: Martin Barkawitz
: Die Blutstraße Jack-Reilly-Krimi
: Elaria
: 9783964650337
: 1
: CHF 1.80
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 115
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Asphalt der Angst!   New York 1928: Du lebst in der Bowery. Deine Nachbarn sind Schläger,Huren und Halsabschneider. Morgens wird das Blut vom Gehweg gewischt. Kokain ist leichter erhältlich als ein Hot Dog. Wer hier einen Kriminalfall lösen will, darf nicht zimperlich sein. Wie gut, dass Privatschnüffler Jack Reilly sich durchsetzen kann. Lässt er sich für dumm verkaufen? Natürlich nicht. Außer von einer schönen Frau.   Jeder Jack-Reilly-Fall ist eine in sich abgeschlossene Geschichte.         Der Autor Martin Barkawitz schreibt seit 1997 unter verschiedenen Pseudonymen überwiegend in den Genres Krimi, Thriller, Romantik, Horror, Western und Steam Punk.  Er gehörte u.a. zum Jerry Cotton Team. Von ihm sind fast dreihundert Heftromane, Taschenbücher und E-Books erschienen.       Ein Fall für Jack Reilly   - Das Tangoluder - Der gekreuzigte Russe - Der Hindenburg Passagier - Die Brooklyn Bleinacht - Die Blutstraße - Der Strumpfmörder - Die Blutmoneten  Andere Bücher des Autors   - Blutmühle - Höllentunnel - Der Schauermann  SoKo Hamburg - Ein Fall für Heike Stein:   - Tote Unschuld - Musical Mord - Fleetenfahrt ins Jenseits - Reeperbahn Blues - Frauenmord im Freihafen - Blankeneser Mordkomplott - Hotel Oceana, Mord inklusive - Mord maritim - Das Geheimnis des Professors - Hamburger Rache - Eppendorf Mord - Satansmaske - Fleetenkiller - Sperrbezirk - Pik As Mord - Leichenkoje - Brechmann - Hafengesindel - Frauentöter - Killer Hotel - Alster Clown - Inkasso Geier - Mörder Mama - Hafensklavin - Teufelsbrück Tod

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Ich traute Harry Bishop trotz seines strahlenden Zahnpasta-Lächelns nicht über den Weg.

Wenn man ihm die Hand gab, empfahl es sich, hinterher die eigenen Finger nachzuzählen. Es hätte sein können, dass er einen davon klaute. Und wer ihm den Rücken zudrehte, musste damit rechnen, ein Messer zwischen die Schulterblätter gerammt zu bekommen.

Für diese Art von Kerl hielt ich Bishop. Auf meine Menschenkenntnis kann ich mich verlassen.

Weshalb ich mich dann trotzdem mit dem Hurensohn abgab, Freunde?

Weil ich mal wieder dringend ein paar knisternde Dollarscheine in der Tasche brauchte. Die Zeiten waren hart und miese kleine Privatschnüffler gab es wie Sand am Meer.

Zumindest in New York City.

Ich hätte also dankbar dafür sein können, dass sich ein reicher Protzer in mein bescheidenes Büro verirrt hatte. Bishop trug einen Maßanzug, hatte dicke Goldringe an seinen Wurstfingern.

Und seine Gattin, die auf meinem zweiten Besucherstuhl Platz genommen hatte, war die Wucht in Tüten.

Bishops Ehefrau hörte auf den liebreizenden Namen Lydia. Über ihrem flaschengrünen Kleid nach neuester Pariser Mode trug sie ein Pelzjäckchen. Lydia rauchte eine Zigarette aus einer langen schwarzen Spitze und ließ den Rauch zwischen ihren kirschroten Lippen langsam zur Zimmerdecke steigen. Sie musterte mich, als ob ich ein Insekt unter dem Mikroskop eines verrückten Wissenschaftlers wäre.

Ich zwang mich zu einem geschäftsmäßigen Lächeln.

„Was kann ich für Sie tun?“, wandte ich mich an B