: Barbara Höfer
: Die Erinnerung bleibt Vom Leben und Sterben eines Sohnes
: Morawa Lesezirkel
: 9783990848838
: 1
: CHF 6.10
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: Biographien, Autobiographien
: German
: 200
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Bergtouren als Freizeitgestaltung werden immer beliebter. Durch mangelnde Tourenplanung und Selbstüberschätzung bringen Berggeher immer öfter Retter in Gefahr. Unweigerlich drängt sich die Frage auf, was man verhindern kann und was einem im Leben vorbestimmt ist. Sein intensives und ausgefülltes Leben und eine Reihe eigenartiger Vorfälle rund um den Tod von Thomas Höfer lassen den Schluss zu, dass ihm nur eine kurze Schaffensperiode bestimmt war.

Mein Name ist Barbara Höfer, ich bin geboren am 27.6.1965 in Bruck an der Mur und verbrachte mein bisheriges Leben in Tragöß, einem idyllischen Ort in der Obersteiermark am Fuß des Hochschwabgebirges. Ich erlernte den Beruf der diplomierten Kinderkranken- und Säuglingsschwester in Leoben und arbeite seit 1984 im LKH Hochsteiermark Standort Bruck an der Mur. 1987 heiratete ich Heinz Höfer und im August 1988 kam mein Sohn Thomas auf die Welt. 19 Monate später im April 1990 wurde mein 2. Sohn Lukas geboren. Ich verbringe meine Freizeit hauptsächlich in der Natur mit sportlicher Betätigung und Reisen. Nach dem Unfalltod meines Sohnes Thomas ist der Gedanke in mir gereift, ein Buch über sein Leben und Sterben zu verfassen, einerseits um seinen Verlust zu verarbeiten und anderseits Erinnerungen an ihn wach zu halten. Zusätzlich soll es Wanderer und Bergsteiger auf ein verantwortungsvolles Verhalten in den Bergen hinweisen, um damit vermeid-bare Notlagen zu verhindern.

Glücksgefühle

Das erste Lebensjahr: 1988 – 1989

Nach errechnetem Geburtstermin mit zwölf Tagen Verspätung, dafür aber gut ausgebacken, entschloss sich mein Kind, am 26.8.1988 dann doch auf die Welt zu kommen.

Nachdem ich bereits zwei Tage in der Klinik verbracht hatte und langsam meine Geduld verlor, hatte es mein Sprössling letztendlich fast zu eilig.

Das Schlüsselbein war gebrochen, aber sonst war er gesund und wohlauf, meinte der Arzt, der meiner Hebamme Gundi Pichler half, mich zu entbinden. Ich hatte zu Beginn meiner Schwangerschaft Bedenken gehabt, ob ich ein gesundes Kind bekommen würde, da meine Schwester Biggi von Geburt an geistig eingeschränkt war. Da ich jedoch das Risiko einer Fruchtwasseruntersuchung nicht eingehen wollte, redete ich mir ein, dass mit meinem Baby bestimmt alles in Ordnung sein würde.

Ein unbeschreibliches Glücksgefühl breitete sich in mir aus, als ich den kleinen Zwerg zum ersten Mal sah, ihn berührte und anschließend in meinen Armen hielt. Ich war unendlich froh und erleichtert, dass alles gut gegangen war. Nachdem mein Neugeborenes einige Zeit auf meiner Brust gelegen war und bereits erste Trinkversuche unternommen hatte, wurde es gewogen, gemessen und versorgt.

Danach kam es zum stolzen Papa, der die Ge