: Karen Swan
: Eine Insel zum Verlieben Roman
: Goldmann Verlag
: 9783641239664
: 1
: CHF 2.70
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 512
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nachdem ihr von ihrem Exfreund Tom das Herz gebrochen wurde, wagt Chloe einen Neuanfang in Manhattan. Sie findet Arbeit in einer exklusiven Immobilienfirma und lernt dort den charismatischen und mysteriösen Joe kennen, der einen reizvollen Auftrag für sie hat: Sie soll die perfekte abgeschiedene Urlaubsresidenz finden. Als plötzlich Tom in der Stadt auftaucht, begleitet Chloe Joe kurzerhand auf die traumhafte griechische Insel Hydra. Die langen Sommertage und das kristallklare Wasser entfalten ihre magische Wirkung, und die beiden kommen sich näher. Doch Chloe weiß wenig über den Mann, in den sie sich gerade Hals über Kopf verliebt ...

Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wieVogue,Tatler undYOU. Heute lebt sie mit ihrer Familie im englischen Sussex und schreibt jedes Jahr zwei Romane – einen für die Sommersaison und einen zur Weihnachtszeit.

1. Kapitel


New York, vier Wochen zuvor, Ende Juni 2018


Okay, bloß keine Panik!« Xan erhob sich von seinem Schreibtisch und wedelte panisch mit den Händen. »Aber ich brauche sofort dreißig Pinguine für eine Abendgala in East Hampton.« Er deutete auf seine beiden Kolleginnen. »Go!«

»Ichliebe Pinguine!«, rief Poppy aus und schwang begeistert auf ihrem Drehstuhl hin und her. Ihre Endlosbeine von sich gestreckt nippte sie an einem grünen Saft.

Chloe stützte das Kinn in die Hand. »Pinguine? Auf einer Abendgala? Wozu das denn?«

»Ehrlich jetzt?«, witzelte Poppy mit todernstem Gesichtsausdruck. »Du weißt das nicht?«

Xan kam hinter seinem Schreibtisch hervor und ließ sich auf den Papierstapeln nieder, die sich zwischen den Tischen der Mädchen anhäuften. »Die Kundin will, dass sie sich unter die Gäste mischen.«

»Hm-ja.« Poppy nickte, als wäre ein solcher Gedanke keineswegs so abwegig, wie es auf den ersten Blick erscheinen mochte. Pinguine waren schließlich gesellige Tiere. Sie tippte eine E-Mail und stieß dann geräuschvoll den Atem aus. »Solange sie nicht die Getränke servieren sollen … Das wäre dann doch etwas zu viel verlangt.«

Chloe gluckste. Gott, sie liebte ihren Job und die Tatsache, dass so was zu ihrem ganz normalen Arbeitsalltag gehörte. »Wann fängt sie an, die Party?«

Xan verzog das Gesicht. »In zwei Stunden.«

»Okaay …«, sagte Chloe bedächtig. Bis zu den Hamptons war es eine dreistündige Autofahrt, aber das galt nur bei verhältnismäßig freien Straßen und nicht an einem Freitagnachmittag, wie heute, an dem halb New York ins Wochenende startete. »Das heißt, du wirst nicht um einen Hubschrauber herumkommen.«

Xan zuckte lässig die Achseln. »Ihr kennt diese Kundin nicht! Ich würde notfalls auch einen Kampfjet buchen. Diese Frau stellt, was Ansprüche betrifft, sogar Melania Trump in den Schatten.«

Poppy lachte laut auf. Sie besaß einen Mund wie Julia Roberts, der beim Lachen breiter wurde als die Augenwinkel – und sie lachte oft. Poppy war eine seltsame Mischung aus Extremen: superschlank und supergroß, mit langen Gliedmaßen, riesigen Kinderaugen und zartem blondem Babyhaar. Sie gehörte zu den leitenden Mitarbeitern der Firma, was man ihr allerdings kaum anmerkte, denn sie nutzte ihre Machtstellung nie aus. Im Gegenteil, die meisten verwechselten sie erst mal mit einer Praktikantin. Aber der Eindruck täuschte. Poppy war unschlagbar.

»Ich habe bereits beim Heliport angerufen und eine Augusta Grand reservieren lassen. Da kriegt man doch hoffentlich dreißig Pinguine rein, oder?«, überlegte Xan.

Poppys Augen funkelten vergnügt. »Oh, wow, das ist was für Mathematiker! Wie viele Pinguine wohl in eine Augusta Grand passen? Weißt du zufällig, wie viel Platz so ein Pinguin braucht?« Ihre großen Babyaugen richteten sich ernst auf Chloe.

Diese lehnte sich nun ebenfalls zurück und schwang auf ihrem Drehstuhl hin und her. »Kommt