: Raimund Drommel
: Sprachprofiling - Grundlagen und Fallanalysen zur Forensischen Linguistik
: Frank& Timme
: 9783732998036
: Forum für Fachsprachen-Forschung
: 1
: CHF 44.40
:
: Sprach- und Literaturwissenschaft
: German
: 338
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Nach seinem Bestseller 'Der Code des Bösen' legt Raimund H. Drommel diesen wissenschaftlich fundierten Band zum Sprachprofiling vor. Der Begründer der sprachwissenschaftlichen Kriminalistik zeigt, wie mit interdisziplinären Methoden die Sprachprofile anonymer Autoren entschlüsselt oder auch Personen von dem Verdacht entlastet werden können, Urheber anonymer oder pseudonymer Texte zu sein. Vor einer differenzierten Darstellung des aktuellen Forschungsstandes präsentiert Drommel eine Auswahl eigener früherer Artikel, die er jeweils in ihren zeitlichen Kontext einordnet. Außerdem stellt er authentische Fälle vor, so dass ganzheitlich ein fundierter, empirischer Eindruck vom Vorgehen eines Sprachprofilers entsteht. Das Buch ist unterhaltsam und spannend geschrieben. Es bietet Kriminalisten, Juristen, Linguisten und allen am Sprachprofiling Interessierten ein breites interdisziplinäres Spektrum verwertbarer Erkenntnisse.

Raimund H. Drommel, geboren 1946, studierte und lehrte Sprachwissenschaft, Romanistik, Germanistik, Phonetik und Kriminologie an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland. Seit 30 Jahren analysiert er als Sprachprofiler beweiserhebliche Schreiben, zunächst vorwiegend in Verbindung mit Delikten am Menschen und extremistischen Terroranschlägen.
Inhaltsverzeichnis6
Einleitung8
Nikolaus Müller-Schöll: Aus dem Staub – Eine Sternstunde für die Linguistik12
TEIL I: DIE ANFÄNGE14
Dem Täter auf der Spur (1987)16
Sprachliche Fehler – die „Visitenkarte“ anonymer Briefeschreiber (1987)30
Forensische Textwissenschaften (1988)46
Sprache und Verbrechen – Internationale Computer-Experten auf den Spuren von Sherlock Holmes (1990)48
Sprachwissenschaftliche Kriminalistik (1992)50
TEIL II: DIE INDIVIDUALSTIL-DEBATTE56
Tobias Brückner: Gibt es einen „sprachlichen Fingerabdruck“? (1990)58
Gibt es einen Individualstil? (1990)64
Sachkunde erwünscht (1990)70
TEIL III: ANGEWANDTE LINGUISTIK74
RAF-Sprache (1990)76
Anonymschreiben – Sprachprofiling und vergleichende Autorschaftsbestimmung (2001)92
Anonyme Angriffe vor allem durch Innentäter (2001)106
TEIL IV: STAND DER FORSCHUNG118
Sprachwissenschaftliche Kriminalistik und Sprachprofiling (2011) – überarbeitete Fassung120
Sprachpsychologische Zugriffsweisen auf Autoren162
Computerlinguistische Verfahren zur Autorenerkennung186
TEIL V: FALLSTUDIEN196
Hessen-Lotto – Ein anonymer Rufmord199
Aufgeklebte Buchstaben216
Fiese Nachbarn222
Die Tierschutz-Causa230
Tod in Genf – Uwe Barschels letzte Notizen und das Phantom „Robert Roloff“248
Wilhelm Tell – der Anlegerschützer268
Superlative282
Bussi Bussi296
ANHANG310
Checklisten zu Sprachgutachten312
Textnachweise318
Ausgewählte Literatur320
Personenregister326
Stichwortregister328