: Karin Lahoda
: Arbeitsalltag in Werkstätten für behinderte Menschen Zur Bedeutung von Arbeit, sozialen Interaktionen und rechtlichen Rahmenbedingungen
: Waxmann Verlag GmbH
: 9783830983293
: 1
: CHF 35.50
:
: Volkskunde
: German
: 403
: kein Kopierschutz/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Werkstätten für behinderte Menschen bilden allein in Deutschland in rund 700 Einrichtungen für mehr als 250.000 Beschäftigte den Mittelpunkt ihres Arbeitsalltags. Aus der Perspektive behinderter Menschen wird deren Arbeitswelt am Beispiel zweier Werkstätten eines kirchlichen Trägers u.a. im Hinblick auf die Aneignung der räumlichen Gegebenheiten, das Arbeitsverständnis, die Arbeit an sich, die Arbeitsmotivation und die vielfältigen sozialen Interaktionen untersucht. Einen wichtigen Aspekt bildet dabei die Frage, inwiefern sich zahlreiche Gesetze, Verordnungen und Vorschriften für die Beschäftigten als reglementierend erweisen und welche Verhaltens- oder Handlungsstrategien daraus resultieren. Aus den vielschichtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen resultieren Fragen nach der grundsätzlichen Bedeutung von Arbeit für behinderte Menschen und den sozio-kulturellen Veränderungen im Zuge der Inklusionsdebatte.
Buchtitel1
Impressum4
Inhalt5
Vorwort9
1 Vom Recht auf einen Arbeitsalltag11
1.1 Zur sozialen Heterogenität in der Arbeitswelt und der Spezifik des Arbeitsalltages in Werkstätten für behinderte Menschen11
1.2 Verschränkung von Arbeit, Recht und Behinderung: Die forscherische Verortung16
1.3 Zur Bedeutung von Arbeit, Behinderung und Norm: Begriffliche Darlegung29
2 Quellenbasis und methodische Herangehensweise37
2.1 Feldforschung in den untersuchten Werkstätten für behinderte Menschen37
2.1.1 Teilnehmende Beobachtung in Arbeitswelten38
2.1.2 Materialerhebung durch direkte Kommunikation: Gespräche und Personenkreis42
2.2 Textbasiertes Material: Gesetzestexte, Verordnungen und Verträge45
2.3 Datenaufbereitung, Analyse und Reflexion46
2.3.1 Methodentriangulation, hermeneutischer Ansatz und inhaltsanalytische Analyse47
2.3.2 Reflexion der eigenen Forscherposition und des Dialogs mit dem Feld49
3 Rechtliche Basis und Forschungsfeld53
3.1 Einführendes zu verwendeten Gesetzen und rechtlichen Dokumenten53
3.2 Werkstätten für behinderte Menschen und der kirchliche Träger65
3.2.1 Anmerkungen zum Umgang mit Behinderungen aus historischer Perspektive und Abriss über die geschichtliche Entwicklung von Werkstätten für behinderte Menschen65
3.2.2 Die Rummelsberger Diakonie als kirchlicher Werkstatträger72
3.3 Ausgewählte Untersuchungsorte80
3.3.1 Allgemeine Informationen zur Binshausener Werkstatt81
3.3.2 Allgemeine Informationen zur Mittenbacher Werkstatt82
3.4 Zum untersuchten Personenkreis83
4 Vom Recht auf einen Arbeitsalltag: Zwischen rechtlichen Normierungen und gelebtem Arbeitsalltag in Werkstätten für behinderte Menschen85
4.1 Vom Umgang mit Arbeit in seinen alltäglichen Ausformungen86
4.1.1 Wo Arbeit stattfindet: Arbeitsorte und Verortung im Betrieb88
