'Jeder ist seines Unglücks Schmied' Männer und Männlichkeiten im Werk Theodor Fontanes
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Maja Razbojnikova-Frateva
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'Jeder ist seines Unglücks Schmied' Männer und Männlichkeiten im Werk Theodor Fontanes
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Frank& Timme
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9783865968135
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Literaturwissenschaft
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1
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CHF 69.30
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"Deutsche Sprachwissenschaft; Deutschsprachige Literaturwissen- schaft"
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German
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327
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Wasserzeichen
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PC/MAC/eReader/Tablet
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PDF
Die tragischen Figuren in Fontanes Romanen - Effi, Cécile, Franziska ... Und was ist mit den Männern? Sind sie hart und unbarmherzig, weil ihnen die gesellschaftlichen Konventionen so viel bedeuten? Warum opfern sie alles einer abstrakten Norm und ruinieren so ihr eigenes Leben? Naheliegende Antworten darauf stellt die Autorin in Frage. Sie zeigt, dass Männlichkeitsdiskurse in den Fontaneschen Texten nicht nur zur Sprache kommen, sondern darin ihre extreme Problematisierung finden. Strategien der Liebe und der Zerfall einer hegemonialen Männlichkeit werden aufgedeckt und patriarchale Rituale in ihr Gegenteil verkehrt. Innstetten, Graf Petöfy, van der Straaten, St. Arnaud - sie alle verkörpern die verbotene Tragik der Nicht-Geliebten ...
Maja Razbojnikova-Frateva ist Dozentin am Lehrstuhl für Germanistik und Skandinavistik an der St. Kliment-Ochridski-Universität in Sofia/Bulgarien. Sie forscht unter anderem zur deutschsprachigen Literatur des 19., 20. und 21. Jahrhunderts, dabei vor allem zur Literatur von Frauen, literarischen Geschlechterdiskursen, zu Biographie und Biographem, Literatur und Gedächtnis sowie zu literarischen Fremdheitserfahrungen.
INHALTSVERZEICHNIS
8
Einleitung
10
I. Methodologischer Rahmen und Begriffsklärung
19
1. Diskursbegriff und Diskursanalyse
20
2. Diskurstheorie und Literaturwissenschaft: eine problematische Allianz?
26
3. Die Brauchbarkeit des diskursanalytischen Ansatzes für die vorliegende Untersuchung
35
4. Zum begrifflichen Instrumentarium: Männer und Männlichkeitsforschung
40
5. Männlichkeitsforschung in literaturwissenschaftlichen Studien
62
II. Männlichkeit im 19. Jahrhundert
70
1. Historische Modelle
72
2. Modelle des 19. Jahrhunderts, Militarisierung und Entemotionalisierung, Ehe und Liebe, Beruf und Arbeit
76
3. Männlichkeit im Kontext von Ehe und Liebe
100
III. Die Fontaneschen Helden und das Scheitern der Männlichkeiten
114
1. St. Arnaud – das Scheitern der militärischen Männlichkeit
115
Exkurs: Duell und Ehre
135
2. Van der Straaten – das Scheitern der marginalen Männlichkeit
177
3. Graf Petöfy – das Scheitern der variativen Männlichkeit
208
Exkurs: Der Begriff der Generation
222
4. Baron von Innstetten – das Scheitern der reflektiven Männlichkeit
246
IV. Schlussfolgerungen: die „ganzen“ Helden Fontanes und die Wirkung des Diskurses
282
Bibliografie
290