: Barbara Doris Kuhn
: Wandler des Mondes
: neobooks Self-Publishing
: 9783742705785
: 1
: CHF 2.60
:
: Märchen, Sagen, Legenden
: German
: 243
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wandler des Mondes Die junge Miriam Jaldesie wird nach einer Verabredung entführt und brutal gefoltert. Nach ihrem Krankenhausaufenthalt will sie sich in einem abgelegenen kleinen Dorf erholen. Doch in dem Wald, wo das Ferienhaus liegt gehen merkwürdige Dinge vor. Erst sieht sie wolfsähnliche Hunde, hört eine Geisterstimme auf einem verlassenen Friedhof und findet ständig irgendwelche Menhire. Doch als ihre Entführer dort auftauchen spitzt sich die Lage zu. Kann sie der tödlichen Gefahr entfliehen oder hilft ihr etwas Magisches?

Mein Name ist Barbara D. Kuhn. Ich wurde 1967 in Deutschland geboren und wohne, mit meinem Mann und meinen Kindern, in einem kleinen Dorf im Westerwald. Am liebsten schreibe ich über Magie, Übersinnliches oder alte Kulturen. Die Hauptfiguren in meinen Geschichten sind meistens selbstbewusste Frauen. Da ich für meine Bücher sehr viel recherchiere, versuche ich immer reale Orte zu finden und mich mit der Zeit (Mittelalter) auseinanderzusetzen. Meine Covers, gestalte ich mit Vorliebe selbst.

Eins - Ankunft




Heute ist morgen und morgen ist heute, so stand es jedenfalls in einem Buch. Aber, was machte ich heute in diesem verschlafenen Nest? Ein kleines, verschlafenes Dorf, irgendwo im nirgendwo. Wahrscheinlich würden sich, wenn man genau hinsah, Fuchs und Hase dort gute Nacht sagen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Okay, ich hatte eine schreckliche Zeit hinter mir. Einen Monat in der Klinik und weitere Wochen zu Hause, wo mir langsam aber sicher die Decke auf den Kopf fiel. Meine Arbeit hatte mir nahegelegt, meinen Urlaub vom vergangen Jahr und von diesem Jahr zu nehmen, damit ich wieder völlig gesund zurückkäme.Gesund!

Was für ein einfaches Wort und doch sagte dieses Wort alles über mich aus. In den Augen der Ärzte war ich gesund, körperlich. Doch, das sagte nicht annähernd etwas über meinen seelischen Zustand aus. Dabei war ich vor acht Monaten noch voller Leben und Zuversicht.

Ich war stellvertretende Geschäftsführerin, bei einer noblen Textilfirma, die sich mitten in Deutschland befand. Hatte ein gutes Gehalt, eine hübsche Wohnung und ein nagelneues Auto. Kurz und gut ich war am Ziel meiner Träume. Doch es gab einen Haken, ich konnte das mit niemanden teilen. Mit meinen vierundzwanzig Jahren, hatte ich es allerdings weit gebracht.

Ich hatte lange, rotbraune Haare, grüne Augen und helle, makellose Haut. Zugegeben ich ging nicht wie die meisten auf die Sonnenbank oder zum Frisör. Ich mochte es, wenn meine Haut durch die Sonne etwas gebräunt wurde. Zwei Mal in der Woche jogge ich, in einem kleinen Park, und sah hin und wieder den Enten auf dem Teich zu.

Ich liebte die Natur, auch wenn ich nicht viel Zeit dafür hatte. Selten ging ich mit Freunden aus und schon gar nicht um Spaß zu haben. Ein echter Workaholic eben. So sah mich jedenfalls mein Freundeskreis und wahrscheinlich hatten sie damit auch recht. Ja, bis vor acht Monaten war das zumindest so und mir war überhaupt nicht bewusst, wie zufrieden ich damit war.

Vor über acht Monaten, hatte ich mich von Jessica und Paul breitschlagen lassen, mit ihnen auf eine Vernissage von John zugehen. Nicht, dass es irgendwie seltsam war, dass sie mich einluden, nur dieses Mal ging ich tatsächlich mit. Es waren ungefähr vierzig geladene Gäste. Jeder hatte sich in Schale geworfen und zeigte seinen geheuchelten Kunstgeschmack.

Okay, John hatte ein Händchen für Kunst. Ich kannte ihn schon bevor er diese Vernissage überhaupt in Erwägung gezogen hatte. Ständig musste ich seinen Annährungsversuchen ausweichen, bis heute. Allerdings heute, war er der Star und umringt von jungen, gut aussehenden Frauen. Als John mich sah, kam er wie immer auf mich zu und gab mir eine herzliche Umarmung. Seinem südländlichen Charme und Aussehen konnte man sich auch schlecht entziehen.

John war ein Jahr älter als ich. Seine Eltern hatten eine Reihe von Restaurants und eine Villa außerhalb der Stadt. Aber er konnte mich damit nicht ködern. Wir beide waren nur gute Freunde. Sehr gute Freunde. Manchmal diente ich ihm als Alibi, wenn er irgendwo versackt war und sein Alkoholpensum über die Strenge sch