: Abby Green, Diana Hamilton, Sharon Kendrick, Helen Brooks
: Julia Extra Band 294 Heimlich verliebt in den Chef / Diese drei kleinen Worte ... / Verführung über den Wolken / Ein unmoralisches Angebot? /
: Cora Verlag
: 9783862954957
: 1
: CHF 3.60
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 448
: DRM
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

HEIMLIC VERLIEBT IN DEN CHEF von BROOKS, HELEN Gina ist heiß verliebt in ihren gut aussehenden Chef Harry Breedon - ebenso heimlich wie hoffnungslos? Als sie ihren Job kündigt, lädt er sieüberraschend zu einem romantischen Abschiedsdinner bei Kerzenschein ein ... DIESE DREI KLEINEN WORTE ... von HAMILTON, DIANA Lily gibt sich nur als Paolos Verlobte aus, um seiner Mutter den letzten Willen zu erfüllen. Doch auf seinem luxuriösen Anwesen in der Toskana ist der ansonsten eiskalte Italiener plötzlich so zärtlich und verführerisch, dass Lily unrettbar ihr Herz verliert. Spielt er bloß mit ihr? VERFÜHRUNGÜBER DEN WOLKEN von KENDRICK, SHARON Charmant umwirbt der griechische Stararchitekt Alexandros Pavlidis die schöne Stewardess Rebecca. Aber als sie nach einer leidenschaftlichen Nacht von einer Zukunft voller Liebe träumt, serviert er sie eiskalt ab ... EIN UNMORALISCHES ANGEBOT? von GREEN, ABBY Geliebte auf Zeit? Audrey ist empört. Wie kann der Mann, der vor Jahren ihr Leben zerstörte, ihr solch ein unmoralisches Angebot machen? Doch als Romain sie beim Fotoshooting unter Palmen verführerisch küsst, kann das Supermodel nicht länger widerstehen ...

Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills& Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!

1. KAPITEL

Erleichtert registrierte Romain de Valois, dass die Türen zum Ballsaal geschlossen waren und so als eine Art Schutzmauer zwischen ihm und der Welt dort drinnen fungierten.

Erleichtert? Schutzmauer?

Eine lächerliche und für ihn absolut untypische Empfindung! Irritiert schüttelte er den Kopf. Doch während Romain seine Schritte beschleunigte, als wolle er dem verstörenden Eindruck entfliehen,überfiel ihn ein noch viel seltsamerer Gedanke. Wie wäre es wohl, in diesem Moment jemanden an seiner Seite zu haben…?

Eine Frau… deren schmale Hand er umfasst hielt… die genau wusste, was in ihm vorging und in stummem Einverständnis zu ihm aufschaute. Vielleicht lächelte sie sogar und drückte ganz sacht seine Finger…

Direkt vor dem Ballsaal verharrte er kurz und schloss die Augen. Die gedämpften Töne des Orchesters, das Gemurmel und Gelächter der zahlreichen Gästen auf der anderen Seite der Doppelflügeltür legte sich wie ein schwerer Stein auf seine Brust.

Was, um alles in der Welt, war nur mit ihm los? Sein gewohntes Umfeld erschien ihm plötzlich wie ein Paralleluniversum. Dazu verlor er sich wie ein schwärmerischer Teenager in Tagträumenüber eine Frau… obwohl er in dieser Richtung nie das Geringste vermisst hatte! Geschweige denn einefeste Partnerin!

Und selbst wenn dem so wäre, war hier ohnehin der völlig falsche Platz dafür. Er sollte sich lieber an einem Ort umschauen, wie in der kleinen französischen Stadt, in der er geboren worden war und die er vor sehr langer Zeit hinter sich gelassen hatte. Und zwar physisch, mental und emotional…

Energisch legte Romain seine Hand auf die Klinke, um den beunruhigenden Gedanken zu entfliehen und wieder in die reale Welt einzutauchen.

Noch während er die Türöffnete, spürte er, wie ihm ein Schwall unverständlicher Worte entgegenschlug, unangenehme Hitze und ein nahezu erstickender Mix aus teurem Parfum und Aftershave drohten ihm fast den Atem zu nehmen. Er musste sich beherrschen, nicht auf der Stelle umzudrehen und zu verschwinden. Stattdessen hob er das markante Kinn und bahnte sich einen Weg durch die Massen, ohne auf das vernehmbare Raunen und die neugierigen Blicke zu reagieren, die ihm folgten.

