Zweites Kapitel
Ein seltsames Angebot
Sir David Lindsays erwähnter Kapitän meldete sich tatsächlich am nächsten Abend bei uns in Gestalt eines kleinen Schiffsjungen. Artig zog er seine Mütze vom Kopf und legte seine schwarze Lockenpracht frei. Dann eröffnete er uns, dass am nächsten Tag ihr Schiff, dieShams Albahr – was Arabisch war und so viel hieß wieDie Sonne des Meeres –, die Segel setzen würde und wir uns gegen Mittag an Bord begeben könnten. Mit gesenktem Blick wiederholte er dann die Worte seines Kapitäns, durch die jener einen horrenden Preis für die Überfahrt forderte, den wir jedoch nicht zu zahlen gedachten. Denn wir wussten natürlich, dass Lord Lindsay ein Gentleman war, auch wenn er uns für eine geheimnisvolle und fragliche Mission im Stich gelassen hatte. Er hatte den Kapitän sicher mehr als üblich für seinen Dienst entlohnt. Doch ich erwähnte es dem kleinen Kerl gegenüber nicht. Er konnte ja nichts für die Verschlagenheit seines Kapitäns. Wir würden die Sache morgen persönlich mit diesem geschäftstüchtigen Herrn besprechen. Und so machten wir uns daran, unsere Sachen zu packen.
Am nächsten Morgen war alles für die Abreise bereit. Mein guter Halef, berauscht von dem Fund seinesGoldenen Vlieses, musste indes noch einmal dringlichst nach interessanten Mitbringseln Ausschau halten. Deshalb begab er si