: Romina Schmidt
: Zur Bedeutung didaktischer Artefakte im Rechtschreibunterricht Eine qualitative Studie zum Gebrauch von Lehr-Lern-Materialien durch Lehrpersonen
: Springer VS
: 9783658284282
: 1
: CHF 44.40
:
: Allgemeines, Lexika
: German
: 368
: Wasserzeichen/DRM
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: PDF
Didakti che Artefakte wie Schulbücher, Lernspiele und Tafelbilder sind wichtige 'Mitspieler' im grundschulischen Rechtschreibunterricht. Die vorliegende Studie von Romina Schmidt untersucht mit Strategien der Grounded-Theory-Methodologie, wie diese am alltäglichen Rechtschreibunterricht beteiligt sind und welcher Rechtschreibunterricht aus ihrer Beteiligung hervorgeht. Das Ergebnis der Untersuchungen sind Bausteine einer empirischen Theorie, die Gebrauchssituationen als 'zweistimmiges Zeigen' beschreibbar machen. Die Analyse verweist u.a. darauf, dass der derzeitige Materialgebrauch bestehende Ungleichheitsordnungen im Rechtschreibunterricht stabilisiert.

Dr. Romina Schmidt ist als freie Autorin tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Schriftsprach- und Orthographieerwerb, Sprachbetrachtung sowie Bildungsmedienforschung.
Danksagung5
Inhalt7
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis10
Empirische Beispiele13
Orientierung15
1 Der Stand der Diskussion: Was wissen wir vom Materialgebrauch im Rechtschreibunterricht?20
1.1 Bestimmungslinien rechtschreibdidaktischer Konzepte21
1.1.1 Annahmen hinsichtlich Funktion und Struktur des Schriftsystems23
1.1.2 Annahmen zur Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen27
1.1.2.1 Phonographisch und graphematisch orientierte Konzepte28
1.1.2.2 Einstufiges vs. zweistufiges Erwerbsmodell34
1.1.2.3 Konkrete Vorgehensweisen: Regel, Strategie, Muster, Memorieren36
1.1.3 Ableitungen für die Einbettung orthografischen Lernens43
1.1.4 Ableitungen für das verwendete Sprachmaterial46
1.1.5 Zusammenführung49
1.2 Konzeptuelle Spannungsfelder der Bildungsmedienforschung51
1.2.1 Vom Schulbuch zum Bildungsmedium53
1.2.2 Terminologische Bestimmungen55
1.2.3 Leitmedium oder Hilfsmittel58
1.2.4 Produkt wirtschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Interessen62
1.2.5 Eine Theorie zu Lehr-Lern-Materialien?65
1.2.6 Forschung zwischen Prozess-, Produkt- und Wirkungsorientierung70
1.2.7 Zusammenführung74
1.3 Zur Sache: Studien im Umfeld des Gegenstandes75
1.3.1 Studien zu Lehrpersonen im Rechtschreibunterricht76
1.3.2 Studien zu Lehr-Lern-Materialien im Rechtschreibunterricht85
1.3.2.1 Didaktisch-methodische Aspekte86
1.3.2.2 Spezifische Lehr-Lern-Materialien95
1.3.3 Studien zum Gebrauch von Lehr-Lern-Materialien103
1.3.4 Zusammenführung111
1.4 Diskursives Kondensat112
2 Die Perspektive: Praktiken des Gebrauchs didaktischer Artefakte115
2.1 Begründung und Einordnung der Perspektive117
2.2 Praxistheoretische Grundsätze124
2.3 Konkretisierung der Perspektive130
2.3.1 Unterrichten als Praxis des Zeigens130
2.3.1.1 Herleitung der Konzeptualisierung131
2.3.1.2 Erläuterung der Konzeptualisierung132
