Unruhe in Argonien
Wer bin ich?
Sebastian Maierhofer/ Casper v. Hochlob
Meine Mutter und ich gingen zum ersten Mal zu ihrem neuen Arbeitsplatz. Bis wir dort ankamen, verfloss für mich gefühlt eine Ewigkeit, aber es gab so viel Neues zu entdecken. Die Blätter, die am Boden lagen, waren so schön bunt, die Bäume bereits kahl. Ich fragte meine Mutter, wieso das so ist, aber sie wusste keine Antwort darauf. Niemand wusste es, jeder Mensch, den ich fragte, hatte keine Ahnung, wieso das so war.
Mit der Zeit wurde es meiner Mutter peinlich, dass ich darauf bestand, jeden einzelnen Menschen danach zu fragen. Am Ende zog sie mich nur noch hinter sich her, weil ich immer wieder stehen blieb und alles bewundern musste. Sogar die kleinen Insekten, die meine Mutter Marienkäfer nannte, hob ich auf und setzte sie auf meinen Finger, um ihnen die Stadt zu zeigen.
Als wir endlich ankamen, standen wir vor einem riesigen Gebäude mit vier Türmen. Als uns ein strenger Mann herumführte, sah ich auf einmal ein kleines Mädchen am Boden sitzen und mit Steinen spielen. Ich lief zu dem Mädchen hinüber und setzte mich zu ihr. Ohne zu zögern sagte ich: „Hallo, ich bin Casper, wollen wir Freunde sein?“ So schloss man als Kind Freundschaften.
Nach kurzer Zeit hatten wir schon richtig Spaß miteinander. Nur ihr Name klang für mich merkwürdig. Wer nennt