I. Die Linien verschwimmen.
Ich fühle mich bewogen, diese ganz erstaunlichen Ereignisse jetzt sofort niederzuschreiben, solange ihre Einzelheiten noch frisch in meinem Gedächtnis ruhen, ohne bereits vom Strom der Zeit verwischt worden zu sein.
Als ich vor einigen Jahren in den Spalten derDaily Gazette die sensationelle Reise beschrieb, durch die Professor Challenger, Professor Summerlee, Lord John Roxton und ich in eine so merkwürdige Gegend Südamerikas verschlagen wurden, habe ich es mir allerdings nicht träumen lassen, dass ich jemals in die Lage kommen würde, von einem weit seltsameren Erlebnis zu berichten, einer Sache, die sich über alle bisherigen Geschehnisse der menschlichen Geschichte berghoch erhebt. Das Ereignis an sich ist, wie gesagt, wunderbar, die Art und Weise jedoch, wie wir vier zur Zeit dieser Episode zusammenkamen und sie nun als Beobachter miterleben konnten, wurde ganz einfach und logisch herbeigeführt. Ich will mich nun bemühen, alle Umstände, die vorhergingen, so kurz und deutlich wie möglich zu erklären, obwohl ich ganz gut weiß, dass dem Leser die ausführlichste Mitteilung am willkommensten wäre. Das öffentliche Interesse für diese Angelegenheit hat ja bekanntlich noch immer nicht nachgelassen.
Es war also an einem Freitag (jenem siebenundzwanzigsten August, der für immer denkwürdig in der Weltgeschichte sein wird), als ich mich in die Redaktion meiner Zeitung begab, um von Mr. McArdle, dem Leiter der Abteilung »Neuigkeiten«, einen dreitägigen Urlaub zu erbitten. Der biedere alte Schotte schüttelte den Kopf, kraulte sich nachdenklieb die flaumigen Reste seines rötlichen Haares und kleidete seine Abneigung gegen eine Gewährung meines Ersuchens in die Worte:
»Sehen Sie, Mister Malone, wir hätten gerade in den nächsten Tagen etwas ganz Besonderes für Sie gehabt, eine Sache, sage ich Ihnen, die ganz einfach nur Sie so durchführen können, wie sie eben durchgeführt werden soll. «
»Das tut mir wirklich leid«, erwiderte ich und versuchte, meine natürliche Enttäuschung nach Möglichkeit zu verbergen, »selbstverständlich, wenn Sie mich brauchen, ist ja die Sache erledigt. Allerdings wäre meine Angelegenheit dringend – und wenn es also doch irgendwie möglich wäre, dass ich entbehrt werden könnte.«
»Es geht leider absolut nicht.«
Das war bitter, aber ich musste eben gute Miene zum bösen Spiel machen. Schließlich hätte ich von Anfang an wissen müssen, dass ein Journalist niemals auf eigene Faust über sich und seine Zeit verfügen kann.
»Dann werde ich mir die Sache aus dem Kopfe schlagen«, sagte ich so heiter, als es mir in meiner Stimmung möglich war. »Was für eine Aufgabe hätten Sie denn für mich?«