Die Frühe Neuzeit als Epoche
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Helmut Neuhaus
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Die Frühe Neuzeit als Epoche
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De Gruyter Oldenbourg
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9783110650839
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Historische Zeitschrift / BeihefteISSN
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1
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CHF 84.10
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Neuzeit bis 1918
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German
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502
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Wasserzeichen/DRM
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich in der Geschichtswissenschaft 'Frühe Neuzeit' als Epochenbegriff für die Zeit von ca. 1500 bis ca. 1800 weitgehend durchgesetzt. Zum Erfolg des Epochenbegriffs gehört, dass er auch in zahlreichen historischen Teildisziplinen Verbreitung fand, in denen sich für diesen Zeitraum sehr unterschiedliche Bezeichnungen eingebürgert hatten. Im vorliegenden Band wird 'Frühe Neuzeit' interdisziplinär diskutiert und in wissens-, literatur- und kunst-, konfessions-, raum-, politik- und wirtschaftsgeschichtlichen Kontexten thematisiert. In einer Zeit, in der die Globalisierung die Welt und folglich auch die Weltgeschichte stärker ins Blickfeld rückt, muss zudem die Frage gestellt werden, ob 'Frühe Neuzeit' als eine zunächst auf Mitteleuropa bezogene Epoche auch in den Geschichten anderer Weltgegenden - etwa dem indischen, atlantischen und japanischen Raum - als Epochenbezeichnung brauchbar ist.
Inhalt
5
Die Frühe Neuzeit als Epoche
9
Teil 1: Anfang und Ende der Frühen Neuzeit
15
Der Ort der Kunst in der Frühen Neuzeit. Wissenschaftsgeschichtliches zum Beginn der Frühen Neuzeit in der Kunstgeschichte sowie Anmerkungen zum kunsttheoretischen Diskurs nördlich der Alpen im 15. Jahrhundert
15
Ludwig XIV. und Kaiser Leopold I. als Herrscher. Mythos oder Wirklichkeit des absoluten Fürstentums?
43
Das deutsche Bürgertum in der Umbruchszeit 1750–1850. Überlegungen zur Epochenzäsur 1800 aus der Sicht der neueren Bürgertumsgeschichte
59
Teil 2: Management, Kommunikation, Praxis: Erscheinungsformen des Wissens in der Frühen Neuzeit
85
Gelehrtes Wissensmanagement in der Frühen Neuzeit
85
Religiöses Wissen. Wissenschaft und die Kommunikation mit Gott
99
Abgründe des Wissens. Über einige Voraussetzungen für die Entstehung der Geschichte als praktischer Wissenschaft
115
Teil 3: „Frühe Neuzeit“ als eine „importierte“ Epochensignatur in der Musik-, Literatur- und Kunstgeschichte
133
Zeit, Neuzeit, frühe Neuzeit. Musikhistorische Schwierigkeiten im Umgang mit einer Signatur
133
Makroepoche der Mikroepochen. ‚Frühe Neuzeit‘ in der Deutungskonkurrenz literaturwissenschaftlicher Epochenbegriffe
151
Argument – Kunst – Affekt. Bildverständnisse einer Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit
173
Teil 4: Frühe Neuzeit als Epoche für Religion und Forschung: Vorstellungen des Umbruchs
245
Unsichtbare Grenzen. Noch einmal zum reformatorischen Gewissensbegriff und dessen Deutung als Signatur der Neuzeit
245
Katholische Konfessionalisierung – ein Epochenphänomen der Frühneuzeit zwischen Spätmittelalter und Aufklärung
259
Liturgie und Zeitvorstellungen im Genf des 16. bis 18. Jahrhunderts
299
Teil 5: Lebensformen und Raumverständnis in der Frühen Neuzeit
315
Gibt es eine typisch frühneuzeitliche Raumwahrnehmung?
315
Mediterrane Diasporas. Plurale Loyalitäten an der Schnittstelle von „Nationen“
333
Teil 6: Annäherungen an das Politische in der Frühen Neuzeit: Diskurse, Theorien, Praktiken
355
Vorstellungen von Herrschaft im 16. Jahrhundert. Grundzüge europäischer politischer Kommunikation
355
Fakten und Normen. Frühneuzeitliche Reaktionen auf die Res durae des Politischen
385
Akzeptanzorientierte Herrschaft. Überlegungen zur politischen Kultur der Frühen Neuzeit
403
Teil 7: Die Wirtschaft der Frühen Neuzeit und die Frage der Periodisierung
417
Die Frühe Neuzeit als wirtschaftshistorische Epoche. Fluktuationen relativer Preise 1450–1850
417
Mikrohistorie und Periodisierung. Geschichte eines Desinteresses?
443
Teil 8: Die Frühe Neuzeit als Epoche in der außereuropäischen Geschichte
457
Pre-colonial oder early modern? Das Problem der Zeitzäsuren in der indischen Geschichte
457
Atlantische Geschichte und der Begriff der Frühen Neuzeit
477
Frühe Neuzeit und Frühmoderne als Konzepte der ostasiatischen Geschichtswissenschaft
487
Abkürzungen und Zeitschriftensiglen
499
Die Autorinnen und Autoren
501