: Ulrich G. Strunz junior
: Arsch hoch beginnt im Kopf Wie die Kraft des Denkens unser Leben verändert - Mit Mentalprogramm nach den neuesten Erkenntnissen der Neurobiologie
: Ariston
: 9783641246860
: 1
: CHF 7.10
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: Angewandte Psychologie
: German
: 128
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
… und plötzlich kann alles gelingen!
Sein Leben war so deprimierend wie der Blick auf die Waage – lange, zu lange war Ulrich G. Strunz bequem und antriebslos, übergewichtig und unfit gewesen. Im Alter von 26 Jahren beschloss er, es muss sich etwas ändern. Aber was? Und vor allem: Wie damit anfangen?
Die Antwort: Das Wichtigste ist, den ersten Schritt zu tun – und dann dabei zu bleiben. Klingt einfach, ist schwer; die meisten scheitern daran. Nicht so Ulrich G. Strunz. Er entwickelte ein hocheffektives Mentalprogramm, das die Kraft der Meditation mit der Kraft des zielgerichteten Denkens verbindet. Ein überaus klares, wirksames und verblüffend erfolgreiches Konzept, das es ermöglicht, den ganzen Tag energetisch aufzuladen, Körper und Geist neu in Form zu bringen und dauerhaft in den Flow zu kommen.
Knapp, klar, kompetent – 128 Seiten, die Ihr Leben verändern können!

Dr. Ulrich G. Strunz, geboren 1987, ist Autor des Sachbuchs »Arsch hoch beginnt im Kopf« und Dozent für Entscheidungsorientiertes Management an der FOM München. Seine Doktorarbeit verfasste er im Bereich der Verhaltensökonomie. Seit 2020 ist er in der Geschäftsführung der Strunz GmbH tätig.

Erster Schritt – Laufen


Ich will nicht länger am Umsetzungsproblem leiden, und ich weiß, was zu tun ist: meditieren, laufen, Ernährung umstellen. Da ich so frustriert bin, beschließe ich, mit allem auf einmal zu beginnen. Den Entschluss fasse ich ausgerechnet kurz nach Weihnachten.

Neujahrsvorsatz erster Teil: Ich werde laufen. Geschätzt bin ich einer von mehreren Millionen Deutschen, die mit diesem Ziel ins neue Jahr starten. Klassisch! Wie viele verwirklichen ihre Vorsätze? Egal. Ich will zu denen zählen, die es packen.

Ich suche mir eine Laufstrecke, die außerhalb der Stadt liegt. Meiner Einschätzung nach sind dort nur wenige Läufer unterwegs. Denn ich will nicht, dass mich durchtrainierte Sportler mustern. Es ist der zweite Januar, Nachmittag, es nieselt und ist grau, fast schon dunkel. Die Temperatur liegt leicht über null Grad. Vom Parkplatz aus laufe ich den Asphaltweg entlang. Er verläuft parallel zur Straße, die sich schnurgerade durch die Landschaft zieht. Der Weg hat kein Gefälle. Da ich als Jugendlicher hin und wieder Mountainbike fuhr und Tennis spielte, rede ich mir ein, dass ich die Strecke überleben werde.

Ich laufe langsam. Jeder Schritt fühlt sich beschwerlich an. Da ich Asthma habe, konzentriere ich mich auf die Atmung: zwei Schritte lang einatmen, drei Schritte lang ausatmen. Falls ich einen Anfall bekommen sollte, habe ich mein Asthmaspray dabei. Für Asthmatiker ist das Ausatmen besonders wichtig – sowie ein gleichmäßiger Atemrhythmus. Das reduziert das Risiko eines Anfalls.

Nach ungefähr einem Kilometer gehe ich das erste Mal einige Schritte. Es ist mir unangenehm, doch gleichzeitig will ich mir nichts vorwerfen. Ich trotte draußen im Nieselregen rum, das ist doch schon mal was! Nach zwei Kilometern endet der Asphaltweg. Ich fühle mich ebenfalls am Ende und gehe wieder ein kurzes Stück. Ich sehe einen Schotterweg, der steil in den Wald hineinführt. Das ist zu viel für mich, doch ich hoffe, in einigen Wochen die Runde zu erweitern. Heute kehre ich um und trotte langsam zum Parkplatz zurück. Ich benötige zwei weitere Gehpausen. Erschöpft stehe ich vor meinem Auto und bin stolz auf mich. Ich bin zwar weder lange noch schnell gelaufen, aber ich habe es gemacht! Das ist das Wichtigste.

Laufen ist das Normale


Gehirntraining und Ausdauertraining bedingen sich gegenseitig. Wer körperlich fit ist, meditiert besser. Und wer meditiert, absolviert sein Training disziplinierter.

Warum ist das so?

Das Gehirn erhält ununterbrochen Signale über den Zustand des Körpers und generiert daraufhin Emotionen. Besser gesagt eine Grundstimmung, denn neben der körperlichen Verfassung tragen auch psychologische Muster und äußere Reize dazu bei, wie wir uns fühlen. Die Signale aus dem Körper sind diffus, ebenso wie die daraus generierte Grundstimmung. Sie zeigt sich beispielsweise als gute oder schlechte Laune, leichte Reizbarkeit oder Trägheit. Leider melden die einzelnen Organe keine konkreten Informationen. Mein untrainiertes Herz-Kreislauf-System signalisiert beispielsw