: Alberto Angela
: Kleopatra. Die Königin, die Rom herausforderte und ewigen Ruhm gewann Italiens Nr.1-BESTSELLER über die einst mächtigste Frau der Welt | Queen Cleopatra | Altes Ägypten | Römisches Reich | Cäsar
: HarperCollins
: 9783959678711
: 1
: CHF 14.40
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: Geschichte
: German
: 512
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Königin, Geliebte, Kriegsstrategin.
W r war die Femme fatale der Antike wirklich?


p>Seit über zweitausend Jahren beschäftigt Kleopatra unsere Fantasie. Wir kennen sie aus Shakespearedramen und Hollywoodfilmen genauso wie als Chiffre für Luxus und Verführung. Doch wer war die Femme fatale der Antike wirklich?

Bestselleraut r Alberto Angela nimmt uns mit zurück in die Zeit: Wir schreiben das 1. Jahrhundert v. Chr., und Kleopatra regiert das reichste Land der Welt. Als ein Erbstreit um den ägyptischen Thron entbrennt, muss sie flüchten. Um ihr Königreich zu retten, beginnt sie Affären mit den mächtigsten Männern ihrer Zeit: Julius Cäsar und Marcus Antonius, Herrscher des expandierenden Römischen Reichs. Beide zieht sie in ihren Bann und schreibt damit Weltgeschichte. Allein bei Oktavian, dem späteren Augustus, beißt sie auf Granit.

Ihr Einsatz ist hoch, und sie selbst verliert am Ende alles. Doch ihr Mythos lebt. Hautnah, mitreißend und lebendig zeichnet Alberto Angela das Porträt dieser faszinierenden Frau.

DIE GESCHICHTE DER EINST MÄCHTIGSTEN FRAU DER WELT


< >»Was sie so unwiderstehlich machte, war ihre Intelligenz.«


»Alberto Angela verbindet auf wunderbare Weise populäre, ja sinnliche Darstellung mit harter Quellenkritik, die aus einem soliden Wissen über das Zeitalter seiner Akteure schöpft.«

WELT Online



<p>ALBERTO ANGELA, geboren 1962 in Paris, ist Paläontologe, Naturforscher und Wissenschaftsjournalist. Seine Bücher über das Leben in der Antike (u. a. »Ein Tag im Alten Rom«, »Pompeji«) wurden in über 14 Sprachen übersetzt und sind internationale Bestseller. Durch die Sendereihe Meraviglie (dt.: Wunder), in der er die italienischen Kulturschätze der UNESCO vorstellt, wurde er in Italien zum Fernsehstar. Alberto Angela ist Mitglied des Istituto Italiano di Paleontologia Umana in Rom und des Centro Studi Ricerche Ligabue in Venedig.</p>
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Cäsars Tod

In Brutus’ Haus am Morgen des 15. März:
Weshalb Cäsar heute getötet werden muss

Marcus Iunius Brutus schreitet unruhig in seinem Arbeitszimmer auf und ab. Er vermag kaum zu atmen und hat eine schlaflose Nacht hinter sich. Wieder und wieder geht ihm durch den Kopf, was heute geschehen soll. Er kann keinen anderen Gedanken mehr fassen. Seine Frau Portia, die am Türpfosten lehnt, lässt ihn keinen Moment aus den Augen. Sie kann kaum stehen, denn eines ihrer Beine ist verbunden. Sie hat sich selbst eine tiefe Wunde zugefügt, um Brutus ihre Loyalität zu beweisen. Da sie die starke Anspannung gespürt hatte, unter der ihr Mann stand, hatte sie ihn einige Tage zuvor gefragt, was ihn umtreibe. Aber Brutus blieb stumm. Keiner der Verschwörer hat seinen Plan je einem Freund oder Angehörigen enthüllt. Nicht einmal der Gemahlin. Aber Portia ist nicht wie die anderen Frauen. Sie hat ihren eigenen, tief empfundenen Wertekanon: Schließlich ist sie die Tochter von Cato dem Jüngeren, der sich gegen Cäsar und für den Freitod entschieden hatte. Sie hat Brutus gelehrt, leidenschaftlich gegen Könige, Tyrannen und all jene zu kämpfen, die nach der absoluten Macht greifen.

