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Jörg Schönert, Ralf Klausnitzer, Wilhelm Schernus
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Wilhelm Emrich. Zur Lebensgeschichte eines Geisteswissenschaftlers vor, in und nach der NS-Zeit 1945-1959 Wilhelm Emrichs Modellierungen seiner akademischen Existenz
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S.Hirzel Verlag
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9783777627106
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Beiträge zur Geschichte der Germanistik
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1
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CHF 56.90
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337
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Wasserzeichen
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PDF
Wilhelm Emrich hatte als renommierter Fachvertreter nachhaltigen Einfluss auf mehrere Generationen von Germanisten. Auf Grundlage umfassender archivalischer Recherchen, insbesondere für den am Deutschen Literaturarchiv Marbach befindlichen Nachlass, dokumentiert dieses zweibändige Werk seinen Lebenslauf. Die gründliche Nachzeichnung seiner akademischen Karriere unter den Bedingungen wechselnder politischer Systeme - von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Bundesrepublik - ermöglicht aufschlussreiche Beobachtungen zu den Aspekten intellektueller Sozialisation. In diesem zweiten Band werden Emrichs Entnazifizierung und seine Vergangenheitspolitik im Hinblick auf die NS-Zeit untersucht - ermöglicht wurde dadurch seine erfolgreiche akademische Karriere. Ergänzend werden Emrichs Korrespondenzen mit Oskar Seidlin und Alfred von Martin aus den Nachkriegsjahren ediert und kommentiert sowie der Ereigniszusammenhang zur Publikation 'Der Urfreund' (1996) von Kurt Mautz betrachtet, der als Schlüsselroman für Emrichs politische Biographie rezipiert wurde.
INHALT 6 DANKSAGUNGEN 10 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 12 I (Jörg Schönert)Geisteswissenschaftler vor und nach 1945. Problemkonstellationen,Forschungsrichtungen und Biographien 14 II (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus)Entnazifizierungsmaßnahmen für Wilhelm Emrich undMitarbeiter der Schrifttumsabteilung des RMVP (1945–1949):Internierung und Spruchkammerverfahren 38 III (Mirko Nottscheid)„Sudetendeutscher Schicksalskampf“ und marxistischeLiteraturwissenschaft. Zur Laufbahn des LiteraturwissenschaftlersErich Kühne im Nationalsozialismus und in der SBZ/DDR 96 IV (Hans-Harald Müller)Verhandlungen über eine Rezension aus dem ‚Dritten Reich‘.Zur Korrespondenz zwischen Wilhelm Emrich undAlfred von Martin vom 24. August bis zum 3. November 1948Anhang 1: Wilhelm Emrich: Innerlichkeit und Staat (1943)Anhang 2: Auszug aus einer Sammelrezension vonAlfred Klemmt (1942) 138 V (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus)Wilhelm Emrichs ‚Vergangenheitspolitik‘ 1945–1959 150 VI (Jens Thiel)Wilhelm Emrichs Spruchkammerverfahren und seine‚Vergangenheitspolitik‘ nach 1945. Ein Kommentarzu den Kapiteln II und V 178 VII (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus)Wilhelm Emrichs Neuanfänge ab Sommer 1948 192 VIII (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus)Wilhelm Emrichs Die Symbolik von Faust II (1957) undFranz Kafka (1958) 206 IX (Jörg Schönert / Ralf Klausnitzer)Wilhelm Emrichs Weg an die Freie Universität Berlin(1955 und 1959) 220 X (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus)Epilog: ‚Urfreunde‘– Wilhelm Emrich und Kurt Mautz(1928–1998) 232 ANHANG 260 EDITORISCHE VORBEMERKUNGEN 260 Anhang I: Briefwechsel zwischen Wilhelm Emrich und Oskar Seidlin (05.04.1947–10.06.1948). Kommentierte Edition (Jörg Schönert / Wilhelm Schernus) 264 Anhang II:Briefwechsel zwischen Wilhelm Emrich undAlfred von Martin (14.08.1948–03.11.1948). Kommentierte Edition(Jörg Schönert / Wilhelm Schernus) 292 Anhang III:Wilhelm Emrich: Humanismus und Konfession. Vorwiegendam Beispiel Goethes entwickelt 320 PERSONENREGISTER 332