: Inka Loreen Minden
: Liebesspiele auf Schloss Nymphenburg Sexy Storys aus der Weltstadt mit Herz
: Inka Loreen Minden
: 9783963700644
: Sexy Storys aus der Weltstadt mit Herz
: 1
: CHF 2.70
:
: Erzählende Literatur
: German
: 90
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wie freizügig ging es damals am Hofe des Königs zu? Julia will es unbedingt herausfinden! Die schüchterne Julia schwärmt schon lange für ihren attraktiven Kollegen Patrick. Als Touristenführerin ist sie es gewohnt, in historische Kostüme zu schlüpfen. Als Patrick sie eines Abends zu einem ganz besonderen Rollenspiel einlädt, sagt sie aufgeregt zu. Doch welch lustvolle Überraschung sie erwartet, hätte sie sich nicht einmal in ihren kühnsten Träumen ausgemalt. Ein knisterndes Spiel mit den eigenen Grenzen beginnt. Wie weit geht Julia, um ihren 'Herrn' glücklich zu machen? Hinweis Diese Geschichte erschien zuvor beim Rowohlt-Verlag unter demselben Titel und war auch im Buch 'F**king Munich - Heiße Geschichten aus der Weltstadt mit Herz' enthalten. Die Story wurde überarbeitet und inhaltlich geringfügig verändert. Sie erzählt eine romantisch-erotische Liebesgeschichte mit softem BDSM und hat ein Happy End.

Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Ariana Rossi, Ariana Adaire, Bailey Minx, Lucy Palmer, Monica Davis (Jugendbuch) und Mo Davis (Mystery Horror) schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin. Von ihr sind bereits über 90 Bücher, 24 Hörbücher und zahlreiche E-Books erschienen, die regelmäßig unter den Online-Jahresbestsellern zu finden sind. Sie schreibt u.a. für Bastei Lübbe, Blanvalet und Rowohlt. Ihre Titel wurden in mehrere Sprachen übersetzt (Polnisch und Tschechisch). Auf Englisch sind diese drei Titel erhältlich: Hearts of Stone, Daniel Taylor - Demon Heart und Caprice. Neben einer spannenden Rahmenhandlung legt sie Wert auf eine niveauvolle Sprache und lebendige Figuren. Romantische Erotik, gepaart mit Liebe und Leidenschaft, ist in all ihren Storys zu finden, die an den unterschiedlichsten Schauplätzen spielen. Mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt sie in der Nähe von München. Schokolade und Schreiben sind ihre Lebenselixiere, außerdem spielt sie Geige, singt und schaut gerne mit ihrer Familie Filme an.

Liebesspiele auf Schloss Nymphenburg


Rollenspiele


 

»Verrätst du mir, was es mit dieser Verkleidung auf sich hat?« Julia saß neben Patrick in seinem VW Golf und starrte durch die Scheibe der Beifahrerseite. Sie versuchte im Dunkeln zu erkennen, wo genau sie sich befanden. Da sie sonst nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, fehlte ihr der Überblick. Patrick hatte ihr erzählt, sie würden zu Schloss Nymphenburg fahren, doch was wollte er zu dieser Uhrzeit dort? »Haben wir heute noch eine Führung?«

Sie arbeiteten beide nebenberuflich für eine Agentur, die in München besondere Events, wie zum Beispiel historische Ausflüge, organisierte. Meistens spielte Julia eine Zofe und Patrick den Kammerdiener. Gemeinsam begleiteten sie Touristen durch Schloss Nymphenburg, gaben Auskunft über das Leben am Hofe, das Zeremoniell, schwärmten von Essgewohnheiten und zeigten den Besuchern die Schätze des Fürsten. Es gab zwar auch Abendführungen, aber jetzt war es bereits nach dreiundzwanzig Uhr. Außerdem hatte die Agentur sie nicht über den Termin informiert. Irgendetwas an der Sache erschien ihr äußerst seltsam.

Julia schaute zu Patrick, der sich auf den Verkehr konzentrierte. Sie hatte ihn kennengelernt, als er vor drei Wochen in ihr Team gekommen war. Die Agentur suchte regelmäßig Mitarbeiter, weil die meisten nicht lange blieben. Oft waren es Studenten, die sich für einen gewissen Zeitraum etwas dazuverdienen wollten. Julia selbst war schon seit drei Jahren dabei, um ihr Einkommen aufzustocken. Außerdem liebte sie den Job.

Vom ersten Tag an war sie von ihrem Kollegen, den sie eingewiesen hatte, angetan gewesen. Er spielte den Kammerdiener sehr amüsant und lernte seine Texte schnell. Patrick ging in der Rolle richtig auf, schäkerte mit den Besuchern und riss an den passenden Stellen Witze. Immer hatte er eine Anekdote auf Lager. Er war intelligent und wortgewandt, keine Frage. Außer, wenn sie beide allein waren. Dann schienen ihm manchmal die Worte zu fehlen.

Jetzt hatte er nicht seine Kammerdieneruniform, sondern ein König-Ludwig-Kostüm an: enge weiße Hosen, dazu Lederstiefel, die ihm bis zu den Knien reichten, und einen dunkelgrünen Frack aus Samt. Patrick sah fantastisch aus! Julia durfte sich ihr Kleid aus dem Fundus der Agentur ausleihen. Die historischen Kostüme waren begehrt, besonders zur Faschingszeit oder für Motto-Partys. Patrick hingegen hatte seine Sachen von zu Hause mitgebracht. Ob er im Faschingsverein war?

Ihr Blick blieb an seinen Oberschenkeln hängen, um die sich der weiße Stoff spannte, und sie war versucht, ihren Arm auszustrecken. Deshalb legte sie nur in Gedanken die Hand auf sein Bein. Ob es sich warm und fest anfühlte? Wie er wohl reagierte, wenn sie mit den Fingerspitzen an seinem Schritt entlangfuhr? Würde es ihm gefallen? Würde er hart werden?

Hastig wandte sie ihr Gesicht ab, bevor er bemerkte, wie sie auf seinen Unterleib starrte – aber schon kurze Zeit später musste sie Patrick wieder ansehen. Sie schaffte es einfach nicht, lange den Blick von ihm zu nehmen.

»Es ist ein … Experiment«, erklärte er zögernd und fuhr sich mit der Hand durch sein braunes Haar.

»Experiment? Wie meinst du das?« Aus den Augenwinkeln musterte sie ihn. Patrick besaß ein markantes Kinn, schmale Lippen, ausgeprägte Wangenknochen und eine gerade Nase. Heute wirkten seine Gesichtszüge angespannt, fast schon streng. Irgendwie machte ihn das noch viel attraktiver.

Seine Hände umklammerten das Lenkrad, und ab und zu presste er die Lippen zusammen. War er nervös? Aufgeregt? Oder achtete er lediglich auf den Verkehr?

Julia bewunderte ohnehin jeden, der in München mit dem Auto unterwegs war. Sie wäre hoffnungslos verloren. Zahlreiche Fahrspuren, Tunnels, Kreuzungen und überall Schilder. Dazu sich auf das Fahrzeug konzentrieren – das war ihr einfach zu viel. Deshalb hatte sie ihr Auto verkauft, als sie vor fünf Jahren aus der Provinz in die Großstadt gezogen war. Damals hatte sie diesen mittelmäßig bezahlten Job bei einem großen