: Ulrike Spieler
: Übersetzer zwischen Identität, Professionalität und Kulturalität: Heinrich Enrique Beck
: Frank& Timme
: 9783732999033
: TRANSÜD. Arbeiten zur Theorie und Praxis des Übersetzens und Dolmetschens
: 1
: CHF 53.20
:
: Sprach- und Literaturwissenschaft
: German
: 340
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Beck oder Lorca? Diese Frage kulminierte 1998 in einer Pressekonferenz des Suhrkamp-Verlages, die mit einem Paukenschlag die Beckschen Übersetzungen Lorcas vom Markt fegen wollte. Wo Federico García Lorca draufstand, war im deutschsprachigen Raum Heinrich Enrique Beck drin, so die einschlägige Kritik - die allerdings nie über die bloße Symptombeschreibung hinausging. Diese Lücke füllt der vorliegende Beitrag, indem er Ursachenforschung betreibt und durch Becks Leben zu einem Verständnis für dessen Vorbeiübersetzungen führt. Diese biografische Perspektivverschiebung zugunsten des Akteurs der Translation deckt auf, was von der Forschung zu Beck bisher übersehen wurde: Für Beck avanciert die Übersetzung gleichsam zu einer Kulturtechnik, die ihm den Schlüssel zu einem Dritten Raum der Zugehörigkeit modelliert.

Ulrike Spieler hat Kulturwissenschaft, Linguistik und Spanisch an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert. Sie interessiert sich für kulturwissenschaftliche Forschung, die Biografien in den Fokus ihrer Untersuchungen stellt, da man so bestens empathisch-kritische Einsicht in Leben und Forschungsphänomene bekommt.
Inhaltsverzeichnis10
Abbildungsverzeichnis13
Tabellenverzeichnis14
Der Fall Lorca16
1 Lorca! Bless Thee! Thou art translated.20
2 Wortfeldanalyse32
3 Kulturemische Übersetzungskritik120
4 Heinrich Enrique Beck als Kulturverschieber146
5 Du sollst neben mir keine anderen Übersetzer haben214
Anhang A: Federico García Lorcas 'Romancero gitano'228
Anhang B: Korpora und Kategorisierungen246
Anhang C: Heinrich Enrique Beck286
Anhang D: Dossier 'Der Fall Lorca' (Auszüge)290
Literaturverzeichnis314