: Abby Green
: Verführt von einem Scheich
: Cora Verlag
: 9783733739744
: Julia
: 1
: CHF 2.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 144
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Scheic Kadens Berührung versetzt Julia in heftige Erregung. Seit ihrer letzten Begegnung vor zwölf Jahren ist er noch attraktiver geworden! Sie kann seinen Verführungsversuchen einfach nicht widerstehen. Bis sie schockiert entdeckt, dass er bald heiratet. Allerdings nicht sie!



<p>Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills& Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!</p>

1. KAPITEL

„Der Emir von Burquat. Seine Königliche Hoheit Scheich Kaden Bin Rashad al Abbas.“

Kaden ließ den Blick über die im Ballsaal des exklusiven Londoner Royal Archaeology Club versammelten Gäste schweifen, deren ungeteilte Aufmerksamkeit sich sofort auf ihn richtete. Es machte ihm nichts aus, angestarrt zu werden. Er kannte es nicht anders. Lässig eine Hand in der Hosentasche haltend schritt er die eleganten Marmorstufen hinunter und beobachtete mit unbewegtem Gesicht, wie sich die Menschen, die sich beim Starren ertappt fühlten, schnell abwandten. Oder besser gesagt: Die Männer wandten sich ab. Den Frauen fiel es schwerer, einige verschlangen ihn geradezu mit Blicken – auch die vollbusige Serviererin, die am Fuß der Treppe wartete, um ihm ein Glas Champagner zu reichen. Ihr kokettes Lächeln blieb jedoch unerwidert, denn Kaden nahm das Glas und sah weg. Die Kleine war viel zu jung für sein abgeklärtes Herz.

Schon als Teenager hatte er gemerkt, dass er eine gewisse Anziehungskraft auf Frauen ausübte. Wenn er seine markanten Gesichtszüge im Spiegel betrachtete, fragte er sich allerdings, ob es der Damenwelt nur darum ging, ein zärtliches Lächeln auf seine spöttische Miene zu zaubern. Früher war er nicht zynisch gewesen, doch das war so lange her, dass er sich kaum noch daran erinnern konnte. Vielleicht hatte er es auch nur geträumt.

In diesem Moment fiel sein Blick auf eine blonde Frau, die sich deutlich von den dunkelhaarigen Gästen abhob. Sein Körper reagierte sofort.Immer noch. Nach so langer Zeit! Kaden verfluchte sich für diesen unwillkürlichen Reflex, der von einer Erinnerung ausgelöst worden war, die kaum mehr als ein flüchtiger Traum gewesen war. Dann wandte er sich erleichtert dem Geschäftsführer des Clubs zu, der auf ihn zueilte.

Julia Somertons Herz raste, ihr wurde schwindlig.

Kaden.

Hier.

Im selben Raum!

Würdevoll schritt er die Treppe hinunter und verschwand in der Menge – obwohl er die meisten Menschen überragte. Doch der erste Eindruck von ihm, wie er dort oben einer eleganten dunkelhaarigen Gottheit gleich den Ballsaal überblickte, hatte sich unauslöschlich in ihr Gedächtnis eingebrannt. In ihrem Herzen bewahrte sie sein Bild schon seit Jahren, trotz aller Versuche, es auszulöschen.

Als seine Ankunft verkündet worden war und Julia erstaunt aufgeblickt hatte, war ihr sofort aufgefallen, dass er noch immer so blendend aussah wie bei ihrer ersten Begegnung. Groß, breitschultrig, dunkelhaarig, exotisch – mit den markanten Gesichtszügen eines Mannes, dessen Vorfahren seit Menschengedenken in dem kargen, unwirtlichen Land Burquat überlebt hatten. Selbst aus der Entfernung nahm der Blick seiner fast schwarzen Augen sie gefangen. Sie waren so dunkel, dass man sich in ihnen zu verlieren glaubte. Und war ihr nicht genau das passiert?

Seltsam, auch nach all den Jahren hatte er noch immer diese Wirkung auf sie. Genau genommen waren seit ihrer letzten Begegnung zwölf lange Jahre ins Land gegangen. Inzwischen hatte sie eine Scheidung hinter sich und war vieler Illus