: Gudrun S. Wieser (Hg.), Die Schülerinnen und Schüler der 5C Klasse des Akademischen Gymnasiums Graz
: Gudrun Wieser
: Ultimus Ultimorum Die Helden des Königs
: Morawa Lesezirkel
: 9783990845028
: 1
: CHF 2.60
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 176
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Oh, Schreck - das Kind ist weg! Fünf Jahre sind vergangen, seit die unbekannte Krankheit des Königs geheilt wurde. Alles könnte nun friedlich sein, doch eine alte Schuld ist nie beglichen worden und plötzlich wird der Sohn des jungen Königs entführt. Die Helden, die einst ihren König retteten, müssen sich erneut in ein Abenteuer stürzen. Auf ihrer Reise werden sie neuen Verbündeten und alten Gefahren begegnen und über sich hinauswachsen müssen. Bereits zum zweiten Mal begibt sich die 5C Klasse des Akademischen Gymnasiums in ein phantastisches Abenteuer. Gemeinsam verfassen sie eine Fortsetzung rund um die Geschicke des Königreichs Neunbürgen.

Gudrun S. Wieser unterrichtet am Akademischen Gymnasium in Graz Deutsch und Latein. Im Rahmen des Deutschunterrichts erarbeitet sie mit Schülerinnen und Schülern Geschichten, die als Romane veröffentlicht werden. Dies gibt den Jugendlichen Einblick in den spannenden Literaturbetrieb und macht Lust auf Lesen und Schreiben gleichermaßen.

Unruhe in Argonien

Wer bin ich?

Sebastian Maierhofer/ Casper v. Hochlob

Meine Mutter und ich gingen zum ersten Mal zu ihrem neuen Arbeitsplatz. Bis wir dort ankamen, verfloss für mich gefühlt eine Ewigkeit, aber es gab so viel Neues zu entdecken. Die Blätter, die am Boden lagen, waren so schön bunt, die Bäume bereits kahl. Ich fragte meine Mutter, wieso das so ist, aber sie wusste keine Antwort darauf. Niemand wusste es, jeder Mensch, den ich fragte, hatte keine Ahnung, wieso das so war.

Mit der Zeit wurde es meiner Mutter peinlich, dass ich darauf bestand, jeden einzelnen Menschen danach zu fragen. Am Ende zog sie mich nur noch hinter sich her, weil ich immer wieder stehen blieb und alles bewundern musste. Sogar die kleinen Insekten, die meine Mutter Marienkäfer nannte, hob ich auf und setzte sie auf meinen Finger, um ihnen die Stadt zu zeigen.

Als wir endlich ankamen, standen wir vor einem riesigen Gebäude mit vier Türmen. Als uns ein strenger Mann herumführte, sah ich auf einmal ein kleines Mädchen am Boden sitzen und mit Steinen spielen. Ich lief zu dem Mädchen hinüber und setzte mich zu ihr. Ohne zu zögern sagte ich: „Hallo, ich bin Casper, wollen wir Freunde sein?“ So schloss man als Kind Freundschaften.

Nach kurzer Zeit hatten wir schon richtig Spaß miteinander. Nur ihr Name klang für mich merkwürdig. Wer nennt