: Ela Maus
: Chased Auf der Flucht
: Elaria
: 9783964650085
: 1
: CHF 3.50
:
: Erzählende Literatur
: German
: 523
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Zwischen Flucht und Freiheit gewinnt die Liebe Lilianes behütetes Teenagerleben wird völlig aus der Bahn geworfen, als sie eines Abends entführt und nach Kanada verschleppt wird. Eingesperrt in einen abgelegenen Bunker fürchtet sie, das Sonnenlicht nie wiederzusehen. Doch sie wird gerettet: Jaio - ein vertrauenserweckender H nterwäldler - befreit sie aus der Dunkelheit. Er wohnt mit dem mürrischen Aiden und sechs Hunden im Wald, wo sie ein Leben fernab der Zivilisation führen.  Die Entführer sehen sich gezwungen, Lily umzubringen, weshalb sie wohl oder übel einige Zeit bei den Jungs überbrücken muss. Dies ist der Beginn einer Gefühlsachterbahn sondergleichen, denn nach anfänglichen Schwierigkeiten zeigt sich sogar Aiden willig, sie in seiner Welt zu tolerieren. Als Lily die Gefahr durch die Entführer einholt, weiß sie zumindest, dass nun zwei Jungs an ihrer Seite stehen, die versuchen, ihr Leben zu retten.    Leserstimmen: 'Das Buch hat mich direkt gefesselt, vom Anfang bis zum Ende kein bisschen Langeweile.' 'Ich habe mit gelitten, geweint und gelacht.' 'Eine wunderschöne und spannende Geschichte, die ich kaum aus der Hand legen konnte.'

Kapitel 1


Ein greller Blitz schoss durch meinen Kopf und hellte für einen Moment die unendliche Dunkelheit auf, die eine Sekunde danach wieder die Kontrolle über mein Bewusstsein ergriff. Wach war ich trotzdem. Meine Finger regten sich, versuchten nach irgendwas zu greifen. Dann drang ein lautes Brummen an meine Ohren. Es ließ mich erstarren. Die Bedrohlichkeit kam mit dem schwindelerregenden Schaukeln, das von der Erde herrührte. Ich traute mich nicht, meine Augen zu öffnen. Wo war ich? Was war mit mir passiert?

Ich spürte, dass meine Hände verdreht auf meinem Körper lagen. Ganz vorsichtig wollte ich sie auseinanderziehen, doch es ging nicht. Ein Klirren, als würde Metall an Metall stoßen, ließ mich innehalten. Ungewollt öffneten sich meine Augen. Meine Sicht verschwamm. Erst nach mehrmaligem Blinzeln konnte ich erkennen, was direkt über mir war: Eine Art Rohr, das im oberen Bereich von Plastik umhüllt wurde, schlängelte sich an einer Wand hinauf. Es war erwärmt, sodass mein Gehirn mir sofort die richtige Information zusandte: Meine Hände waren an einem Heizungsrohr befestigt.

Erschrocken sah ich mich um, nur um festzustellen, dass der Raum, in dem ich mich befand, kaum größer als eine Kabine auf den Schultoiletten war. Genaugenommen war es exakt das: Ein Toilettenraum. Allerdings gab es hier keine Fliesen, sondern einen gummiartigen Boden, der ausreichend elastischen Schutz für das wirre Erschüttern meiner Umgebung bot. Das winzige Klo befand sich unmittelbar neben dem Waschbecken, über dem ein eckiger Spiegel angebracht war. Was sich darin reflektierte, riss mir den Boden unter den Füßen weg. Hätte ich nicht schon auf der Gummimatte gekauert, wäre ich sicherlich umgefallen, als mir die Spiegelung des Fensters verriet, was sich außerhalb des winzigen Raums befand: dunkle wandernde Wolken. Ich war in einem Flugzeug gefangen.

Diese Erkenntnis setzte panische Angst in mir frei, die meine Gliedmaßen antrieb, sich zu bewegen. Ich wollte prüfen, ob noch alles dran war, doch kaum hatte ich mich ein bisschen bewegt, wurde ich schon aufgehalten. Etwas zerrte an meinen Händen, sodass ich nicht dazu in der Lage war, sie auseinanderzuziehen. Geschockt