Um seinen gut geschnittenen Mund lag ein noch zynischerer Zug als zuvor. Er nahm die Ballgäste nur aus dem Augenwinkel wahr und hielt stattdessen nach seiner Tante Ausschau.

Doch auch ohne genau hinzusehen wusste er, dass jedes der exquisiten Abendkleider und jeder elegante Smoking, die hier auf dem Parkett der Eitelkeiten zur Schau getragen wurden, aus einer seiner Kollektionen stammte. Ebenso wie die lächerlichüberteuerte Kosmetik, die für den makellosen Teint der anwesenden Damen verantwortlich war, oder die funkelnden Juwelen an Hals und Ohren.

Sie wussten es, und er wusste es.

Seit er erkannt wurde, teilte sich die Menge vor Romain wie von Zauberhand, doch zum ersten Mal im Leben verspürte er darüber nicht die geringste Genugtuung, sondern eher einen Anflug von Widerwillen.

Er war noch relativ jung… reicher als jeder andere hier im Saal und konnte ohne falsche Bescheidenheit von sich behaupten, ausgesprochen attraktiv zu sein.

Und, das Wichtigsteüberhaupt… er war Single!

In New York war er deshalb genauso begehrt wie ein millionenschwerer Hauptgewinn. Deshalb machte Romain sich auch keine Illusionen darüber, was Frauen, wie diese, die gerade den Ballsaal bevölkerten, von ihm erhofften.

Bis vor Kurzem ein reizvolles Jagdgebiet, ließ ihn die heutige Parade der glamourösen und leicht zu habenden Schönheiten nicht nur kalt, sondern stieß ihn regelrecht ab.

Deshalb war die Erleichterung umso größer, als er endlich seine Tante erspähte. Ihr Anblick brachte ihm den Grund seiner Anwesenheit ins Gedächtnis zurück.

Er war einzig und allein hier, um eines der Profimodels zu begutachten, das nach Maud Harridays Meinung perfekt in eine der gigantischsten und lukrativsten Kampagnen passen sollte, die Romain je geplant hatte.

Da seine Tante, Inhaberin einer der wichtigsten Modelagenturen New Yorks, Audrey Murphy selbst unter Vertrag hatte, würde sie als integre Geschäftsfrau nie auf die Idee kommen, Druck auf ihn auszuüben. Doch aufgrund Mauds unschätzbarer Erfahrung im Model-Business wäre es sträflich fahrlässig, sich nicht zumindest eine eigene Meinung zu bilden, ehe er ablehnte.

Denn sein Urteil stand bereits fest. Egal, wie atemberaubend Audrey auch sein mochte, ihr Handicap bestand in einer mehr als zweifelhaften Vergangenheit, und damit war sie für ihn tabu. Aber Romain kannte und akzeptierte die Spielregeln und hatte sich deshalb persönlich auf den Weg gemacht, um seiner Tante, die er sehr schätzte, das ultimativeNein zu versüßen…

„Nein…Audrey“, korrigierte das Supermodel mit erzwungener Geduld.„Ich heiße Audrey, nicht Lindsay…“

„Das ist ja fast so niedlich wie du selbst,Honey…und woher stammt dieser hübsche Name?“ Aus tief liegenden Augen tastete der untersetzte Mann wieselflink ihren gertenschlanken, aufregenden Körper ab, was Audrey dazu veranlasste, ihre Hand ruckartig aus seinem heißen, schwitzigen Griff zu befreien.

Woher sie oder ihr Name stammten, interessierte diesen unangenehmen Typen ebenso wenig wie das Wetter von vorgestern, dessen war Audrey sich ganz sicher.

„Er kommt aus dem Keltischen und bedeutet: stark und machtvoll. Es hat mich sehr gefreut, Sie kennenzulernen, aber jetzt muss ich wirklich…“

„Audrey!“

„Kate!“ Audrey umklammerte erleichtert den Arm ihrer Freundin und nutzte die Gelegenheit, sich mit einem höflichen Lächeln von dem aufdringlichen texanischenÖlbaron zu verabschieden.&b