Und genau das trifft auf Cäsar zu, erläutert Giovanni Brizzi, Professor für Römische Geschichte an der Universität Bologna und Experte für antike Militärgeschichte. Cäsars Soldaten nahmen diesbezüglich keinerlei Blatt vor den Mund. Cäsars Behauptung, den Bürgerkrieg nur geführt zu haben, um Ehre und Sicherheit zu verteidigen, kommentierten sie mit ihrer eigenen Losung: »Hältst du dich an das Recht, wirst du verurteilt. Brichst du das Recht, wirst du König.« Cäsar konnte, wie bereits erläutert, nicht einfach ins Machtgefüge der Republik zurückkehren. Er konnte sich aber auch nicht wie Sulla völlig aus der neu geordneten Republik zurückziehen. Der Krieg, den erpro dignitate geführt hatte, hatte ihm alles gegeben, aber nun war er nicht sicher, wie er von seiner neu erworbenen Position am besten Gebrauch machen sollte. Rom wurde zu dieser Zeit wie eine unterworfene Stadt regiert: Cäsar herrscht, und zwar ganz nach seinem Gutdünken. Den Senat und die höchsten Ämter gibt es zwar noch, aber sie hängen vollkommen von Cäsars Willen ab. Und er zeigt keinerlei Achtung vor den Institutionen: Im Senat spricht er sich meist nur mit einzelnen Senatoren ab, die er oftmals selbst ernannt hat. Der Senat als Ganzes hat in seinen Augen keinerlei Bedeutung. Es werden dort nur endlose Debatten ohne jeden Sinn und Zweck geführt. Die mangelnde Effizienz rührt auch daher, dass der Senat mittlerweile sehr groß geworden und auf gut 900 Mitglieder angewachsen ist. Wenn die Institutionen Cäsar aber nichts bedeuten, so gilt das mit einiger Sicherheit auch für seine Haltung in der Frage, ob Monarchie oder Republik, gleichgültig, ob er den Titel des Königs nun anstrebt oder nicht. Die Besetzung der Konsulämter erfolgt nach seinem Gutdünken, ebenso wie die Ernennung der Senatoren. Einen der Konsuln – Gaius Caninius Rebilus – ernennt er gar nur für wenige Stunden. Die Macht, die Sonderrechte, die Ehrungen, die er mehrfach erhält, gehen weit über alles bisher Dagewesene hinaus. An diesem Punkt der Geschichte übersteigen sie jedes bekannte Maß. Am Ende des Jahres 45 v. Chr. bzw. zu Beginn des Jahres 44 v. Chr. hat Cäsar folgende Privilegien inne (in der Reihenfolge, in der sie ihm übertragen wurden):

– Cäsar durfte lebenslang und überall die Insignien des Triumphs tragen.

– Er durfte diespolia opima (die von einem feindlichen Feldherrn eroberte Rüstung) auf dem Marsfeld den Göttern weihen, ohne je tatsächlich einen feindlichen Heerführer getötet zu haben.

– Die Bündel seiner Liktoren würden für immer mit Lorbeer umwunden sein.

– Er erhielt den Titelpater patriae, Vater des Vaterlandes.

– Sein Geburtstag war ein allgemeiner Feiertag.

– Dem Monat seiner Geburt gab man den NamenIulius (Juli).

– In allen Tempeln Roms und der italischen Städte wurde eine Statue von ihm errichtet. Ebenso im Concordiatempel und im Tempel der Felicitas.

– Er erhielt die Immunität der Tribunen.

– Bei den Sitzungen auf dem Forum Romanum erhielt er einen vergoldeten Sessel statt eines gewöhnlichen.

– Er durfte die Goldkrone der etruskischen Könige tragen.

– Als angeblicher Nachfahr von Aeneas trug er schon seit einiger Zeit die hohen roten Stiefel der Könige von Al