Einleitung
Angefangen hat alles vor etwa fünf Jahren, als ich wieder unter die Angestellten gegangen bin. Vorbei war die Zeit als Freelancerin, in der ich mein Mittagessen und die Abendmahlzeiten für die Familie, wann immer es mir passte, zu Hause zubereiten konnte. Wie Millionen andere auch, fand ich mich mit einem Mal um 19 Uhr in der Küche wieder und musste ein Essen für vier Personen auf die Beine stellen. Zu Beginn der Woche fiel mir das in der Regel noch recht leicht. Ich mochte es, alle möglichen Zutaten aus dem Kühlschrank zu holen und daraus ein Gericht zusammenzubasteln. Der Salat, den ich in exakt zehn Minuten aus einem Hähnchenschenkel, zwei Scheiben Bacon, ein paar geriebenen Karotten, einer Schüssel gekochtem Getreide und einigen übrig gebliebenen, in Streifen geschnittenen Salatblättern zusammengestellt habe, ist mir noch als ganz köstlich in Erinnerung.
Doch je weiter die Woche voranschritt, desto weniger lustig fand ich es. Abends nach der Arbeit war ich oft zu müde und hatte weder die Zeit noch die Energie zum Einkaufen. Also bin ich dazu übergegangen, am Wochenende schon einiges vorzukochen – verschiedene Speisen, die ich dann den Rest der Woche nach Belieben kombinieren konnte. Auf der Basis meiner Erfahrungen habe ich 2014 auf der Website »750 g« sogar einen Artikel zu dem Thema geschrieben: »Wie wär’s, sonntags für die Woche vorzukochen?«
Dass es für diese Methode auf englischsprachigen Websites, in Blogs und sozialen Netzwerken bereits einen Namen gab – Meal Prep oder batch cooking –, war mir damals noch nicht bekannt.
Die Idee, daraus ein Buch zu machen und meine Erfahrungen und Tipps mit anderen zu teilen, hat sich dann wie von selbst ergeben. Ich hoffe sehr, dass meine Art, sich in der Küche zu organisieren, Ihnen gefallen und von Nutzen sein wird.
Mit Meal Prep, so wie ich es Ihnen in diesem Buch präsentiere, ist nicht gemeint, dass Sie einen Marathon in der Küche veranstalten und den kompletten Sonntag am Herd verbringen sollen, um alle Mahlzeiten für die ganze Woche vorzukochen. Oder dass Sie ein, zwei Gerichte in größeren Mengen zubereiten, die Sie dann Abend für Abend servieren. Nein, bei mir geht es um eine Kochsitzung von etwa zwei Stunden. In dieser Zeit bereiten Sie einige Basiszutaten vor, die Sie dann im Laufe der Woche zu vielfältigen Gerichten zusammenstellen.
Die Idee dahinter ist, sich unter der Woche keinen Kopf mehr ums Essen machen zu müssen und Zeit zu gewinnen, wenn Sie abends von der Arbeit nach Hause kommen. Man fängt nicht bei null an, den Blick auf die Uhr geheftet, sondern kombiniert die bereits vorbereiteten Basiskomponenten, die noch schnell fertig gegart und mit ein paar letzten kleinen Handgriffen verfeinert werden. Sie werden nie wieder auf dem falschen Fuß erwischt – und das Essen schmeckt.
Außerdem sparen Sie auf diese Weise sogar noch Geld – Sie müssen dann keine teure Ladung Sushi mehr bestellen, weil Sie zu faul zum Kochen sind. Dadurch, dass Sie Ihre Mahlzeiten im Voraus planen, kön