: Sofie Seidl
: Mausetot Ein Nagerkrimi aus München
: Books on Demand
: 9783752891515
: 1
: CHF 3.50
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 240
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine Tote in der Wittelsbacher Gruft der Michaelskirche reißt den schwulen Münchner Ratten-Sherlock Maxi aus seinen Träumen. Eigentlich im siebten Beziehungshimmel, muss sich der Experte für"Foreign Affairs" erneut den Gefahren der Menschenwelt aussetzen. Im Auftrag des selbsternannten"Bruder Bartholomäus" vom Frauendom, Münchens ältester Ratte, folgt er heimlich den Spuren der menschlichen Oberkommissarin Lisi Moosgruber. Nächtliche Besuche im Polizeipräsidium, seine Leidenschaft für Fleischpflanzerlsemmeln und Franz-Josef, der berüchtigtste Kater der Landeshauptstadt, machen Maxis Mission lebensgefährlich. Die Wahrheit muss am Ende teuer erkauft werden - vielleicht zu teuer ... In seinem zweiten Fall geht Maxi aufs Ganze.

In den ersten 5 Lebensjahren wohnte die Autorin in der Münchner 'Alten Münze' zwischen Hofbräuhaus und Marienplatz. Mit 8 Jahren schrieb sie ihre ersten Kurzgeschichten. Nach dem Abitur und einer zweijährigen Ausbildung als Zeitungsjournalistin studierte sie Sozialpädagogik. Anschließend arbeitete sie acht Jahre als Journalistin, Pressereferentin und Lektorin und betreute 15 Jahre lang benachteiligte Jugendliche. Mit 48 begann sie Romane zu schreiben. 'Rattenscharf' ist das erste Buch unter dem Pseudonym Sofie Seidl mit Maxi, dem liebenswert-genialen Münchner Ratten-Ermittler. Die Autorin lebt mit Mann und Sohn in München.

1 Mäusehochzeit


„EIN GOTTESHAUS IST ENTWEIHT WORDEN!“, deklamiert Bruder Bartholomäus in einem Ton, als wolle er die nahende Apokalypse verkünden. Es folgt eine lange Pause, während der er mich entrüstet anstiert.

Ganz so, als obich an all dem Schuld wäre!

Unbehaglich tripple ich von einer Hinterpfote auf die andere und fühle mich tatsächlich ein bisschen schlecht.

Obwohl ich gar nichts getan hab!!

Gerade will ich in verbale Abwehrstellung gehen, da fällt mir ein, mit wem ich hier rede: Bruder Bartholomäus, auf eine düstere Art würdevoller Bewohner der Krypta unter unserem Münchner Frauendom. Vermutlich wünscht er sich vor allem Respekt und derzeit ein kleines bisschen Verständnis für das seiner Ansicht nach schreckliche Vergehen.

Worin auch immer es bestehen mag.

Ich muss den eingerosteten Dialog wohl mit ein bisschen Mitgefühl s