurm.« Aber mal ehrlich: Wer braucht schon Würmer? Also noch einmal umdrehen und ein wenig weiterdösen - oder vielleicht lieber doch nicht?
Natürlich bezieht sich die englische Redewendung »The early bird catches the worm« nicht wirklich auf ein Wurm-Frühstück. Vielmehr ist ein »early bird« in England ein »Frühaufsteher«. Und wer früher aufsteht, hat mehr vom Leben.
Ein guter Start in den Tag schenkt dir Energie und Lebensfreude. Durch eine einfache Morgenroutine kannst du innerlich zur Ruhe finden, deine Gesundheit schützen, deine Herzensziele entdecken oder auch produktiver und erfolgreicher sein. Und nicht zuletzt bietet dir die Morgenstunde die einmalige Chance, achtsam und stressfrei in den Tag zu starten.
Der chinesische Philosoph Laozi sagt: »Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.« Ganz genau – und zwar mit dem ersten. Es ist immer der Anfang, der über das Ganze entscheidet.
Psychologen sagen, dass der Anfang unseres Lebens die Weichen für späteres Glück (oder Unglück) stellt. Jeder Schauspieler weiß, dass ein Theaterstück nicht gelingen kann, wenn schon die erste Szene verkorkst wird. Und die Art und Weise, wie du die ersten Minuten des Tages gestaltest, wirkt sich auf deine Karriere, deine Beziehungen, deine Gesundheit und deine Lebensfreude aus.
Beginnst du den Tag achtsam, fokussiert, entspannt und produktiv, dann wird es wahrscheinlich ein richtig schöner Tag. Denn weißt du was? Gestresste fangen schon morgens damit an, gestresst zu sein. Und gelassene, glückliche Menschen beginnen schon morgens damit, gelassen zu sein und sich gut um sich zu kümmern. Anfang gut, alles gut. Oder wie es im Gedicht »Stufen« von Hermann Hesse heißt:
»Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.«
Kennst du das? Du wachst morgens gerädert auf und kommst einfach nicht aus den Federn. »Ich hätte gestern wohl nicht so lange fernsehen sollen«, denkst du dir. Schließlich schleppst du dich doch noch in die Küche, greifst nach deinem Smartphone, checkst deine Mails und Instagram, und ganz schnell breitet sich Panik in dir aus: »Mist! Schon wieder zu spät dran.« Das Frühstück fällt aus und du musst dich mit einem Coffee to go begnügen.
Menschen, die klare Ziele verfolgen und besonders glücklich und erfolgreich sind, gehören auffallend oft zu den »early birds«. Vielleicht beneidest du diese Leute ja und denkst: »Naja, ist eben Typsache, ich bin halt ein Morgenmuffel.« Doch da irrst du dich. Es ist letztlich nur eine Frage der Gewohnheiten – und die kann man ändern. Statt dir mental Steine in den Weg zu legen, musst du dafür die Kraft deines Geistes nutzen. Und das ist leichter, als du denkst.
Ganz gleich, ob als Solist oder im Orchester - jeder Musiker weiß, wie wichtig es ist, sein Instrument vor dem Konzert zu stimmen. Mit einer schlecht gestimmten Geige kannst du noch so engagiert versuchen, schön zu spielen - es wird immer schief klingen. Und je schlechter deine Geige gestimmt ist, desto schlimmer wird’s.
Auch Nicht-Musiker sollten wissen, wie wichtig es ist, »gut gestimmt« zu sein. »Erst stimmen, dann spielen« - genau das ist auch der Sinn eines Morgenrituals. Ein Ritual ist nämlich immer auch eine Einstimmung. Das Ritual der Weihnachtsmesse stimmt Christen darauf ein, die Bedeutung der Geburt Christi zu erleben; das Hochzeitsritual bereitet dara