: Inka Loreen Minden
: Shane Beast Lovers 5
: Inka Loreen Minden
: 9783963700613
: 1
: CHF 3.60
:
: Fantasy
: German
: 500
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Shane West ist der Alpha von Manhattan und der einflussreichste Wolfswandler in New York. Deshalb hat er mächtige Feinde, die ihm ständig nach dem Leben trachten wollen. Doch der begehrte Junggeselle, der kaum etwas anbrennen lässt, ist wachsam. Schnell findet er heraus, dass ausgerechnet seine neue Sekretärin Nova den Auftrag erhalten hat, ihn zu vernichten. Also dreht er den Spieß um und nutzt sie als Waffe gegen seinen Widersacher, auch wenn es bedeutet, die wachsende Anziehung zu ignorieren, die sich zwischen ihm und Nova aufbaut. Denn ein Alpha darf niemals Schwäche zeigen. Nova hat sich geschworen, sich an dem Mann zu rächen, der einst ihre Eltern ermordete. Aber ihr Plan misslingt, und sie wird zur Spielfigur zweier gefährlicher Alphas, wobei sie nicht nur ihr Herz zu verlieren droht, sondern alles, was ihr wichtig ist. Eine neue, heiße Geschichte aus der Welt der Wolfswandler! Auch die Story von der Hexe Shiela und dem Gargoyle Ragnir (bekannt aus 'Rune') wird hier erzählt. Jedoch ist es keine Voraussetzung, 'Rune' zu kennen. Wie sich die beiden näherkommen ist herzerweichend, romantisch und wie ein süßes Bonbon, das langsam im Mund zergeht. Jeder Teil kann für sich gelesen werden, doch um in den vollen Genuss der Hintergrundgeschichte zu kommen, ist es empfehlenswert, die Bücher der Reihe nach zu lesen. Bisher sind erschienen: Nate - Beast Lovers 1 Gabriel - Beast Lovers 2 Nicolas - Beast Lovers 3 Rune - Beast Lovers 4 Shane - Beast Lovers 5

Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Ariana Adaire, Lucy Palmer, Mo Davis (Mystery) und Monica Davis (Jugendbuch) schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin. Von ihr sind bereits über 80 Bücher, 14 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie schreibt u.a. für Bastei Lübbe, Blanvalet und Rowohlt. Ihre Titel wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Auf Englisch sind erhältlich: Hearts of Stone, Daniel Taylor - Demon Heart und Caprice. Neben einer spannenden Rahmenhandlung legt sie Wert auf eine niveauvolle Sprache und lebendige Figuren. Romantische Erotik, gepaart mit Liebe und Leidenschaft, ist in all ihren Storys zu finden, die an den unterschiedlichsten Schauplätzen spielen. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. Schokolade und Schreiben sind ihre Lebenselixiere, außerdem spielt sie Geige, singt und schaut gerne mit ihrer Familie Filme an.

Kapitel 2 – Heute – Nichts als Arbeit


 

Shane stand an der Fensterfront seines geräumigen Büros und starrte mit zusammengekniffenen Lidern auf den East River, in dem sich die Junisonne spiegelte. Von hier oben sah er sogar die grüne Spitze von Roosevelt Island und die winzigen Besucher, die wie Ameisen über die Insel wuselten. An diesem Vormittag hatte Shane keine wichtigen Termine, deshalb lockerte er den Knoten seiner Krawatte, um sie sich über den Kopf zu ziehen. Tief atmete er durch und öffnete am Kragen noch die obersten zwei Hemdknöpfe. Ja, so war es viel besser.

