: Stephan Frings, Frank Müller
: Biologie der Sinne Vom Molekül zur Wahrnehmung
: Springer-Verlag
: 9783662583500
: 2
: CHF 24.00
:
: Naturwissenschaft
: German
: 377
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Unsere Sinne - Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten - bestimmen wesentlich unser Leben. Alles was wir wissen, wurde uns von unseren Sinnen vermittelt. Aber wie funktionieren unsere Sinne und wie kommt das Wissen über die Welt in unseren Kopf? Nach welchen Kriterien entscheidet unser Gehirn, was zu tun ist?

In diesem Sachbuch wird allgemeinverständlich dargelegt, wie hoch entwickelt die Sinnesorgane bei Tieren und Menschen sind. Oft erreichen Sinnesleistungen die Grenze des physikalisch Möglichen. Das Buch erklärt, wie Sinnesreize erfasst werden, wie sie in die Sprache des Nervensystems übersetzt werden und wie unser Gehirn Sinnesinformation verarbeitet. Das Gehirn setzt dabei auf wohl bewährte Strategien, die ein Ziel verfolgen: die Überlebenschance des Organismus zu erhöhen. Deshalb wird in diesem Buch gezeigt, wie sehr die Sinnesleistungen durch die Evolution geformt und bestimmt wurden. Das Buch zeigt auch, dass viele Tiere ihre Umwelt vollkommen anders wahrnehmen als wir.

Für die Neuauflage haben die Autoren den Text durchgesehen und auf den aktuellen Stand gebracht.



Prof. Dr. Stephan Frings: Gärtner im Botanischen Garten in München, Biologiestudium in Konstanz, Promotion an der University of Otago, Dunedin, New Zealand, Forschung am Institut für Biologische Informationsverarbeitung im Forschungszentrum Jülich, Professor für Molekulare Physiologie am Centre for Organismal Studies der Universität Heidelberg, 2007 Landeslehrpreis Baden-Württemberg, Lehrbuchautor beim Springer-Verlag. 

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Prof. Dr. Frank Müller: Biologiestudium und Promotion in Mainz, Forschung am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt, Abteilungsleiter am Institute of Complex Systems, Zelluläre Biophysik, ICS-4 im Forschungszentrum Jülich und Professor für Molekulare Sinnes- und Neurobiologie an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

Inhaltsverzeichnis5
1: Die Sinne – unsere Fenster zur Welt11
1.1 Wahrnehmung findet im Gehirn statt12
1.1.1 Gefangen in der Maskenwelt12
1.1.2 Das Gehirn, das rätselhafte Organ der Wahrnehmung12
1.2 Wie kommt die Welt in unseren Kopf?14
1.2.1 Von der Sinneszelle zur Wahrnehmung14
1.2.2 Wahrnehmung ist ein Urteilsakt des Gehirns15
1.3 Sinneswelten16
1.3.1 Sinneswelt, die erste!16
1.3.2 Sinneswelt, die zweite!17
1.3.3 Sinneswelt, die dritte!19
1.4 Vom Sinn der Sinne19
2: Die Evolution der Sinne21
2.1 Die Sinne des Menschen und wie er dazu kam22
2.1.1 Wie viele Sinne hat der Mensch?22
2.2 Die Evolution der Sinne24
2.2.1 Die Evolution ist der Motor für die Weiterentwicklung des Lebens24
2.2.2 Das Prinzip der Zucht – die künstliche Auswahl26
2.2.3 Das Prinzip der Evolution – die natürliche Auslese27
2.2.4 Die Eigenschaften unserer Sinnessysteme und die Verarbeitungsstrategien unseres Gehirns sind ein Produkt der Evolution30
2.2.5 Kinder der Evolution34
2.2.6 „Wer hat’s erfunden?“36
2.3 Jeder auf seine Art – die Leistungen unserer Sinne sind höchst unterschiedlich37
2.3.1 Zwei Sinne im Vergleich37
2.3.2 Vom Sinnesreiz zum Verhalten39
Weiterführende Literatur41
3: Die Sprache der Nervenzellen – und wie man sie versteht42
3.1 Labor eines Neurowissenschaftlers44
3.2 Labor 1: Die wunderbare Welt der Nervenzelle46
3.2.1 Nervenzellen sind die Funktionseinheiten des Gehirns46
3.2.2 Aufbau einer Nervenzelle46
3.2.3 Was macht die Nervenzelle zur Nervenzelle?49
3.2.4 Warum können Nervenzellen Signale übertragen?53
3.3 Labor 2: Von Ionen und Membranen – wie Nervenzellen eine elektrische Spannung aufbauen54
3.3.1 Ionen sind die Grundlage für elektrische Signale in Nervenzellen54
3.3.2 Ionenpumpen bauen Unterschiede zwischen dem Inneren der Zelle und ihrer Umgebung auf56
3.3.3 Ionenkanäle sind elektrische Schalter in der Zellmembran57
3.4 Labor 3: Aktionspotenziale sind die Sprache unseres Nervensystems60
3.4.1 Die Membranspannung spiegelt die Aktivität einer Nervenzelle wider60
3.4.2 Aktionspotenziale leiten Signale über lange Strecken61
3.5 Labor 4: Wie Nervenzellen Information austauschen67
3.5.1 Synapsen übertragen die Information chemisch67
3.6 Labor 5: Wie man mit Nervenzellen einen Hochleistungsrechner baut70
3.6.1 Die Grundlagen des neuronalen Rechnens: Konvergenz und Divergenz, Erregung und Hemmung70
3.6.2 Der Rechner in der Nervenzelle73
3.6.3 Die schreckhafte Maus oder die Rückwärtshemmung als Notbremse75
Weiterführende Literatur76
4: Von der Sinneszelle zum Gehirn77
4.1 Vom Reiz zum elektrischen Signal – die Signalwandlung78
4.1.1 Eine komplizierte Aufgabe78
4.1.2 Sinneszellen besitzen ein spezialisiertes Außensegment78
4.1.3 Die einfachste Art der Signalwandlung: Rezeptor und Ionenkanal sind in einem Protein zusammengefasst79
4.1.4 Signalwandlung mit dem Baukastensystem – die G-Protein-gekoppelte Signalkaskade80
4.2 Adaptation84
4.2.1 Sinneszellen passen sich an die Umgebung an – sie adaptieren84
4.3 Codierung der Sinnesinformation85
4.3.1 Sinnesreize werden in der Abfolge von Aktionspotenzialen codiert und an das Gehirn geschickt85
4.4 Die geordnete Verschaltung der Sinnesinformation86
4.4.1 Ordnung im Strom der Sinnesinformation86
4.4.2 Ordnung auf höchster Ebene – die topografische Abbildung89
4.4.3 Die Sinnesinformation wird gefiltert89
Weiterführende Literatur90
5: Schmecken91
5.1 Vom Sinn des Schmeckens92