: L.L. Barth
: Dezemberhimmel Roman
: Morawa Lesezirkel
: 9783990709863
: 1
: CHF 2.60
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: Erzählende Literatur
: German
: 188
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Es waren nur noch ein paar Stunden, bis sie in New York landen würde - Leonora Thieme blickte aus dem Fenster in den klaren blauen Himmel. 'Über den Wolkenmussdie Freiheit wohl grenzenlos sein ...',Leofiel dasbekannteLied von Reinhard Mey ein.Eigenartig, dass ihr geradedieser Texteinfiel. Sie hatte sicheigentlichniewirklicheing engt gefühlt. Aber nun, da sie in den endlos scheinenden Himmel hinausblickte, hatte sie auf einmal das Gefühlnach langer Zeit mal wieder so richtig durchatmen zu können. Alles hinter sich zu lassen, die Chance auf einen total neuen Lebensabschnitt. Sie verspürte keinerlei Angst, sondern nur pure Lebenslust und Vorfreude ... Die lebenslustige Leonora lernt in New York den ernsten und zurückhaltenden Amyas kennen. Sie absolvieren für ein renommiertes Verlagshaus ein Praktikum und verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Doch beide sind bereits vergeben, was die Sache kompliziert macht. Hinzu kommt der charmante Derek, der Leo den Kopf verdreht, obwohl sie doch ihren langjährigen Freund Peter hat, der zuhause in Wien auf sie wartet. Wie wird Leo dieses Triangel lösen? Sie blickt in den blauen Dezemberhimmel und fragt sich, welche Entscheidung sie treffen soll.

Leyla-Leona Barth sagt von sich selbst, dass sie eine hoffnungslose Romantikerin ist. Sie wurde 1970 in der Steiermark geboren und ist dort auch aufgewachsen. Sie wollte schon seit sie ein Kind war nur eines: Geschichten erzählen. Das Geschichtenerzählen wurde ihr schon in die Wiege gelegt, denn ihre Großmutter war eine in der Region bekannte Heimatdichterin. Doch sollte es eine Weile dauern, bis Barth sich ihren Traum verwirklichen konnte. Nach ihrem Literaturstudium begann sie zunächst als freie Werbetexterin zu arbeiten. Danach war sie als Mediaplanerin für unterschiedliche Unternehmen tätig. Bereits neben ihren regulären Jobs begann sie, Romane zu schreiben. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Romans ist sie nun als freie Autorin tätig. Ihr Genre sind Liebesromane für Frauen, die an die große Liebe glauben. Barth reist sehr gerne und so spielen auch ihre Romane an traumhaft schönen Orten. Sie selbst sagt über ihre Bücher:"Ich möchte meinen Lesern ein paar schöne Stunden bescheren, in denen sie mit den Helden meiner Romane mitfiebern können - und ich möchte sie in die schönsten Ecken dieser Welt entführen." Barth ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann abwechselnd in Wien und auf einem kleinen Weingut in der Toskana. Ihr Motto ist ein Zitat von George Sand:"Das Leben gleicht öfter einem Roman als die Romane dem Leben."

Der Zug des Herzens ist des Schicksals Stimme(Friedrich Schiller)

So schnell war ein halbes Jahr vorbei. Leo konnte es kaum fassen, schon heute Abend war das große Fest zum 100-jährigen Bestehen von Mediahouse. Und heute war auch zugleich der letzte Tag ihres Praktikums. Sie war aufgeregt und ein wenig traurig zugleich. Aufgeregt, weil der große Jubiläumsband rechtzeitig fertig geworden war und heute Abend bei der großen Feier vorgestellt werden sollte. Sie war als Co-Autorin genannt und mächtig stolz darauf. Traurig, weil sie die ihr so lieb und vertraut gewordene Umgebung des Mediahouse, ihre Kollegen und ihre Freunde, Joyce und Derek und auch Amyas für immer verlassen musste. Morgen Vormittag würde Peter in New York ankommen und sie würde ihn vom Flughafen abholen. Sie würden dann noch eine Woche in New York verbringen und dann gemeinsam wieder nach Hause fahren. „Nach Hause“, grübelte Leo. Sie fühlte sich hier auch zuhause, sie hatte sich an den Rhythmus dieser faszinierenden Stadt gewöhnt. Sie mochte ihre Arbeit, die Freunde, die sie hier gefunden hatte und auch ihr freies und unabhängiges Leben. Leo schluckte, als sie sich in ihrem Zimmer umblickte, sie hatte den größten Teil ihrer Sachen bereits gepackt, ein paar wenige Dinge lagen noch im Zimmer verstreut. Auch ihr Margeritenbäumchen stand noch beim Fenster und schien ihr aufmunternd zuzulächeln. „Wird schon alles gut kommen“, schien es ihr zu sagen. Leo hatte Joyce das Versprechen abgerungen, gut auf das Bäumchen aufzupassen. „Ich werde es hegen und pflegen – bis du wiederkommst“, hatte ihr Joyce hoch und heilig versprochen.

Leo schluckte nochmals, ihr Herz hämmerte wie verrückt – sie freute sich auf Peter, auf Wien und darauf, ihre Freunde und ihre Familie wiederzusehen. Aber all das hinter sich zu lassen, fiel ihr unendlich schwer. Wie würde sie sich wieder einfügen können? Was würde die Zukunft bringen? Was würde aus ihr und Peter werden? Was würde aus ihr und Amyas werden? Hier setzte ihr Herz für eine Sekunde aus – was würde aus ihr und Amyas werden! Sie versuchte die aufkommende Panik zu unterdrü