: Sabrina Göbel
: Alltagspraktiken in Kindertageseinrichtungen Eine videographische Studie zum Miteinander von pädagogischen Fachkräften und Kindern
: Springer VS
: 9783658229160
: 1
: CHF 38.20
:
: Kindergarten- und Vorschulpädagogik
: German
: 296
: Wasserzeichen/DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Sabrina Göbel untersucht in ihrer Studie, auf welche Art und Weise der Alltag in Kindertageeinrichtungen hergestellt bzw. reproduziert wird. Aus einer praxistheoretischen Perspektive und mithilfe videographischen Datenmaterials konzentriert sich die qualitativ-rekonstruktive Auswertung auf die Frage nach der Relevanz von wiederkehrenden Praktiken und Routinen für die Herstellung, Gestaltung und Modulation der frühpädagogischen Praxis. Dieses Vorgehen ermöglicht es, ein Verständnis für die sozialen Herstellungspraxen und -prozesse sowie für die dem Alltagsgeschehen zugrunde liegenden impliziten Logiken und Ordnungen der Praxis zu entwickeln.


Sabrina Göbel, Dr. phil., Dipl.-Päd., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute for Research and Innovation in Social Work, Social Pedagogy, Social Welfare der Universität Luxemburg und Mitglied der Forscher_innengruppe der Empirie der Kindheit.
Vorwort6
Inhalt8
1 Einleitung13
2 Theoretische und empirische Perspektiven auf den Alltag in Kindertageseinrichtungen21
2.1 Überblick über den das Forschungsprojekt orientierenden Forschungsstand21
2.2 Praxistheoretische Überlegungen zu einer Analyse von Praxis als Wechselspiel zwischen Konstitution und Reproduktion28
2.3 Mikroanalyse von Alltagspraktiken in Kindertageseinrichtungen und die Bedeutung von wiederkehrenden Praktiken und Routinen im Alltag45
3 Videoethnographie als Forschungsprogramm49
3.1 Methodologie und Methode der Videographie50
3.1.1 Historische Entwicklungslinien qualitativer Forschung auf dem Weg ins Feld51
3.1.2 Ethnographie und die Methode der Teilnehmenden Beobachtung52
3.1.3 Das Problem von Repräsentation und Darstellung58
3.1.4 Die performative Zeichenfunktion von Schrift64
3.1.5 Merkmale und Herausforderungen der Videographie oder: Die Verdopplung des Repräsentationsproblems?68
3.1.6 Methoden der Datenaufbereitung und Analyse von Videoaufzeichnungen78
3.2 Videogestützte Beobachtung des Alltags in Kindertageseinrichtungen97
3.2.1 Erkenntnisinteresse, Gegenstandsklärung und daraus sich ergebende Fragestellungen98
3.2.2 Zugang zum Feld103
3.2.3 Datenerhebung und Handhabung der Kamera im Feld104
3.2.4 Datenaufbereitung und Sequenzauswahl109
3.2.5 Videographische Beschreibung113
4 Die Herstellung von Alltag in Kindertageseinrichtungen im Blick – Ergebnisteil 1119
4.1 Die Herstellung von Kreissituationen und die routiniert-arrangierte Form der gemeinsamen Alltagsgestaltung – Einführung120
4.2 Der Begrüßungskreis in der ‚Libellen‘-Gruppe (Kita ‚Amaryllis‘)122
4.2.1 Informationen über die Kindertageseinrichtung ‚Amaryllis‘122
4.2.2 Rahmender Kontext zur ausgewählten Fokussierungssequenz126
4.2.3 Praktiken des Koordinierens und Positionierens von Personen im Raum127
4.2.4 Verdichtung und Konklusion – „Wenn zwei Freunde sich anfassen möchten finde ich das schon in Ordnung“137
4.3 Der Klanggeschichtenkreis in der ‚Seepferdchen‘-Gruppe (Kita ‚Pusteblume‘)141
4.3.1 Informationen über die Kindertageseinrichtung ‚Pusteblume‘142
4.3.2 Rahmender Kontext zur ausgewählten Fokussierungssequenz146
4.3.3 Praktiken des Anweisens und Ansagens als die Situation bedingende und kontingenzreduzierende Elemente des Alltags147
4.3.4 Verdichtung und Konklusion – „Ihr setzt euch so im Kreis, dass immer ein Mädchen neben einem Jungen sitzt“159
4.4 Der Abschlusskreis in der ‚Bären‘-Gruppe (Kita ‚Sonnenblume‘)162
4.4.1 Informationen über die Kindertageseinrichtung ‚Sonnenblume‘163
4.4.2 Rahmender Kontext zur ausgewählten Fokussierungssequenz167
4.4.3 Praktiken des moderierten Herstellens von Gemeinschaftlichkeit167
4.4.4 Verdichtung und Konklusion – „Wer sind denn die Bärenkinder?“182
4.5 Die Herstellung von Kreissituationen und die routiniert-arrangierte Form der gemeinsamen Alltagsgestaltung – Resümee186
5 Die Herstellung von Alltag in Kindertageseinrichtungen im Blick – Ergebnisteil 2193
5.1 Die konfliktbezogene Interventionssituation und die normativ-regulative Inszenierung der Wiederherstellung von Ordnung – Einführung194
5.2 Die konfliktbezogene Intervention in der ‚Libellen‘-Gruppe – Wer darf heute in der Gruppe sein? (Kita ‚Amaryllis‘)196
5.2.1 Rahmender Kontext zur ausgewählten Fokussierungssequenz197
5.2.2 Praktiken der inszenierten Ausschließung und der Reproduktion von Differenz197
5.2.3 Verdichtung und Konklusion – „Alle Kinder, die immer freundlich sind und die sich mögen, dürfen heute in der Libellengruppe sein“208
5.3 Die konfliktbezogene Intervention zwischen den Räumen der ‚Seepferdchen‘-Gruppe – Wie muss mit der Autobahn gespielt werden? (Kita ‚Pusteblume‘)215
5.3.1 Rahmender Kontext zur ausgewählten Fokussierungssequenz216
5.3.2 Praktiken der Verantwortungszuschreibung und der Reorganisation von Beziehungsverhältnissen217
5.3.3 Verdichtung und Konklusion – „Da kannst‘e nicht einfach irgendwas bauen, sondern da musst du da mitmachen wo die Kinder jetzt, wo ihr alle das zusammen besprecht“246
5.4 Die konfliktbezogene Interventionssituation als normativ-regulative Inszenierung der Wiederherstellung von Ordnung – Resümee251
6 Kindertageseinrichtung zwischen Reproduktion und Aushandlung alltäglicher Ordnungen – Fazit und Ausblick257
6.1 Theoretische und methodologische Reflexion258
6.2 Ergebnisse aus der Kontrastierung beider Situationstypen259
6.3 Erträge der mikroanalytischen Untersuchung von Alltag in Kindertageseinrichtungen für die Praxis264
6.4 Grenzen des Zugangs und Ausblick auf anschließende Fragestellungen265
Literatur267
Anhang294