4.1.1.1 Kulturwissenschaftliche Anmerkungen zur räumlichen Perspektive90
4.1.1.2 Arbeitsorte92
4.1.1.3 (Arbeits-)Raumerfahrungen101
4.1.1.4 Arbeitsorganisation in Werkgruppen120
4.1.2 Wie sich Arbeit materialisiert: Arbeitsgebiete und Arbeitsplätze126
4.1.2.1 Arbeitsgebiete in der Binshausener Werkstatt für geistig behinderte Menschen128
4.1.2.2 Arbeitsgebiete der Mittenbacher Werkstatt für körperlich behinderte Menschen135
4.1.2.3 Außenwerkgruppen und Außenarbeitsplätze der beiden Werkstätten für behinderte Menschen – „Draußen“ und doch in der Werkstatt für behinderte Menschen138
4.1.2.4 Im Spannungsfeld von Vielfalt und Wirtschaftlichkeit152
4.1.2.5 Arbeit(-sgebiet) ist nicht gleich Arbeit(-sgebiet)156
4.1.2.6 Dynamik und Umbrüche: Der vermeintliche Wandel zur Priorität „glücklicher“ Beschäftigter171
4.1.3 Was Arbeit ist und bedeutet: Arbeitssituationen und Handlungsstrategien180
4.1.3.1 Arbeitsbedingungen und Gestaltung von Arbeitsplätzen182
4.1.3.2 Zwischen Teamwork, Arbeitsketten und Einzelarbeit: Von der Einbindung in Arbeit und Arbeitsweisen186
4.1.3.3 Von Eigenständigkeit, Hilfsbedarf und Arbeitsdruck: Was mit und aus Arbeit gemacht wird201
4.1.3.4 Zur subjektiven Perzeption von Arbeit214
4.1.4 Kapitelfazit: Arbeiten zwischen Fördern und Fordern229
4.2 Zum Arbeitsalltag neben der Arbeit: Soziale Interaktionen und Aspekte des Arbeitsumfeldes231
4.2.1 Vom Umgang miteinander: Selbstverständnis, Rollenzuschreibungen und Aushandlungen233
4.2.1.1 Gruppierungen und Zuordnungen234
4.2.1.2 „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“ – Kirchliches Verständnis im Arbeitsalltag246
4.2.1.3 Der Unterschied zwischen Mitarbeitenden und Beschäftigten: Das arbeitnehmerähnliche Rechtsverhältnis253
4.2.1.4 Zur Kommunikation am Arbeitsplatz266
4.2.1.5 Schwach/fit, drinnen/draußen: Gruppenzugehörigkeiten und soziale Beziehungen276
4.2.1.6 Mitwirkung und Engagement der Beschäftigten am Beispiel des Werkstattrates291
4.2.2 Zeitstrukturen: Beschäftigungszeit, Arbeitspausen und Abwesenheit309
4.2.2.1 Arbeitszeit und deren Nutzung311
4.2.2.2 Arbeitsunterbrechungen: Pausen und andere Aktivitäten320
4.2.2.3 Abwesenheit durch Krankheit, Urlaub und die Verrentung327
4.2.3 Leistung und Entlohnung – zu den Motivationsfaktoren von und bei der Arbeit335
4.2.3.1 Zur Messbarkeit von Arbeit und dem Arbeitsentgelt behinderter Menschen336
4.2.3.2 Essen – eine elementare Komponente des Arbeitsalltages347
4.2.3.3 Die sozial verbindende Funktion von Festen und Feiern359
4.2.4 Kapitelfazit: Arbeit haben ist mehr als nur arbeiten368
5 Synthesen370
5.1 Umgang mit vorgegebenen Strukturen und Bewältigungsstrategien – Zur Bedeutung von Arbeit in Werkstätten für behinderte Menschen370
5.2 Rollenzuweisungen und -muster: Selbst- und Gesellschaftsdeutungen373
5.3 Die Verantwortung gegenüber dem Individuum und gegenüber dem Kollektiv behinderter Menschen – Von Solidarität in einem Spannungsfeld376
5.4 Zum Strukturwandel in Zeiten der Inklusionsfrage378
5.5 Fazit381
Literatur- und Quellenverzeichnis384
1 Gedruckte Werke384
2 Internet398