: Stuart MacBride
: Totengedenken Thriller
: Goldmann
: 9783641237790
: Detective Sergeant Logan McRae
: 1
: CHF 8.90
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 640
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Kinder verschwinden und der falsche Tote liegt in einem Grab - um die Wahrheit zu finden, ermittelt DI Logan McRae in den eigenen Reihen.
DI Logan McRae, der aktuell bei der Internen Ermittlung von Police Scotland arbeitet, wird zu einem tödlichen Verkehrsunfall gerufen. Der Fahrer weist eine Stichwunde in der Brust auf, und es stellt sich heraus, dass es sich um den Ex-Kollegen DI Duncan Bell handelt, dessen verkohlte Leiche man vor zwei Jahren gefunden hatte. Warum hatte Bell damals seinen Selbstmord vorgetäuscht? Wer hat ihm nun ein Messer in die Brust gerammt? Und wozu hatte er Schaufel und Hacke in seinem Kofferraum? Die Antwort könnte mit einer Serie von Kindesentführungen zu tun haben, die Schottland in Atem halten. Denn Bells letzter Fall vor seinem Verschwinden war die Entführung des kleinen Aiden MacAuley und der Mord an dessen Vater ...
Der 11. Fall für DI Logan McRae von Schottlands gefeiertem Nr.-1-Bestsellerautor.
'Eine Glanzleistung! Temporeich und messerscharf.' Guardian

Bereits 'Die dunklen Wasser von Aberdeen', Stuart MacBrides erster Roman um den Ermittler Logan McRae, wurde als bestes Krimidebüt des Jahres ausgezeichnet. Seither sind die brillanten Spannungsromane des Schotten aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Stuart MacBride lebt mit seiner Frau im Nordosten Schottlands.

2


In der Kantine herrschte gähnende Leere. Nur Baked-Tattie-Ted fuhrwerkte in seinem grün-braunen Wams an der Fritteuse herum, während Logan sich eine Dose Irn-Bru aus der Kühlvitrine holte.

Logan klemmte sich das Handy zwischen Ohr und Schulter und kramte in der Hosentasche nach Kleingeld. »Was gefunden?«

Vom anderen Ende kam das Rascheln von Papier und das Quietschen von Karton, gefolgt von Rennies Stimme. Er hörte sich ein wenig abwesend an. »Nichts, null, nada, Fehlanzeige. Jedenfalls nichts, wo es um riesige Geldsummen ginge, die verschwunden sind.«

Zwei Fünfziger, ein Zehner und ein paar Pennys. Sie klimperten in Logans hohler Hand, als er auf die Theke zuging. »Es ist natürlich nicht gesagt, dass es um einen alten Fall geht. Vielleicht war ja sein Privatleben der Grund dafür, dass er seine Zelte abgebrochen hat und untergetaucht ist.«

Ein Stöhnen. »Bitte erzähl mir nicht, dass ich mich völlig umsonst durch diesen Krempel hier quäle!«

Die Tür zur Kantine wurde aufgestoßen, und eine Frau stolzierte herein, die direkt aus der Kosmetikabteilung von Debenhams entlaufen schien. Jane McGrath: eleganter Hosenanzug, perfekt gestylte Frisur, eine Aktenmappe unter dem Arm, Handy am Ohr und ein Lächeln auf den Lippen. »Das stimmt, ja … Absolut.«

Sie winkte Logan zu, ehe sie sich ein Cheese-and-Pickle-Sandwich und eine Cola holte, und dazu noch eine Tüte Salt-and-Vinegar-Chips, die sie sich unter den Arm klemmte. »Genau … M-hm … Ja, ichweiß, es ist furchtbar. Wirklich furchtbar.« Sie hielt sich das Handy an die Brust, und ihr Lächeln wurde zu einem fiesen Grinsen, als sie Logan ansah und lautlos mit den Lippen formte: »Ist das nicht super?« Dann wieder ins Telefon: »Es ist ein Wunder, dass sie keine schwereren Verletzungen davongetragen haben. Ich muss Ihnen ja nicht erzählen, wie viele Polizisten jedes Jahr in Ausübung ihrer Pflicht verletzt werden … Ja … Ja, das stimmt.«

Rennie jammerte ihm ins Ohr: »Chef? Bist du noch dran? Ich sagte: Erzähl mir bitte nicht …«

»Red keinen Unsinn, Simon – es istnicht umsonst, wenn du tatsächlich etwas findest. Und schick mir doch mal eine Liste vonDI Bells Sidekicks aufs Handy.«

»Sekunde …« Wieder Papierrascheln. »Okay, mal sehen … Da haben wir’s. Die Letzte war eine Detective Sergeant Rose Savage. Na, wenn das kein geiler Name für eine Polizistin ist, wie? Klingt wie ’ne Figur aus ’nem Thriller. Detective Sergeant Rose Savage!«

Jane legte Sandwich, Cola und Chips auf den Tresen. »Ich rede mal mit dem Krankenhaus, aber ich bin ziemlich sicher, dass ein zehnminütiges Interview drin ist: ›Tapfere Bobbys erleiden Knochenbrüche bei Jagd nach feigem Verbrecher!‹ … Ja, das habe ich mir auch gedacht … Okay … Okay. Danke. Wiederhören.« Sie legte auf, ließ den Kopf in den Nacken fallen und blickte strahlend zur Decke auf. »Ha!«

»Finde raus, wo Sergeant Savage jetzt arbeitet, und schick mir