2.3.2 Der Unterricht im Kontext seiner strukturellen Umgebung138
2.3.3 Didaktische Artefakte als Träger von Praktiken140
2.3.3.1 Terminologische Konkretisierung140
2.3.3.2 Die Beteiligung didaktischer Artefakte am Unterrichten143
2.3.4 Das im Rechtschreibunterricht Gezeigte146
2.3.4.1 Didaktik und Praxistheorie im doppelten Spannungsfeld146
2.3.4.2 Charakteristika rechtschreibdidaktischen Zeigens147
2.3.4.3 Formal-literale Praktiken und Artefakte148
2.3.4.4 Die Vielschichtigkeit des Gezeigten152
2.4 Zusammenfassung und Fazit155
3 Der Forschungsprozess: fachdidaktische Unterrichtsforschung mit der Grounded Theory Methodologie157
3.1 Die gewählte Forschungsstrategie158
3.1.1 Welches Vorgehen verlangt das Anliegen?158
3.1.2 Die Grounded Theory Methodologie als Forschungsstrategie161
3.1.3 Theoretische und methodologische Passung167
3.2 Im Feld: Datenerhebung und -aufbereitung173
3.2.1 Teilnehmende Beobachtung174
3.2.2 Sammlung und Analyse didaktischer Artefakte179
3.2.3 Interview187
3.2.4 Anmerkungen zu den Umständen der Datenerhebung191
3.3 Interpretation der Daten193
3.3.1 Im Dialog mit den Daten: datennahes Kodieren194
3.3.2 Das eigene Erzählen der Geschichte finden: von der Analyse zur Kernkategorie207
3.3.3 Die Einbindung von Theorie in die Analysearbeit209
4 Die Analyse: zur Bedeutung didaktischer Artefakte213
4.1 Wie wird gezeigt? Zweistimmiges Zeigen214
4.1.1 Ergänzendes Zeigen214
4.1.2 Entwickelndes Zeigen233
4.1.3 Reagierendes Zeigen247
4.1.3.1 Reagierendes Zeigen im unterrichtlichen Kontext249
4.1.3.2 Arbeitsspuren und außerunterrichtliche Anschlüsse251
4.1.4 Zusammenführung: Figuren zweistimmigen Zeigens254
4.2 Was wird gezeigt? Die Beschaffenheit des Deutungsraumes256
4.2.1 Reaktivierung begrifflicher Grundlagen257
4.2.2 Praktiken der Bedienung didaktischer Artefakte259
4.2.3 Formal-literale Praktiken262
4.2.4 Explizitheitspraktiken268
4.2.5 Übertragung auf weitere empirische Beispiele276
4.2.6 Zusammenführung: Was steht im Deutungsraum?283
4.3 In welchem Kontext wird gezeigt? Die Aufschichtung von Bedeutung in der Unterrichtsvorbereitung284
4.3.1 Begriffliche Vorbestimmung286
4.3.2 Der Fundus als Produkt der Deutungsaufschichtung288
4.3.3 Die Praktiken der Unterrichtsvorbereitung als Prozess der Deutungsaufschichtung296
4.3.3.1 Auswahl296
4.3.3.2 Aufbereitung307
4.3.4 Zusammenführung: Gebrauch als Kompaktpaket oder Bausteinkasten316
4.4 Die Bedeutung didaktischer Artefakte im Rechtschreibunterricht320
5 Diskussion: Didaktische Artefakte als „Motor“ des Rechtschreibunterrichts326
5.1 Fokussierende Zusammenfassung der Erkenntnisse327
5.1.1 Die starke Stimme didaktischer Artefakte327
5.1.2 Der Graben im Rechtschreibunterricht329
5.1.3 Didaktische Artefakte als vorausgreifende Materialisierung des Unterrichtens332
5.2 Ein Fazit zum Rechtschreibunterricht: Relevanz ohne Sinn?335
5.3 Weitere Schlussfolgerungen337
5.3.1 Ein Plädoyer in Richtung der Bezugswissenschaften337
5.3.2 Gegenstandsbezogene Ableitungen340
5.3.3 Forschungsstrategische Ableitungen342
5.4 Lose Enden und neue Ufer345
Literatur348