An manchen Tagen engte ihn die Kleidung extrem ein. Und an Tagen wie diesen konnte auch einem Alpha alles zu viel werden. Im Moment hatte Shane die Faxen echt dicke. Sein Job als Investmentbanker hatte ihn jahrelang ausreichend gefordert, deshalb orientierte er sich gerade um. Aktuell musste er nur noch die letzten drei Finanzierungskonzepte für seine wichtigsten Kunden ausarbeiten; anschließend wollte er sich eine kleine Auszeit gönnen und sich nach einer Partnerin umsehen. Seine innere Uhr tickte minütlich lauter, es wurde langsam Zeit, an Nachwuchs zu denken. Denn was hatte all das Schuften für einen Zweck erfüllt, wenn er niemanden hatte, der sein Erbe antreten würde?

Vor Kurzem war er in dieses neue Büro gezogen, um sich fortan nur noch um die Belange seines Rudels zu kümmern. Einmal um ihre finanziellen Interessen zu vertreten – er verwaltete die Konten und Fonds der meisten Rudelmitglieder und vermehrte ihr Vermögen durch Kauf und Verkauf von Aktien – und um sich natürlich auch den privaten Sorgen jedes einzelnen Wandlers zu widmen. Endlich musste sein Apartment nicht mehr für die meist vertraulichen Treffen herhalten. In dem neuen Büro bestand auch nicht die Gefahr, von einem seiner früheren Kollegen überrascht zu werden, mit denen er Tür an Tür zusammengearbeitet hatte. Hier werkelte er ganz für sich allein, war sein eigener Herr. Nun konnte er ungestört Streit schlichten, sich Familienprobleme anhören oder persönliche Einladungen zu Gefährten-Feiern annehmen. Manchmal sollte er sogar bei der Namenswahl für den Nachwuchs eine Entscheidung treffen. Für fast alle im Rudel war er eine wichtige Bezugsperson; die Wolfswandler vertrauten ihm bedingungslos … Er war schließlich seit mittlerweile 15 Jahren ihr Anführer! Sie hörten auf ihn, und darauf war Shane unglaublich stolz. Doch manchmal wäre er gerne ein ganz normaler Mann ohne die Riesenlast, die oft auf seinen Schultern hockte.

Dass ihn genau jetzt seine treue Sekretärin verlassen hatte, brachte das Fass aber zum Überlaufen. Viola war ewig seine Stütze gewesen … und sein Vergnügen für zwischendurch, wenn er seine sexuellen Energien irgendwo ablassen musste – von denen er meist reichlich besaß.

Verflucht, er hatte aktuell keine Zeit, um andere Wandlerinnen zu daten! Nichts, aber auch wirklich gar nichts, lief gerade optimal.

Leise knurrend schritt er durch sein großes Büro, warf die Krawatte auf seine nagelneue Ledercouch, die vor einem Glastisch stand, und ließ sich in den gemütlichen Sessel hinter seinem Schreibtisch plumpsen. Auf seinem Monitor ploppten schon wieder unzählige Nachrichten auf; ungefähr jeder zweite Wandler in New York schien etwas von ihm zu wollen, und seine Schwester Shannon hatte sich vorhin auch per Messenger angekündigt. Sie allein besaß das Passwort, um durch die ganzen Sicherheitsschleusen zu gelangen, und würde bestimmt jede Sekunde in sein Büro treten. Zu all seinen Verpflichtungen musste sich Shane zusätzlich mit diversen Verbrechen herumschlagen, die die Wesenwelt in Atem hielten, obwohl das wirklich nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fiel. Bloß weil er vor ein paar Monaten wegen eines irren Psychopathen in die ganze Scheiße hineingezogen worden war.

Bevor er weiter darüber nachdenken konnte, flog die Tür auf und Shannon platzte mit ihrem Lover hinein.

»Wow!«, rief sie und ging sofort zur großen Fensterfront. »Dein neues Büro ist ja noch viel gigantischer als dein altes!« Sie warf ihre langen braunen Haare über eine Schulter und band sie sich mit einem Haargummi zusammen. Den heißen Temperaturen entsprechend, die aktuell draußen herrschten, trug sie ein bauchfreies rotes Sommertop, auf dem in schwarzen Lettern stand: »Wir brauchen mehr von meiner Sorte«. Dazu dunkelblaue Shorts, die so kurz ware